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Bei 25 Grad die Zentralschweiz erwandern

Die 10 schönsten Frühlingswanderungen in Zug und Luzern

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Mit dem Einzug des Frühlings gilt es auch wieder, die Wanderschuhe zu schnüren. (Bild: hch)

Blühende Apfel- und Kirschbäume, farbige Wiesen und die ersten Insekten, die uns das Picknick streitig machen: Eine Frühlingswanderung hat einiges zu bieten. Wir haben 10 abwechslungsreiche Touren in Luzern und Zug zusammengestellt, auf denen sich die Natur bereits in vollen Zügen geniessen lässt.

Viel Sonne und Temperaturen zwischen 25 und 27 Grad: Die Wetteraussichten für das kommende Wochenende verheissen ideales Wanderwetter. Zu hoch hinaus sollte man jedoch nicht, wenn man die erwachte Vegetation in vollen Zügen geniessen will.

Wir haben aus unserem Wanderführer daher zehn Touren in den Kantonen Zug und Luzern zusammengesucht, die zumeist unterhalb von 1000 Höhenmetern bleiben – und damit perfekte Bilder der Blütenpracht auf Frühlingswiesen und an Obstbäumen bietet.

Kirschblütenwanderungen im Kanton Zug

Kirschbäume in Blüte bei der Schwandegg.
Von Zug nach Menzingen gibt es nicht nur Kirschblüten, sondern auch einen fantastischen Blick auf den Zugersee. (Bild: Andreas Busslinger)

Wir starten in der Stadt Zug. Gleich eine Übersicht mit drei Wanderungen auf Kirschblütenwegen haben wir dir hier zusammengestellt. Die Dauer beträgt zwischen zwei und fünf Stunden, die Wanderungen führen von Zug nach Oberwil, Menzingen oder Goldau. Allen gemeinsam sind: prächtige Kirschbaumgebiete, idyllische Wiesen und Wälder und ein Ausblick auf den Zugersee und auf die Rigi.

Luzerner Kapellenweg: Von Hellbühl nach Ettiswil

St. Ottilien Kapelle bei Buttisholz.
St. Ottilien Kapelle bei Buttisholz. (Bild: rob)

Nicht nur im Kanton Zug, auch in Luzern gibt es Kirschblüten zu bewundern. Beispielsweise auf dem Kapellenweg zwischen Hellbühl und Ettiswil. 17 Kirchen und Kapellen zeugen von der langen Geschichte des Rottals. Der Kapellenweg selbst war Teil einer historischen Strassenverbindung, welche von Luzern nach Aarburg führte. Auf der einfach zu begehenden Gesamtstrecke wechseln sich asphaltierte Wegstücke, Wald- und Kieswege ab, grosse Steigungen fehlen. So lassen sich die gut 20 Kilometer in rund 5 Stunden bewältigen.

Die grosse Welt bei Schwarzenberg

Als ob bereits der Frühling Einzug gehalten hätte: Auf schönen Naturstrassen geht es in Richtung Eggwald.
Als ob bereits der Frühling Einzug gehalten hätte: Auf schönen Naturstrassen geht es in Richtung Eggwald. (Bild: hch)

Wir bleiben gleich im Kanton Luzern. Wer die grosse oder auch nur die kleine Welt entdecken will, braucht keine grossen Strapazen auf sich zu nehmen. Zwei Wanderungen mit diesen Namen führen von Schwarzenberg (Malters) in Richtung Entlebuch und in einem Bogen zurück. So hat man selbst die grosse Welt in nur gerade zwei Stunden gesehen. Die Strecke teilt sich in etwa gleich lange Abschnitte von Hartbelag, Naturstrasse und Waldweg auf, anstrengende Steigungen sind keine zu absolvieren. Dafür gibt es immer wieder immer wieder schöne Ausblicke auf den Pilatus.

Rundwanderung zur Wildenburg

Die erste Anlage der Wildenburg wurde um 1200 erbaut. Die aktuelle Ruine hat man 1985 saniert.
Die erste Anlage der Wildenburg wurde um 1200 erbaut. Die aktuelle Ruine hat man 1985 saniert. (Bild: hch)

Wir wechseln den Kanton und gehen nach Baar. Der zauberhafte Rundweg aus dem Lorzentobel hoch zur Wildenburg gilt zu Recht als eine der schönsten Wanderungen im Kanton Zug. Noch dazu bietet er hohen Erlebnischarakter und ist familientauglich. Entlang der Lorze lässt es sich auch im Frühling gut bräteln, der Bärlauch für den mitgebrachten Salat wächst gleich nebenan. Und wer mag, kann nach der knapp 8 km langen Wanderung, die sich in 2 1/2 Stunden absolvieren lässt, noch einen Abstecher in die Höllgrotte wagen.

Familientaugliche Rundwanderung zum Chessiloch

Am Ende des wildromantischen Talkessels ergiesst sich der Rotbach in die Ebene.
Am Ende des wildromantischen Talkessels ergiesst sich der Rotbach in die Ebene. (Bild: hch)

Ganz am anderen Ende liegt Flühli im Entlebuch, wo unsere höchstgelegene Wanderung beginnt. Hier findet man auf dem Weg zum Chessiloch nicht nur einen Wasserfall, wie auf der vorherigen Wanderung, sondern gleich deren zwei. Und weil die Rundwanderung noch dazu über zwei Hängebrücken geht und an einer schönen Feuerstelle vorbeiführt, eignet sie sich hervorragend für abenteuerlustige Familien. Zwar gilt es, 475 Höhenmeter zu bewältigen. Mit drei Stunden Wanderzeit sollte sie für fitte Familienmitglieder aber dennoch zu bewältigen sein. Da das Talende auf 1290 Metern über Meer liegt, ist um diese Jahreszeit eine wärmende Jacke sicher nicht falsch.

Zwischen Krokussen von Schangnau nach Trubschachen

Die Wanderung führt über liebliche Emmentaler Hügel.
Die Wanderung führt über liebliche Emmentaler Hügel. (Bild: hch)

Nicht weit entfernt liegt unser nächster Wandervorschlag. Im Grenzgebiet der Kantone Luzern und Bern geht es von Schangnau über «Höger», Gräben und «Chrachen» nach Trubschachen. Höhepunkt bei unserer letzten Begehung Anfang Mai war ein Teppich blühender weisser und violetter Krokusse. Die 13,5 km lange Wanderung ist eher einfach, führt aber über den 1414 Meter hohen Wachthubel. Dafür sind etwas mehr als 4 Stunden einzuberechnen.

Frühlingsrunde von Oberägeri über Raten und St. Jost

Aussicht bei Waldschlag auf den Aegerisee.
Aussicht bei Waldschlag auf den Aegerisee. (Bild: hch)

Wir wechseln wieder den Kanton und erklimmen Zuger Hügel. Hier kommen nicht zuletzt Fans von Wanderwegweisern auf ihre Kosten, denn gefühlt alle paar Meter trifft man auf eine Wanderwegmarkierung. Häufig hängt an der Stange eine ganze Traube von Wegmarkierungen in alle Richtungen. Dabei ist die Route über den Raten und via St. Jost zurück nach Oberägeri gar nicht so unübersichtlich, ausser, man hätte in den zahlreichen Beizli, die am Wegesrand lauern, etwas gar tief in den Becher geschaut. Nüchtern ist die 15 Kilometer lange, aber nicht allzu schwierige Wanderung in viereinhalb Stunden machbar.

Rundwanderungen auf dem Zugerberg

In der wärmeren Jahreszeit geht es bei der Feuerstelle Brand deutlich betriebsamer zu und her.
Schon bald nach dem Start führen die Rundwanderungen an der Feuerstelle Brand vorbei. (Bild: hch)

Gleich nebenan liegt der Zugerberg mit seinen 80 Kilometer Wanderwegen. Zwar könnte man von hier aus mit dem Wildspitz auch den höchsten Zuger angehen. Wir verzichten zu dieser frühen Jahrszeit auf eine Empfehlung, vier verschiedene Routen finden sich im Wanderführer. Denn auf dem Zugerberg selbst stehen mit drei tierischen Wegen erlebnisreiche Rundwanderungen zur Auswahl. Mit gut 14 Kilometern benötigt die längste Variante, der Hirsch, etwas Ausdauer. Die Rundwanderung «Fuchs» ist 75 Minuten kürzer, man erspart sich dabei ein langes, wenig abwechslungsreiches Waldstück. Familien wird vor allem zu Beginn viel geboten.

Unterwegs auf dem Rontaler Höhenweg

Vorbei geht es auf dem Höhenweg am Hof Widacher (Bild: Ursula Brem)

Um nach Luzern zurückzukommen, behalten wir die Wanderschuhe gleich an. Der Rontaler Höhenweg bietet eine einfache, aber abwechslungsreiche Wanderung zwischen Wald, Weiden und Bauernhöfen und führt von Honau hinter der Luzerner Kantonsgrenze bis in die Leuchtenstadt. Der Wanderweg ist zwar nicht als solcher gekennzeichnet, aber an vielen Kreuzungen stehen Wegweiser. Für die 11,3 km ins Luzerner Unterlöchli benötigten wir knapp 3,5 Stunden.

Frühlingswandern im Luzerner Mittelland – von Sursee bis Willisau

Einer der Höhepunkte der Wanderung, das Wasserschloss Wyher. (Bild: Roman Bertschi)

Neben den klassischen Voralpenwandergebieten oder dem Entlebuch hat Luzern weitere attraktive Regionen, die sich zu entdecken lohnen. Eine gute Möglichkeit dafür bieten die Wanderwege von Sursee bis nach Willisau. Die 18 Kilometer lange Wanderung führt unter anderem am Naturlehrpfad Ettiswil und dem Wasserschloss Wyher vorbei. Dank einer sehr geringen Höhendifferenz lässt sie sich in fünf Stunden bewältigen.

Bonus: Drei-Seen-Wanderung in den Cherwald

Beliebt bei Gross und Klein: Der Picknickplatz Zubersrüti hat nicht nur überdachte Tische und eine Feuerstelle mit Holz, sondern auch einen Spielplatz.
Beliebt bei Gross und Klein: Der Picknickplatz Zubersrüti hat nicht nur überdachte Tische und eine Feuerstelle mit Holz, sondern auch einen Spielplatz. (Bild: hch)

Auch wenn wir mit unseren 10 Vorschlägen die Geduld unserer Leserinnen und Leser schon arg strapaziert haben: Wer bis hierhin durchgehalten hat, verdient einen Bonus. Dafür wechseln wir noch einmal die Region und gehen in den Kanton Obwalden. Mit drei kleinen See ist diese Wanderung von Alpnach in den Chärwald oder Kernwald besonders bei Familien beliebt. Dafür sorgt auch der Spielplatz Zubersrüti. Und wem die 13,5 Kilometer zu lange sind, hält sich an den Erlebnisparcours Chärwaldräuber, der in 90 Minuten zu machen ist.

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Wo lässt es sich in der Zentralschweiz am schönsten wandern? Was gibt es auf welchen Wanderwege und Wanderrouten zu sehen? Wo lässt sich unterwegs gut Rast machen? Von längeren Spaziergängen, Wanderungen bis hin zu schwierigen Bergtouren – für Anfänger bis Wander-Experten – im Wander-Blog berichten natur- und wanderfreudige Blogger aus der...
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