Kosten steigen, Betten bleiben leer

Viva Luzern schliesst mit Millionen-Minus ab

Viva Luzern betreibt Altersheime aber auch Alterswohnungen – auch im Dreilinden. (Bild: Viva Luzern)

Das letzte Wirtschaftsjahr war kein gutes für Viva Luzern. Die Betreiberin von Altersheimen und Vermieterin von Alterswohnungen schloss mit einem Millionen-Minus ab.

Grund für das Minus von 1,9 Millionen Franken soll die herausfordernde Personalsituation und die tiefe Belegung der Betten gewesen sein, schreibt Viva Luzern in ihrer Medienmitteilung. Die Personalkosten seien aufgrund des Fachkräftemangels gestiegen, weil man darum auf mehr Temporärpersonal zurückgreifen musste.

Zudem seien weniger Betten belegt gewesen, als Viva angeboten hat. Es waren dennoch mehr als 800 Bewohnerinnen, die die Wohnangebote von Viva genutzt haben. Die tiefere Bettenbelegung sei auf die Coronapandemie zurückzuführen sowie auf Zimmer, die aufgrund des fehlenden Personals temporär nicht belegt wurden.

Viva sieht strategische Stossrichtung bestätigt

Die finanzielle Entwicklung bestärke Viva Luzern in der Notwendigkeit des Weges, der im Jahr 2021 mit der Strategie 2030 eingeschlagen worden sei. Geschäftsführerin Andrea Wanner erklärt: «Wir müssen unsere Angebotsstrukturen schneller dem Markt anpassen und weiterhin daran arbeiten, als attraktive Arbeitgeberin wahrgenommen zu werden.»

Die entsprechenden Projekte – wie ein Angebot in der Alterspsychiatrie, der Ausbau von Plätzen für Menschen mit einer Demenzerkrankung und die Erhöhung der Anzahl Alterswohnungen – schritten voran. Zuletzt habe Viva Luzern annonciert, im Haus Bernarda im Dreilindenquartier in Luzern 19 altersgerechte Wohnungen zu realisieren.

Verwendete Quellen
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