Voll auf der Bremse

Diese Projekte der Stadt Luzern verzögern sich ins Unendliche

Bundesplatz: Hier befindet sich eine von vielen Brachen in der Stadt Luzern. (Bild: kok)

Diverse Bauvorhaben in Luzern stehen teilweise seit Jahren still. zentralplus zeigt, wo die Stadt auf dem Schlauch steht.

Die Umbauarbeiten der Luzerner Bahnhofstrasse sollten inzwischen schon abgeschlossen sein – doch sie haben noch nicht einmal begonnen. Kürzlich verkündete die Stadt: Der Baustart verzögere sich erneut (zentralplus berichtete). Grund dafür seien hängige Beschwerden.

Die Bahnhofstrasse ist aber nicht die einzige sinnbildliche Baustelle in der Stadt Luzern. zentralplus schaut sich weitere Luzerner Orte an, die in der Behördenmühle feststecken. Was auffällt: Die Liste ist lang – und lange nicht abschliessend.

Bundesplatzbrache

2012 wurde erstmals ein Gestaltungsplan für die Brache am Bundesplatz eingereicht. Er scheiterte vor dem Kantons- und Bundesgericht. Sechs Jahre später versuchten es die neuen Eigentümer des Grundstücks mit einem neuen Plan (zentralplus berichtete). Auch diesmal kam es zu diversen Einsprachen. Das wurde der Mobiliar, neben der Immobilienfirma HRS Real Estate die zweite Eigentümerin des Grundstücks, zu viel – sie zog sich 2022 zurück. Die ständigen Verzögerungen seien zu teuer. Auch dieser Gestaltungsplan wurde bis vors Bundesgericht gebracht. Dort wurde die Beschwerde des Vereins Stadtbild Luzern diesen Sommer gutgeheissen – das Projekt scheiterte erneut (zentralplus berichtete).

Der Mobiliar wurde das Hin und Her zu teuer: Sie verkauft ihren Teil des Grundstücks am Bundesplatz. (Bild: Visualisierung: Nightnurse Images GmbH)

Dieser Brache ist aber anscheinend auch keine Zwischennutzung vergönnt: Im Sommer dieses Jahres wollte die Brauerei Eichhof Leben auf den Platz bringen. Ein sommerlicher Kulturort und Treffpunkt mit farbigen Containern, Holzpaletten und Essständen schwebte der Bierbrauerei vor (zentralplus berichtete). Aber auch hier kam es zu Einsprachen, das Projekt wurde beerdigt.

Aktueller Stand: Es hängt davon ab, ob die Immobilienfirma HRS Real Estate noch Energie und Geld für einen weiteren Kampf vor dem Gericht hat.

Das neue Luzerner Theater

Zugegeben: Die konkrete Idee für das neue Luzerner Theater ist erst knapp ein Jahr alt. Doch vor der Umsetzung müssen noch unzählige Steine aus dem Weg geräumt werden. Das Projekt birgt bereits jetzt ein riesiges Potenzial dafür, in der Behördenmühle unterzugehen.

Vor einem Jahr gewann das Projekt «überall» den Architekturwettbewerb (zentralplus berichtete). Nach der Verkündigung dieses Gewinners hagelte es Kritik von der Bevölkerung. Der Neubau sei zu gross und stehe zu nahe an der Jesuitenkirche. Der Lichteinfall in die Kirche sei gefährdet sowie auch der Ausblick auf den Pilatus (zentralplus berichtete). Neben der Bevölkerung scheinen auch die anderen Wettbewerbsteilnehmer mit dem Entscheid nicht einverstanden zu sein: Beim Kantonsgericht gingen Beschwerden von ganzen neun Architekturbüros ein, was zu einer ersten Verzögerung des Projekts führte. Diese wurden mittlerweile jedoch alle abgelehnt (zentralplus berichtete).

So oder so ähnlich soll das neue Luzerner Theater aussehen. (Bild: Ilg Santer Architekten, Zürich.)

Weiter hält es der Stadtrat für wahrscheinlich, dass bereits gegen den Projektierungskredit das fakultative Referendum ergriffen wird – dann müsste bereits dieser vom Volk abgesegnet werden. Die Präsidentin des Stiftungsrats des Luzerner Theaters warf zudem gerade einmal nach einem Jahr das Handtuch, da sie die Mehrbelastung durch das Projekt überschätzt hatte.

Um hier mal zum Punkt zu kommen, sei noch ein letzter möglicher Stolperstein genannt: Derzeit wäre es gar nicht erlaubt, den Platz zwischen dem Theater und der Jesuitenkirche komplett zu überbauen. Das ist einem Vertrag zwischen Kanton und Stadt aus dem Jahr 1949 zu entnehmen (zentralplus berichtete). Immerhin: Dieser kann und wird wohl aufgelöst, sobald das Projekt in die Gänge kommt.

Aktueller Stand: Das überarbeitete Projekt soll Ende des ersten Quartals 2024 vorliegen. Dass dieser Plan sehr ambitioniert sei, gibt sogar Stadtpräsident Beat Züsli zu (zentralplus berichtete).

Hochhaus am Pilatusplatz

Am Pilatusplatz wurde im Jahr 2011 die Beiz Schmitte abgerissen. Seither wurden ein paar Pflanzenkübel und Bänke aufgestellt – sonst ist nicht allzu viel passiert. Neun Jahre nach dem Abriss gab die Stadt das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs bekannt: «Lu Two», ein 35 Meter hohes Gebäude im Stil einer Blockrandbebauung (zentralplus berichtete). Ursprünglich hätte das Haus 2025 bezugsbereit sein sollen. Doch auch hier wurden die Pläne ohne den Verein Stadtbild Luzern gemacht.

Im August 2022 stellten Bauarbeiter das Baugespann für das neue Hochhaus auf. (Bild: ewi)

Aktueller Stand: Das Immobilienunternehmen ist im Austausch mit den Einsprechern. Immerhin kann man am Pilatusplatz momentan in einem Selbstbedienungsshop Güggeli und Orangensaft per Smartphone kaufen (zentralplus berichtete).

Durchgangsbahnhof

«Seit über 30 Jahren wartet die Zentralschweiz auf einen markanten Ausbau des Bahnangebots, sei es im Fernverkehr oder auf der S-Bahn. Ermöglicht wird dieser Quantensprung im öffentlichen Verkehr mit dem Durchgangsbahnhof Luzern», steht auf der Website des Komitees Durchgangsbahnhof. Man habe genug gewartet, wird ausgerufen, der Durchgangsbahnhof Luzern müsse «jetzt!» kommen.

Lohnt es sich bei diesem Projekt auf Stadtluzerner Boden überhaupt, alle Verzweigungen und Stolpersteine aufzuzählen?

Glückliche Regierungs- und Kantonsräte nach der Unterzeichnung der Petition «Durchgangsbahnhof Luzern jetzt!» im September 2023. (Bild: zvg)

Also direkt zum aktuellen Stand: Zentralschweizer Politiker lancierten diesen Herbst eine Petition. Damit wollen sie Druck ausüben und an der Forderung der Inbetriebnahme des neuen Bahnhofs ab 2040 festhalten. Wenige Tage später verspricht auch der Regierungsrat, sich weiterhin «mit voller Kraft» in Bern dafür einzusetzen (zentralplus berichtete).

Café Fédéral am Bundesplatz

Seit 2011 will eine Gruppe um den Luzerner Architekten Iwan Bühler den Bundesplatz mit dem Café Fédéral aufwerten (zentralplus berichtete). Die Stadt hatte offene Ohren — das Projekt verzögerte sich jedoch, da alternative Orte für das Depot des Strasseninspektorats und eine Trafostation der EWL gesucht werden mussten. Fünf Jahre später vermeldet zentralplus optimistisch: «Nun geht es vorwärts.» Schon bald könne man einen Kaffee oder ein Feierabendbier mitten auf dem Bundesplatz trinken, dort wo zurzeit die Toiletten untergebracht seien (zentralplus berichtete).

Iwan Bühler wollte hier ein Café bauen. (Bild: ewi)

Denkste. Der Kanton intervenierte: Bedenken wegen der Zulieferung und der Verkehrssicherheit, lauteten die Gründe. 2019 prüfte Luzern dann doch eine «Testplanung zur Neugestaltung». Iwan Bühler erarbeitet ein neues Baugesuch. Zwei Jahre später wurde eine Volksinitiative lanciert, um das Projekt voranzutreiben (zentralplus berichtete). Diesen Sommer dann der Dämpfer: Das Vergabeverfahren der Stadt wies Mängel auf. Das Projekt wurde nie öffentlich ausgeschrieben und sogar der Vorwurf der Amtsgeheimnisverletzung steht im Raum (zentralplus berichtete). Die Initianten zogen die Initiative daraufhin zurück.

Aktueller Stand: Zusätzliche Planungsschleife beziehungsweise «Todesstoss» (zentralplus berichtete).

Dafür gibt es immerhin schöne Nachrichten für den Architekten: Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass das Architekturbüro Iwan Bühler ein Haus an der Hirschmattstrasse umbauen soll (zentralplus berichtete).

Neuer Museumsstandort

«Luzerner Museum für Natur, Geschichte und Gesellschaft»: So lautet das Fusionsprojekt vom Historischen Museum und dem Natur-Museum in Luzern. Der damalige Kulturdirektor Marcel Schwerzmann stellte diese geplante Verschmelzung 2021 vor (zentralplus berichtete). Doch der geplante Standort, das Zeughaus, stösst auf viel Widerstand. Den Vorstoss gegen diesen Standort haben 62 Kantonsräte, also mehr als die Hälfte des Parlaments, unterzeichnet (zentralplus berichtete).

Das Museum bleibt wahrscheinlich, wo es ist. (Bild: mik)

Für Irritation bei den Politikern sorgte, dass dem Kantonsparlament das Zeughaus ein Jahr später immer noch als das «Nonplusultra der Standorte» vorgestellt wurde (zentralplus berichtete). Eine Spezialkommission sucht aber nach Alternativen. Sie verkündete vor einem halben Jahr: Der Fokus liege auf dem bisherigen Standort. Man prüfe, wie dieser erweitert werden könne (zentralplus berichtete).

Aktueller Stand: Warten auf die Resultate der Abklärung. Dann werde ein Planungsbericht erstellt …

Rotpol auf dem EWL-Areal

Zu guter Letzt auch ein eher neueres Projekt. 2020 verkündete die Stadt: «Rotpol» heisse der Sieger. Auf dem EWL-Areal soll ein «durchmischtes, nachhaltiges Quartier für Wohnen, Arbeiten und Freizeit» entstehen, steht auf der Projektwebsite. Für 200 Millionen Franken sollen unter anderem Wohnungen sowie Räumlichkeiten für die EWL und die bereits ortsansässigen städtischen Dienstabteilungen entstehen. Ausserdem soll künftig auch die Feuerwehr Stadt Luzern, die Zivilschutzorganisation Pilatus und der Rettungsdienst vom Luzerner Kantonsspital auf dem Areal angesiedelt werden.

Im März dieses Jahres verkündete das Bauunternehmen Halter AG, dass die Kosten um rund 31,5 Millionen Franken steigen würden. Der Stadtrat will das Projekt sistieren. Der Tenor des Stadtparlaments: Die EWL Areal AG solle die zusätzliche Zeit nutzen, um das Projekt zu überarbeiten (zentralplus berichtete).

Das Modell des EWL-Areals bleibt vorerst ein Modell. (Bild: ewi)

Aktueller Stand: Der Stadtrat will den Bericht und Antrag zum zweiten Finanzierungsschritt des EWL-Areals bis Anfang 2024 überarbeiten (zentralplus berichtete). Im Sommer 2024 sollen die Luzernerinnen voraussichtlich über die Vorlage abstimmen.

Hinweis: Wir haben beim Projekt Rotpol am 12. Dezember eine Passage ergänzt. Neben Wohnungen werden auch noch weitere Räumlichkeiten erstellt.

Verwendete Quellen
  • Medienarchiv zentralplus
  • Website Komitee Durchgangsbahnhof
  • Website EWL Areal
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22 Kommentare
  • Profilfoto von Wolhuser
    Wolhuser, 12.12.2023, 20:29 Uhr

    Im Allgemeinen hab ich das Gefühl, dass die Baupolitik im ganzen Kanton so Bürokratisch und Aufwendig geworden ist, dass Bauplanung und Bewilligung schon fast über Generationen ausgefochten werden müssen. Besstes Beispiel das Spital oder die Umfahrung in Wolhusen.

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  • Profilfoto von Hugo Ackermann
    Hugo Ackermann, 12.12.2023, 15:02 Uhr

    1859 Eröffnung des Bahnhof Luzern. Mehr als 160 Jahre Siedlungsentwicklung und Entwicklungen des Verkehrssystem Bahn hatten zur Folge, dass der Standort des Sackbahnhof und die
    Lage des Bahnhofareal (mehrere hunderttausend qm mitten im
    Stadtzentrum)seit) vielen Jahrzehnten nicht mehr den Bedürfnissen der Stadt entsprechen. Die Infrastrukturanlagen sind zu einem Hindernis für eine zukunftsfähige, zukunftsoffene (Tourismus / Bildung / Kultur / Diversifizierung der städtischen Wirtschaft / Wohnstadt) Stadtentwicklung geworden.
    Ein Grossteil des Bahnhofarcal ist seit vielen Jahrzehnten nicht mehr
    bahnbetriebsnotwendig. Der Sackbahnhof behindert die landesweite Vernetzung der Strecken und Verflüssigung des Bahnbetrieb.
    Bine Verkehrsdrehscheibe Zentralschweiz ist notwendig. Ca. 2007 hat der Kanton Luzern den bestehenden Sackbahnhof Luzern als Standort für einen Tiefbahnhof, später DBL, bestimmt. Die SBB halten sich bei der Planung an die Vorgaben der Politik. Betroffen von der verfehlten Standortwahl für eine Verkehrssdrehscheibe Zentralschweiz ist allein die Stadt Luzern. Die Stadt hat sich zur Standortwahl nie geäussert. An der Planung hat sich die Stadt nicht beteiligt. Den Lösungsvorschlag DBL-Standort Sentimatt hat die Stadt abgelehnt. Die Stadtbevölkerung blieb dazu bis heute ungefragt.
    Mit der verfehlten Standortwahl verbunden sind: ein ersatzloser Verlust betriebsnotwendiger städtischer Infrastruktur (Bahnhof-parking),während mindestens lo Jahren Grossbaustellen im Stadt-zentrum, hochgradige Beeinträchtigung des Tourismusgeschäfts (Hauptstütze der städtischen Wirtschaft), weitere Zunahme und bleibende Ueberlastung der Innenstadtmit nicht stadtteilrelevantem OeV und MIV, Verzicht auf flächendeckende städtebauliche Aufwertungen des ganzen Stadtgebiet, Verzicht auf grossen Flächenzuwachs auf dem überdachten Bahnhofkomplex Sentimatt und dem bisherigen Bahnhofareal,
    SBB und BAV haben Bedenken geäussert und Vorbehalte angemeldet. Das Bundesamt für Raumplanung hat bezüglich Verkehrsdrehscheiben Richtlinien veröffentlicht. Das Komitee DBL hält die Realisierung des Projektes DBL als keineswegs gesichert.
    Mit einem DBL Standort Sentimatt zwischen Gütsch und Kreuzstutz und einer Wendeschlaufe Musegg (www.zentralplus.ch.der unverwüstliche,,) wären die Probleme von Region, Stadt und Bahn ohne weiteren Verzug.ohne Btappierung, in relativ kurzer Bauzeit ohne Beeinträchtigung der städtischen Wirtschaft und des Bahnbetrieb während der Bauphase und mit flächendeckenden städtebaulichen Aufwertungen zu lösen. Keine Seeunterquerung, keine Tieferlegung von Geleisen in der Grundwasserzone, durchwegs bekannter solider
    Baugrund.
    Das ganze verkehrsinfrastrukturell-städtebauliche Gesamtprojekt zu einem Bruchteil der heute für die Standortvariante Sackbahnhof geschätzten Multimilliardenkosten.

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  • Profilfoto von Caroline B.
    Caroline B., 12.12.2023, 10:08 Uhr

    Dem Luzerner Stadtrat sowie vielen Grossstadträt*innen fehlt es leider einfach an Leadership und Mut. Dies überträgt sich automatisch auf die Leiter der Dienststellen sowie der Verwaltung. Man traut sich nicht bei diversen Projekten wirkich vorwärts zu machen sondern versteckt sich hinter bürokratischen Paragrafen und externen Studienaufträgen. Frei nach dem motto «ja nichts falsch machen und wenn etwas schief geht, sind die anderen schuld». Etwas mehr Unternehmertum würde auch bei den städtischen Behörden gut anstehen.

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  • Profilfoto von Marcel Linder
    Marcel Linder, 11.12.2023, 21:13 Uhr

    kein Drive und keine Visionen – das ist der Stadtrat von Luzern und viele Beamte im Schlepptau. man sinniert lieber tagelang über eine pop up Zwischennutzung auf einem Parkfeld in der Neustadt sowie überdimensionale Pflanzensäcke.

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  • Profilfoto von Franz
    Franz, 11.12.2023, 16:56 Uhr

    Beim Inseli wollte man sehr viel Platz für den Salle Modulable verbauen.
    Beim neuen Stadttheater macht man den gleichen Fehler, dass man einen schönen Platz verbauen will und der Bevölkerung wegnehmen will.
    Das Stadttheater ist heute wenn es gut geht zu 70% ausgelastet. Zukünftig wird das auch nicht ändern.
    Mein Umfeld sagt heute schon NEIN

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    • Profilfoto von Marie-Françoise Arouet
      Marie-Françoise Arouet, 11.12.2023, 19:31 Uhr

      70% ausgelastet? Die Produktionen zum Saisonstart („Dido and Aeneas“ und „Orestie“) waren sehr teuer und jämmerlich besucht. Im altgriechischen Stück waren meist mehr Menschen auf und hinter der Bühne als im Zuschauerraum. In die Theatralisierung von Werthers Leiden müssen sämtliche oberen Gymnasialklassen getrieben werden, damit überhaupt jemand kommt. Die Theaterleitung tut also das Möglichste dafür, einen Neubau nicht zu rechtfertigen.

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  • Profilfoto von Pffff
    Pffff, 11.12.2023, 15:33 Uhr

    Bei einer Links Grünen Regierung ist nicht anderes zu erwarten. Wobei ich von den Bürgerlichen mehr Durchsetzung erwarte!
    Man die Regierung die man verdient!

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  • Profilfoto von Hanspeter Flueckiger
    Hanspeter Flueckiger, 11.12.2023, 14:36 Uhr

    Das neue Luzerner Theater wird wohl nicht realisiert werden, weil die Stadt – basierend auf den aktuellen Tatsachen – kein neues Theater braucht. Diese Idee stammt aus dem Theater und dessen unmittelbaren Umfeld selbst und somit von einer Minderheit. Sieht man sich das Luzerner Theater näher an, merkt man schnell, wie dieses Umfeld/Branche funktioniert. Das Umfeld hat sich immer wieder gegen eine Weiterentwicklung gestemmt. So wurden moderne Intendanten vergrault und an grössere Theater verloren.
    Der Nutzen eines Durchgangsbahnhofes für die Pendler ist zu klein. Anstelle des Durchgangsbahnhofes ist der Pendlerverkehr in der Agglomeration zu stärken. Insbesondere auch in der Stadt Luzern. Ein paar Minuten schneller in Zürich, aber die Zentralschweiz ersäuft im Stau. Eigentlich genau mein Humor.
    Ein Museum Mitten in einem Quartier wird eher nicht selbsttragend sein. Mittlerweile hätte die Stadt andere Optionen, wenn es darum geht, dass irgendwelche Staatsbedienstete einen repräsentativen Sitz erhalten. Man müsste vielleicht dazu nicht nur den Grossen Stadtrat befragen.

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    • Profilfoto von mvonrotz
      mvonrotz, 11.12.2023, 18:45 Uhr

      Die Schlussfolgerung ist dann nicht – Luzern braucht kein neues Theater – sonder – Luzern braucht kein Theater. Niemand wird die Renovation des alten Gebäudes bezahlen! Das wäre Geld aus dem Fenster geworfen. Und nebenbei – Es gibt solche und solche moderne Intendanten. Diejenigen welche komische Dinge auf einer fast leeren Bühne präsentieren, sollen dies woanders machen! Und der Durchgangsbahnhof ist ein absolutes Muss. Luzern wird aktuell verkehrstechnisch vom Rest der Schweiz abgehängt!

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      • Profilfoto von Hanspeter Flueckiger
        Hanspeter Flueckiger, 12.12.2023, 11:15 Uhr

        Diese Schlussfolgerung erachte ich als falsch, denn das Luzerner Theater ist Teil des kulturellen Angebotes in der Stadt. Ohne ein solches Theater geht man dann halt einfach nach Zürich oder Basel. Was einige vermutlich heute schon tun, da die Qualität in diesen beiden Städten eben schon um einiges besser ist. Oder die Klientel anspruchsvoller und kulturell gebildeter. Es hat eben immer zwei Seiten. Aktuell ist das Luzerner Theater nicht in der Art und Weise ausgelastet, wie dies eigentlich sein sollte. Bleibt somit die Frage, ob sich die Verantwortlichen damit auseinandersetzen müssen, ob das Angebot zu anspruchsvoll für den grossen Teil der Luzerner Bevölkerung ist. Es könnte ja durchaus sein, das einfache Volkssagen oder Schwänke in 3 Akten beim den Zuschauern beliebter wären.

        Selbstverständlich ist der Durchgangsbahnhof an der Realität vorbei und viel zu teuer. Relevant ist nicht die Anbindung an den Rest der Schweiz. Diese Anbindung ist noch immer gegeben. Es gibt halt einfach weniger direkte Verbindungen. Diese sind aber nicht relevant.
        Relevant und prioritär zu behandeln ist der Pendlerverkehr in der Agglomeration und Zentralschweiz, denn dessen Ausbau ist Teil der Lösung, was die Problematik des Staus in der Stadt angeht. Dieser wird nämlich in erster Linie von Arbeitnehmenden versursacht, welche in der Agglomeration resp. in der Zentralschweiz arbeiten.
        Deshalb ist der Durchgangsbahnhof abzulehnen, weil eben der Nutzen und somit auch der volkswirtschaftliche Nutzen im Verhältnis zu den Kosten nicht stimmt.

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        • Profilfoto von Hegard
          Hegard, 13.12.2023, 01:05 Uhr

          Und warum schliessen zB in Zürich Theater und Kinos, wegen der grossen Nachfrage?
          Modern ist das richtige Wort! Eine Digitale Leinwand würde viele Vorteile bringen. Sogar Platzgewinn und würde nur der Umbau der Bühne verlangen, keinen Neubau. Geld sparen!

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          • Profilfoto von Marie-Françoise Arouet
            Marie-Françoise Arouet, 13.12.2023, 12:24 Uhr

            Immer wieder dieser alberne Vorschlag! Wer produziert, bespielt, bevölkert, bemöbelt diese tollen digitalen Leinwände denn? Zeigt man einfach das Aquarium der Frau Theatersirektorin?

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  • Profilfoto von Lea Gruntz
    Lea Gruntz, 11.12.2023, 13:25 Uhr

    Nur Dilletanten am Werk. Schon ein Baugesuch für drei Tische und Stühle die man rausstellen möchte braucht eine Bewilligungphase von sieben Monaten, wie will man da mit etwas grösserem zum Ziel kommen?

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  • Profilfoto von Heimwehberner
    Heimwehberner, 11.12.2023, 12:15 Uhr

    Machen die Luzerner jetzt auf «Züricher»? und bekommen nie was gebacken oder fertig? Schade um die schöne Stadt.

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  • Profilfoto von Franz
    Franz, 11.12.2023, 08:49 Uhr

    Ist doch gut, dass man wartet, bis es 100% erneuerbaren Strom, grünen Beton und nachhaltig gegossenen Stahl gibt. Der CO2-Ausstoss bei Neubauten ist immer noch viel zu hoch. Vor 2050 also gar nicht erst anfangen.

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    • Profilfoto von Tilhelm Well
      Tilhelm Well, 11.12.2023, 10:38 Uhr

      Besser gleich 2500!

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  • Profilfoto von Kritischer Blick
    Kritischer Blick, 11.12.2023, 07:34 Uhr

    CHF 200 Mio. für 72 Wohnungen? CHF 2.77 Mio. pro Wohnung? Da kann doch etwas nicht stimmen.
    Neben den abl-Wohnungen gibt es auch noch Alterswohungen von Viva Luzern. Zudem hat die Feuerwehr der Stadt Luzern, der Rettungsdienst und die ZSOpilatus ebenfalls ihren neuen Standort auf dem ewl Areal.
    Und last but not least hat die ewl sowie weitere städtische Abteilungen ihr neues Zuhause dort. Darf ich um etwas genauere Berichterstattung bitten! Herzlichen Dank.

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    • Profilfoto von Gruesse vom Einhorn Schlachthaus
      Gruesse vom Einhorn Schlachthaus, 11.12.2023, 10:19 Uhr

      Das gibt die teuersten günstigen Wohnungen der Stadtluzerner Geschichte!

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  • Profilfoto von Lucommenter
    Lucommenter, 11.12.2023, 07:09 Uhr

    Die Bus-Durchmesserperrons am Bahnhof wurden in der Aufzählung noch vergessen. Geplante Inbetriebnahme war 2018 – nun erwartet man ein Provisorium ab 2026.
    Hier ist eine Mannschaft am Werk, die keine Bälle ins Tor bringt. Das Trainerduo heisst Züsli/Borgula.

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    • Profilfoto von Joseph de Mol
      Joseph de Mol, 11.12.2023, 10:36 Uhr

      Die bräuchten also noch einen gefürchteten Zufalls-Torstürchler wie einst Marco Streller?

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    • Profilfoto von Marie-Françoise Arouet
      Marie-Françoise Arouet, 11.12.2023, 10:56 Uhr

      Im Raum steht die Drohung, dass wir im nächsten Jahr vom Regen in die Traufe kommen. Durch Vergrösserung der Mannschaft und Verstärkung der Abwehr.

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      • Profilfoto von Setzen, sechs!
        Setzen, sechs!, 11.12.2023, 11:08 Uhr

        Die Basileafizierung der Stadtluzerner Verhältnisse geht ungehindert weiter, ja. Leider werden diese ganzen Träumereien nicht analog Basel oder Zürich finanzierbar sein, da schlicht das mächtige Steuersubstrat aus wahlweise böser Big Pharma oder der noch böseren kapitalistischen Ursünde Finanzplatz nicht vorhanden ist und nie vorhanden sein wird. Aber dieses Faktum will man partout nicht wahrhaben. Und ergibt sich sorgenfrei der Utopie.

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