Das Feuerwerk fehlte

So kam das neue Konzept des Zuger Seefests an

Statt Feuerwerk erleuchteten Wasserfontänen und Laser am diesjährigen Seefest den Zuger Nachthimmel. (Bild: Andreas Busslinger)

Trotz Wolken und fehlendem Feuerwerk lockte das Zuger Seefest ähnlich viele Zuger an die Seebucht wie bei vergangenen Ausgaben. Die Organisatoren sind zufrieden – wollen 2024 aber etwas am Konzept ändern.

Wasserspektakel statt Feuerwerk und Flugshow: Das Zuger Seefest kam dieses Jahr in neuem Kleid daher. Die alte Variante sei zu laut, zu altmodisch und zu wenig ökologisch, hiess die Begründung (zentralplus berichtete). Einige zentralplus-Leserinnen waren ob der Änderung skeptisch: Ohne Feuerwerk sei es nur ein Fest wie jedes andere. Nun gebe es keinen Grund mehr, ans Seefest zu gehen, meinten diese.

Doch ihre Sorge war unbegründet. Dieses Jahr waren rund 20’000 Besucher am Seefest, wie Organisator Daniel Schärer von ZugSports auf Anfrage schreibt. Dies liegt ungefähr im Rahmen der letzten Jahre: Damals besuchten jeweils zwischen 15’000 und 25’000 Personen aus der Region das Seefest, je nach Wetter.

Wasserspiel kam sehr gut an

Bauchschmerzen bereitete den Veranstaltern bei der diesjährigen Ausgabe das Wetter: «Wir sind froh, dass wir ein Happy-End hatten, je nach Zeitpunkt sah es wettermässig gar nicht gut aus.» Auch machte sich die fehlende Flugshow der Patrouille Suisse bemerkbar: So spricht Schärer von einem «schwachen Start». Dank des grossen Interesses an der Wassershow «Zug Magic» setzten sich letztlich trotzdem viele Zugerinnen an die Seebucht.

Die Kombination aus Wasserfontänen, Musik, Hydroscreen, Laser, Scheinwerfer und Bild- und Videoprojektionen biete Potenzial und wurde sehr begrüsst, wie er anfügt. Doch er gibt auch zu: «Die Besucher hätten gerne beides. Feuerwerk ist und bleibt etwas, das Gross und Klein begeistert, auch wenn es viele öffentlich nicht mehr zugeben wollen.»

Kaum NFT-Plaketten verkauft

Eine weitere Neuerung am diesjährigen Zuger Seefest ist die digitale Plakette, mit der Besucher freiwillig Zug Magic finanziell unterstützen konnten. Diese ist als Non-Fungible Token (NFT) erhältlich, Unterstützerinnen können aus drei verschiedenen Motiven des Wasserspiels wählen. Diese lief jedoch weniger gut an, wie Schärer sagt. Das Thema sei zwar sehr interessant, jedoch wurde die Plakette kaum gekauft. «Die Kampagne läuft aber noch den ganzen Juli, bisher lag der Fokus auf dem Seefest und dem Start von Zug Magic.»

Mit dem neuen Konzept seien die Organisatoren gesamthaft zufrieden. «Wir haben uns richtig positioniert», ist er überzeugt. «Die Grösse des Fests ist übersichtlich, die Atmosphäre gemütlich und die Stimmung sehr familiär.» Ähnliche Reaktionen hätten sie auch aus der Bevölkerung erhalten: Die Besucher schätzten, dass die Veranstaltung nicht überladen war und «man nicht zu Tode bespasst wird». Auch seien beim Seefest Jung und Alt auf ihre Kosten gekommen.

Fürs nächste Jahr möchten sie darum die Seepromenade im selben Format bespielen. Eine Änderung planen die Organisatoren trotzdem bereits: 2024 soll schon früher am Nachmittag Livemusik gespielt werden.

Das Wasserspiel verpasst?

Kein Problem: Zug Magic findet noch bis zum 29. Juli statt. Zwischen 18 und 21 Uhr findet alle 30 Minuten eine vierminütige Wassershow statt. Von 21.40 bis 21.58 Uhr wird dann das Wasserspiel zur Multimedia-Show. Alternativ findest du hier in der Galerie zahlreiche Bilder.

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Verwendete Quellen
  • Website zum Zuger Seefest
  • Website Zug Magic
  • Schriftlicher Austausch mit Daniel Schärer, Organisator vom Zuger Seefest
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