Die Bahnhofstrasse ist autofrei – jetzt muss es nur noch jemand den Autofahrern sagen
  • Regionales Leben
Auf einem Teil der Bahnhofstrasse gilt ein Fahrverbot. (Bild: ios)

Luzerner Polizei zieht erste Bilanz Die Bahnhofstrasse ist autofrei – jetzt muss es nur noch jemand den Autofahrern sagen

2 min Lesezeit 5 Kommentare 04.07.2020, 08:30 Uhr

Seit einer Woche gilt auf einem Abschnitt der Bahnhofstrasse ein neues Regime. Dass für einen grossen Teil der Strasse ein Fahrverbot besteht, hat sich noch nicht überall herumgesprochen. Gut möglich, dass nun Anpassungen erfolgen.

Die Bahnhofstrasse ist nicht mehr dieselbe wie noch vor einer Woche. Auf einem grossen Abschnitt wurde – nach jahrelangen Diskussionen und Verzögerungen – ein Fahrverbot eingeführt (zentralplus berichtete).

Auf Anfrage von zentralplus zieht die Luzerner Polizei ein Fazit der ersten Woche unter dem neuen Verkehrsregime. «Wir haben festgestellt, dass sich viele Verkehrsteilnehmer nicht an die neue Signalisation halten beziehungsweise diese zu wenig beachten», sagt Polizeisprecher Urs Wigger.

Dies sei zwar nicht erfreulich, komme aber nicht völlig unerwartet: «Erfahrungsgemäss braucht es immer einige Zeit, bis sich die Verkehrsteilnehmenden an neue Signalisationen gewöhnt haben.»

Polizei sucht das Gespräch

Ein Augenschein vor Ort zeigt: Gerade von der Theaterstrasse her kommen die Privatautos munter um die Ecke und fahren direkt ins Fahrverbot. Manche schauen sich sichtlich verunsichert um, während andere relativ unbekümmert die Fahrverbotstafeln «übersehen» und Richtung Bahnhof steuern.

Die Polizei sei in dieser ersten Woche vor Ort zwar präsent gewesen, allerdings lediglich «im Rahmen der normalen Patrouillentätigkeit», wie Wigger erklärt. Automobilistinnen, die sich trotz der neuen Beschilderung in die Bahnhofstrasse verirrten, wurden nicht umgehend mit Bussen bestraft: «Die Polizei hat die Verkehrsteilnehmer auf die neue Signalisation hingewiesen und mit ihnen das Gespräch gesucht.»

Dennoch hat die Polizei genug gesehen und setzt sich nun mit der Stadt zusammen, wie Urs Wigger bestätigt: «Die Luzerner Polizei hat sich diese Woche mit einem Vertreter der Stadt Luzern getroffen und ihm mögliche Änderungsvorschläge betreffend der Signalisation aufgezeigt. Die Umsetzung ist Sache der Stadt Luzern.»

Erste Anpassungen bereits ausgeführt

Und was sagt man dort zu den ersten Erfahrungen? Die Signalisation sei grundsätzlich korrekt und klar, heisst es beim Tiefbauamt auf Anfrage. Es seien darum keine neuen Schilder vorgesehen. «Bei einer Signalisationsänderung braucht es erfahrungsgemäss ein paar wenige Wochen, bis sich die Verkehrsteilnehmenden daran gewöhnt haben», sagt Projektleiter Lukas Deschwanden.

Kleinere Optimierungen seien in den nächsten Wochen aber aufgrund der Erfahrungen nicht ausgeschlossen und würden laufend vorgenommen. So seien am Knoten Winkelried zur besseren Sichtbarkeit des erweiterten Trottoirs bereits am Montag neue Markierungen (weisse Streifen entlang dem Rand) und ein zusätzlicher Leitpfosten angebracht worden.

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5 Kommentare
  1. Peter Bitterli, 04.07.2020, 17:08 Uhr

    Die Borgula-Kindergartenecke ist menschenfrei – jetzt muss es nur noch jemand den Bewohnern sagen. Oder soll da auch die Polizei nachhelfen?

  2. Andy Bürkler, 04.07.2020, 09:25 Uhr

    Und? Ist es dort jetzt schöner ohne Autos?
    Ich finde nicht.
    Für mich riecht das nur nach der spiessigen Intoleranz der ansonsten grenzenlos Toleranten.

    1. Peter Bitterli, 04.07.2020, 23:38 Uhr

      Vergessen Sie nicht, Herr Bürkler: Wenn die 27. Corona-Welle kommt, lässt sich der Borgula-Spielplatz mit einfachsten Mitteln absperren.

    2. Samuel Kneubühler, 05.07.2020, 16:58 Uhr

      Wer wie tolerant ist, spielt keine Rolle! Es geht um einen faire, und kompromissbereite Umsetzung eines Volksentscheides. Dieser liegt nun immerhin 8 Jahre zurück.

    3. wäsmeligeischt, 05.07.2020, 18:55 Uhr

      ich gebe herr kneubühler recht! bravo! peter sei lieb zu herrn borgula. denk an deinen blutdruck!

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