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Das Restaurant Gubel ist ein beliebter Ausflugsort in Menzingen. Nach fast neun Jahren kommt es nun zu einem Wirte-Wechsel. Die neuen Gastgeber setzen Traditionen fort. Und gleichzeitig eigene Akzente.
Der Gastronom Christoph Gehrig (72) wirtet seit 2013 im Restaurant Gubel bei Menzingen. Ende April findet diese Ära ein Ende. Und eine Woche später bricht bereits eine neue an.
Der Gubel, eine Anhöhe oberhalb des Klosterdorfes Menzingen, gilt als beliebter Wander- und Kraftort. Er bietet einen herrlichen Ausblick über die Stadt Zug und den See. Das hier ansässige Kloster samt Wallfahrtskirche Maria Hilf zählt zu den grössten Kapuzinerinnen-Kloster der Schweiz und beherbergt derzeit zehn Schwestern. Ihm gehört auch das Restaurant Gubel, weswegen ein Wirtewechsel auch immer Klostersache ist.
Paar war schon länger am Restaurant Gubel interessiert
Interesse an dem Lokal hat das neue Wirtepaar Angela Garofalo und Andras Kishegyi schon seit Längerem bekundet, wie uns Angela Garofalo am Telefon erklärt. «Wir standen schon vor Corona in Kontakt mit Christoph Gehrig.» Dieser habe dann die Kontaktdaten an das Kloster weitergeleitet. Vor ein paar Monaten hat das Kloster dann mit dem neuen Wirtepaar Kontakt aufgenommen.
Zwar seien noch andere Interessenten als mögliche Nachfolge im Gespräch gewesen, letztlich habe es aber für sie geklappt. Zur grossen Freude des Paars. «Ich bin in Zug aufgewachsen und lebe seit zwanzig Jahren in der Region. Und der Gubel war schon früher für mich ein Kraftort, an dem ich mich gerne aufgehalten habe.»
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Über zwanzig Jahre Gastroerfahrung
Mit der Gastronomie ist das Paar bereits vertraut. Andras Kishegyi amtet seit zwanzig Jahren in der Branche. Die letzten fünfzehn davon im Kanton Zug. Zuletzt war er als Geschäftsführer des Restaurants «Meating» in der Stadt Zug tätig.
«Das Restaurant Gubel wird bestimmt kein Gourmet-Tempel, sondern saisonale, frische und regionale Kost bieten.»
Angela Garofalo
Angela Garofalo auf der anderen Seite hat in vergangenen Jahren immer wieder in Gastro-Betrieben ausgeholfen und war auch ein paar Jahre im Restaurant Widder in Zug tätig. Heute arbeitet sie als Personaltrainerin – eine Beschäftigung, deren Pensum sie zugunsten des Restaurants reduzieren wird.
Auf den Tisch kommt Währschaftes
Was ändert sich für die Gäste der Ausflugsbeiz? An der Speisekarte nur wenig. Aus zwei Gründen. Erstens übernimmt das Wirtepaar alle festangestellten Mitarbeiter samt Koch von Vorgänger Christoph Gehring. Und zweitens ist es ein Wunsch des Klosters, dass im Restaurant Gubel gutbürgerliche Küche serviert wird. «Das Restaurant Gubel wird also bestimmt kein Gourmet-Tempel, sondern saisonale, frische und regionale Kost bieten», sagt Garofalo.
Trotzdem bleibt nicht alles gleich. Das Paar will vor allem einen regulären Abendservice mit verschiedenen Spezialitäten anbieten. Zudem sollen Hochzeits- und Taufgesellschaften der nahe gelegenen Kapelle hier ihre Feste feiern können.
Auch beim Weinkeller wird einiges gehen, wie uns Andras Kishegyi, der seine Passion als Sommelier schon im «Meating» ausleben durfte, erklärt. «Wir werden den Schweizer Wein ins Zentrum stellen. Der gehört in einem Lokal wie dem Gubel einfach dazu.» Aber, und das sagt Kishegyi fast spitzbübisch: «Ich habe noch einige Raritäten im Tresor, die ich ebenfalls anbieten werde.»
Bis zur Neueröffnung gibt es noch viel zu tun
Das Paar wird «an der Front» arbeiten, wie es gegenüber zentralplus sagen. Während er sich unter anderem um die Weinkarte kümmert, wird sie noch die Administration betreuen. Dass die beiden nun auch beruflich viel miteinander zu tun haben werden, ist für sie kein Grund zur Sorge. «Während der Corona-Pandemie waren wir auch dauernd zusammen und das hat funktioniert», sagt Angela Garofalo.
Bis das Wirtepaar die Türen des Restaurant Gubel pünktlich zum Muttertag am 8. Mai öffnet, gibt es noch einiges zu tun. Vertragsabschlüsse mit Lieferanten, Implementierung eines neuen Kassensystems und eine Umdekorierung des Gastraumes. Reservationen nimmt das Paar bereits jetzt schon entgegen, wie es auf der Webseite heisst.
Vorgänger lädt zur «Ustrinkete»
Christoph Gehrig selbst hätte gerne noch im Gubel weitergemacht, wie er gegenüber der «Zuger Zeitung» sagte. Aber das Kloster habe den Pachtvertrag per Ende April gekündigt und er wolle dem neuen Wirtepaar Platz machen. Den genauen Kündigungsgrund gab das Kloster auf Anfrage nicht bekannt. Aber bis Gehrig den Betrieb Ende Monat übergibt, lädt er Gäste noch ein letztes Mal auf den Gubel, wie er in einem Beitrag im «Amtsblatt» schreibt.
- Telefonat mit Angela Garofalo und Andras Kishegyi
- Webseite Restaurant Gubel
- Webseite Kloster Gubel
- «Amtsblatt»
- Artikel in der «Zuger Zeitung»