Winterkleider adieu: Hier kannst du deine «alten» Klamotten abgeben
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Na, langsam keinen Platz mehr an der Kleiderstange? (Bild: Becca McHaffie/Unsplash)

Tipps für Luzerner und Zuger Winterkleider adieu: Hier kannst du deine «alten» Klamotten abgeben

4 min Lesezeit 2 Kommentare 24.02.2020, 05:00 Uhr

Die grüne Welle erfasst den Kleiderschrank: Was man trägt, soll nachhaltig gekauft – und weiterverschenkt statt weggeworfen werden. Neu geht’s sogar mit wenigen Klicks. Wir zeigen, wo in Luzern und Zug du deinen nach dem Frühlingsputz aussortierten Stücken eine zweite Chance geben kannst.

Aufräumen, den Kleiderschrank ausmisten und sich von Dingen trennen soll Spass machen. Das sagt jedenfalls Marie Kondo. Die Japanerin hat eine eigene Netflix-Serie, um die ein regelrechter Hype entflammt ist. Selbst Zuger Brockis haben das gespürt: Die Leute gaben wie verrückt Ware ab (zentralplus berichtete).

Kondo rät, nur das zu behalten, was einem Freude bereitet. Trennt man sich vom Glitzer-Paillettenkleid, das man nun wirklich nicht mehr trägt, soll man sich bei ihm für die schöne Zeit bedanken – und wegpacken. Doch wohin damit?

Vorneweg: Jeans, die du noch nicht abgetragen hast, und saubere, schöne Kleidung, die jemand anderem vielleicht Freude bereiten könnte, solltest du nicht in den Mülleimer werfen.

Denn bis ein normales T-Shirt produziert ist und den Weg in deinen Kleiderschrank gefunden hat, braucht’s ganz schön viel:

Deshalb zeigen wir euch Luzernern und Zugern, wo ihr bei uns überall eure alten Kleider – die jemand anderem noch Freude bereiten könnten – abgeben kannst.

Luzern

1. Online über die Secondhand-Kiste

Neuerdings muss man zum Kleider-Abgeben nicht mal mehr das Haus verlassen, wenn man sich bis spät in die Nacht durch den Kleiderschrank geackert hat. Seit Neuestem kann man Kleider bequem online über den Secondhand-Online-Shop «Secondhand-Kiste» weiterverkaufen. Den Preis können die Käufer selbst festlegen.

So sieht die Seite derzeit aus:

(Screenshot: secondhandkiste.ch)

Drei Geschwister aus der Gemeinde Root haben diesen ins Leben berufen. Das Start-up will einen Beitrag gegen den Klimawandel leisten. «Wir wollen den Wegwerfwahn stoppen», teilen sie mit. Im Shop können sich seit Neuestem auch Private anmelden, um ihre Kleidung zu verkaufen. 85 Prozent des erzielten Umsatzes werden an den Verkäufer ausbezahlt.

2. Regal mieten beim permanenten Flohmarkt «Marta»

Wer Kleidung ausgemistet hat, die jemand anderem Freude bereiten könnte, kann diese im Geschäft «Marta» an der Bundesstrasse weiterverkaufen. Hier können Kleiderstangen oder ein ganzes Regal gemietet werden. Kostenpunkt: Zwischen 9 und 18 Franken pro Tag. Auch hier gehen 85 Prozent des erzielten Umsatzes an den Verkäufer.

3. Beim Flohmi

Jeweils am 1. und 3. Sonntag des Monats findet der beliebte Strandgut-Flohmarkt im Neubad statt. Standplätze können immer genau einen Monat vorher gebucht werden. Wer nichts verkaufen, aber nachhaltig einkaufen will: am 1. März findet der Flohmarkt das nächste Mal statt.

Auch im Treibhaus fanden in der Vergangenheit immer wieder Flohmärkte statt. Für zehn Stutz kannst du dir da einen Stand mieten. Laut Webseite ist zurzeit gerade kein neuer Flohmi geplant.

4. Beim Kleidertausch

Du willst lieber tauschen statt kaufen? Am 13. März findet in der Jugendanimation Kriens zudem ein Walk-in Closet statt – getreu diesem Motto. Die Kleidertauschbörse ist eine nachhaltige Alternative zum «unreflektierten Kleiderkonsum» und sei schonend fürs Portemonnaie, aber auch für die Umwelt, versprechen die Verantwortlichen. Maximal zehn gut erhaltene und frisch gewaschene Kleidungsstücke darfst du mitbringen – und maximal zehn Stücke ergattern.

5. Weitere Anlaufstellen

Gespendet werden kann saubere und intakte Kleidung der Caritas. Dazu gibt es in der ganzen Stadt Container:

Zudem gibt es in der Stadt einige Secondhand-Shops:

  • The Secondhand. Beim Kleiderladen an der Bruchstrasse können Kleider gespendet werden. Für deine alten Teile bekommst du maximal 30 Prozent des Preises, für den die Kleider im Geschäft verkauft werden.
  • Ali Baba am Löwengraben
  • Second Vogue an der Dornacherstrasse: Hier findest du Second-Hand und Second-Season Designer-Markenartikel
  • Ziitlos an der Mythenstrasse
  • Tootsies am Kauffmannweg

Es gilt: Die Kleider sollen in frischem und gutem Zustand sein. Achte zudem auf die Saison: Also keine Sandalen und luftige Sommerkleider im Winter, keine dicken Jacken im Sommer.

Zug

Auch für Zugerinnen und Zuger gibt es einige Anlaufstellen, wo du deine Kleidung abgeben kannst.

  • Brocki Zug an der äusseren Güterstrasse
  • Das Brockehüüsli in der Zuger Altstadt
  • [email protected]: Die beiden Secondhand-Läden an der Altgasse und an der Dorfstrasse in Baar nehmen deine Altkleidung entgegen
  • Inkognito am Zuger Postplatz
  • La Roba in der Oberaltstadt
  • ka-2 an der Schanz: international bekannte Designermarken

Der Flohmarkt, der zweimal im Jahr in der Zuger Altstadt stattfindet, erfreut sich jeweils grosser Beliebtheit. Anfangs war es nur ein Kinderflohmarkt mit 40 Ständen – im Juni letztes Jahr hat er sich zu einem Flohmi mit stolzen 170 Ständen gemausert, wie die «Luzerner Zeitung» damals berichtete. Flohmi-Liebhaber müssen sich aber bis zum 20. Juni gedulden.

Vor einigen Jahren haben wir bereits eine Tour quer durch die Zuger Secondhand-Shops gemacht – und dabei ein Ranking erstellt:

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2 Kommentare
  1. Barbara Lang, 24.02.2020, 13:02 Uhr

    Auch [email protected] nimmt Altkleider gern entgegen. Gut erhaltene Teile warten zu moderaten Preisen in einem der beiden Secondhandläden in Baar auf ihren Zweitbesitzer.

    1. Redaktion Isabelle Dahinden, 25.02.2020, 11:25 Uhr

      Liebe Frau Lang. Besten Dank für Ihre Nachricht und den Hinweis! Ich habe [email protected] in der Liste aufgenommen. Beste Grüsse, Isabelle Dahinden

Die zentralplus Redaktion wünscht Dir einen schönen Tag!

Wir möchten einfach kurz Danke sagen. Danke, dass du zentralplus liest.