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Frühlingswandern im Luzerner Mittelland – von Sursee bis Willisau
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Einer der Höhepunkte der Wanderung, das Wasserschloss Wyher. (Bild: Roman Bertschi)

Das Flachland Luzerns durchwandern Frühlingswandern im Luzerner Mittelland – von Sursee bis Willisau

4 min Lesezeit 17.04.2021, 10:01 Uhr
  • 548 m
  • 497 m
  • 18.12km
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Neben den klassischen Voralpen-Wandergebieten oder dem Entlebuch hat Luzern weitere attraktive Regionen, die sich zu entdecken lohnen. Eine gute Möglichkeit dafür bieten im Frühling oder Herbst die Wanderwege von Sursee bis nach Willisau.

Nach dem Eintreffen am Bahnhof in Sursee findet man bereits dort die Wegweiser, die auf den ersten Höhepunkt der Wanderung, den Mauensee, hinweisen. Der kleine See befindet sich rund drei Kilometer westlich des Sempachersees. Sein Ufer ist nicht frei zugänglich, es ist gesäumt von Büschen, Schilf und Bäumen.

Der Weg führt durch die Vegetation hindurch, kleine Holzbrücken und Sitzplätze laden zum Verweilen ein. Der See weist einen Durchmesser von rund einem Kilometer auf, der Uferumfang beträgt rund vier Kilometer, Fischen und Baden sind verboten.

Weidmannsheil auf dem Hinterberg

Nachdem ich den See mit Schloss umwandert habe, beginnt die Steigung zum Hinterberg. Diese führt durch das Dorf Mauensee, danach gelangt man in ein Waldstück. Der Boden ist von Tannennadeln bedeckt und die Baumwipfel von der Herbstsonne beleuchtet. Nach diesem entspannenden Eindruck wird das Waldstück von einer offenen, landwirtschaftlich geprägten Aussicht abgelöst. Die grasgrünen Felder und die stattlichen Bauernhöfe sowie friedlich blökende Schafe und muhende Rinder erfreuen die Wanderer.

Der weitere Weg nach Hinterberg führt immer noch leicht aufwärts, wiederum durch einen Wald im Herbstkleid. Das Terrain ist hier gut begehbar, die Waldstrasse weist einen soliden Kiesbelag auf. Kurz vor dem Hinterberg endet der Wald und der dortige Bauernhof wird sichtbar, er liegt auf 654 M.ü.M. Immer wieder zeugen Spuren von einem beliebten Jagdgebiet.

Der Hinterberg dient auch als Jagdgebiet. (Bild: Roman Bertschi)

Abstieg zum Naturlehrpfad Ettiswil

Der Wanderweg in Richtung Gishubel führt kurz entlang der Strasse, und von dort über umgepflügte und mit frischem Gras bepflanzte Felder, im Norden wird Ettiswil sichtbar. Beim Gishubel beginnt der Naturlehrpfad Ettiswil, der durch das Naturlehrgebiet Buchwald Ettiswil führt. Ich wähle den Weg an der Rot, ab und zu sind Tafeln mit wissenswerten Fakten zu Themen rund um die Natur zu lesen.

Entlang der Rot fallen Steinkunstwerke auf, grosse Steinriesen, die zum Verweilen einladen oder «Insektenhotels», die seltenen Insekten einen Lebensraum bieten. Im Naturlehrgebiet gäbe es noch viel mehr zu sehen, ich entscheide mich dieses an einem anderen Tag zu besuchen, und laufe weiter Richtung Wasserschloss Wyher.

Insektenhotels bieten seltenen Arten Lebensraum. (Bild: Roman Bertschi)

Wasserschloss Wyher

Das Schloss war bis 1837 in adligem Besitz und wurden anschliessend durch die Bauernfamilie Hüsler gekauft. 1963 brannte das Herrenhaus völlig ab, die gesamte Anlage wurde durch den Kanton Luzern gekauft und in eine Stiftung überführt. Heute finden auf dem Schloss die verschiedensten Anlässe statt.

Wasserschloss Wyher. (Bild: Roman Bertschi)

Über die Brästenegg und den Höhenwald ins Ankenloch

Im Anschluss führt der Weg durch den Weiler Brästenegg und anschliessend beginnt der Anstieg zum Höhenwald. Die Höhendifferenz zwischen Brästenegg und der Kuppe auf dem Höhenwald beträgt ungefähr 120 Meter. Der Anstieg führt durch Waldstücke, die Landschaft hat etwas Magisches.

Oben angekommen führt der, links und rechts von Bäumen gesäumte Weg mehr oder weniger gerade Richtung Wellenberg. Nach ungefähr zwei Dritteln des Weges hört der Wald auf und die Fernsicht ist bei guter Witterung grandios. Der weitere Weg führt nochmals durch Wälder und Feldstücke, der Bauernhof, welcher am nächsten beim Wegweiser «Ankenloch» liegt, befindet sich kurz vor Willisau. Nach einem Abstieg auf einem an Serpentinen erinnernden Weg erreicht man den Bahnhof in etwa zehn Minuten.

Vielfältige Wandermöglichkeiten vom Ankenloch aus. (Bild: Roman Bertschi)

Gutes Schuhwerk empfohlen

Nach regenreichen Tagen können die Wege schon mal glitschig oder morastig sein, weshalb sich gutes Schuhwerk empfiehlt. Die Wege auf der Wanderung sind abwechselnd mit Schotter, Asphalt, Laub, Erde, Tannennadeln und Gras bedeckt.

Start:                      Sursee, Bahnof
Ziel:                        Willisau, Bahnhof
Schwierigkeit:      T1
Distanz:                 18.12 km
Wanderzeit:          5 Stunden
Höhendifferenz:  196 m
Route: Sursee – Schloss Mauensee – Berghof – Hinterberg – Gishubel – Naturlehrgebiet – Vorder Brästenegg – Vorder Wellbrig – Ankenloch – Willsau.

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