Stadtrat will Projekt abspecken

Luzerner entscheiden wohl im Juni 2024 über EWL-Areal

Das Modell des EWL-Areals von Nordwesten aus über das Gleisfeld hin betrachtet. (Bild: ewi)

Wegen einer Kostenexplosion liegt das Bauprojekt auf dem EWL-Areal derzeit auf Eis. Nun sagt die Stadt, wie es weitergeht: Bis Anfang 2024 will der Stadtrat den Bericht überarbeiten, damit der Kredit dazu im Sommer 2024 an die Urne kommt.

Bis Anfang 2024 will der Luzerner Stadtrat den Bericht und Antrag zum zweiten Finanzierungsschritt des EWL-Areals überarbeitet haben, wie er am Donnerstag mitteilt. In diesem beantragt er einen Planungs- und Realisierungskredit in der Höhe von 133 Millionen Franken. Mit dem Geld soll das EWL-Areal, umrahmt durch die Industrie- und Fruttstrasse sowie den Geissensteinring, überbaut werden. Doch der Antrag wurde im Mai zurückgewiesen, da die Kosten gegenüber dem ursprünglichen Plan stark gestiegen sind (zentralplus berichtete).

Zehn verschiedene Nutzer teilen sich künftig das EWL-Areal. (Bild: Stadt Luzern)

Um die Kosten zu dämpfen, will der Stadtrat deshalb bei der städtischen Nutzung des Areals abspecken. Vorgesehen sei, auf die geplanten Aussendepots für das Strasseninspektorat und Stadtgrün im zweiten Untergeschoss zu verzichten. Wie viel das letztlich bei den Kosten ausmachen wird, sei aber noch unklar. Hinzu komme, dass die Abklärungen zwischen der EWL Areal AG und dem Bauunternehmen zum Kostenanstieg noch nicht abgeschlossen seien.

Jedoch kündigt die Stadt an, dass die Resultate dieser Abklärungen Teil des überarbeiteten Bericht und Antrags sind. Mit diesem Schritt hofft die Stadt, dass sie möglichst rasch eine neue Feuerwache bauen und den gemeinnützigen Wohnungsbau fördern kann. Die Vorlage soll im März 2024 dem Grossen Stadtrat zur Beratung vorliegen, damit die Luzernerinnen voraussichtlich am 9. Juni 2024 darüber abstimmen können.

Verwendete Quellen
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