Regionales Leben
Strasse ist seit Sommer autofrei

Bahnhofstrasse Luzern: Das Chaos ist ausgeblieben

Auf einem Teil der Bahnhofstrasse gilt ein Fahrverbot. (Bild: ios)

Nach jahrelangem Hickhack und befürchteten Verkehrs-Horrorszenarien zieht nun auch die Stadt eine erste Bilanz zur Teilsperrung der Bahnhofstrasse. Der Stadtrat kommt dabei zum gleichen Fazit, wie zuvor schon der Kanton: Das Drama hätte man sich sparen können.

Jahrelang fungierte die Luzerner Bahnhofstrasse vor allem als politischer Spielball, an dem sich die verschiedenen verkehrspolitischen Philosophien aufreiben konnten (zentralplus berichtete). Seit Sommer 2020 ist sie nun teilweise autofrei.

Dieser Umstand war vielen Automobilisten zunächst noch nicht wirklich bewusst, wie der Eindruck vor Ort zeigte (zentralplus berichtete). Das im Vorfeld befürchtete Verkehrschaos auf den umliegenden Strassen bestätigte sich in diesen ersten Tagen des neuen Verkehrsregimes jedoch nicht.

Vor rund einem Monat zog die Luzerner Kantonsregierung bereits ein erstes Fazit zu den Auswirkungen der Teilsperrung. Auf eine entsprechende Anfrage von Kantonsrat Marcel Omlin (SVP) kam die Regierung zum Schluss, dass die veränderte Verkehrsführung «keinen wesentlichen Einfluss auf das umliegende Strassennetz» habe (zentralplus berichtete). Nun bestätigt auch die Stadtregierung diesen Befund.

Verkehrsmonitoring läuft

Umwelt- und Mobilitätsdirektor Adrian Borgula äusserte sich im Rahmen einer Medienkonferenz zur geplanten Velostation und zur Zukunft der Bahnhofstrasse (zentralplus berichtete). Dabei erläuterte Borgula auch, dass der Verkehr auf der Bahnhoftrasse um zwischen 60 bis 80 Prozent abgenommen habe.

Um den Effekt der Teilsperrung noch genauer definieren zu können, laufe derzeit ein Verkehrsmonitoring. Im Oktober sollen die Zahlen und Erkenntnisse daraus veröffentlicht werden.

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