Fünf Gesuche noch hängig

So viele Zuger haben wegen Long Covid IV-Rente beantragt

Chronisch müde, ständig erschöpft: Wer an Long Covid leidet, ist im Alltag und bei der Arbeit eingeschränkt. (Bild: Kelly Sikkema/Unsplash)

Für viele ist die Corona-Pandemie inzwischen vorbei. Doch nicht für Personen, die an Long Covid leiden. Noch immer sind sie stark eingeschränkt, auch am Arbeitsplatz. In Zug haben 36 Betroffene eine IV-Rente beantragt.

Starke Müdigkeit und Erschöpfung, Belastungsintoleranz, Atembeschwerden oder Konzentrations- und Gedächtnisprobleme: Die Symptome von Long Covid schränken den Alltag und die Arbeitsfähigkeit von Betroffenen stark ein. Das spüren auch die IV-Stellen: 2021 hat die Zuger IV-Stelle mit 13 Long Covid-Fällen zu tun gehabt (zentralplus berichtete). Wie die «Luzerner Zeitung» schreibt, hat sich diese Zahl 2022 auf insgesamt 36 Gesuche erhöht.

Gemäss Mediensprecherin Monika Rohrer habe eine Person davon eine Rente erhalten und 17 Personen berufliche Eingliederungsmassnahmen zugesprochen bekommen. 13 Gesuche sind abgelehnt worden und fünf weitere noch hängig.

Zwar sind die 36 Long Covid-Gesuche im Vergleich zu gut 2040 Gesuchen insgesamt nur ein kleiner Teil – dafür umso komplexer. Denn bei Corona-Folgen gebe es keine klaren medizinischen Werte, sondern lediglich unspezifische Symptome zur Beurteilung, so Rohrer gegenüber der Zeitung.

Um diese Fälle zu beurteilen, beauftragt die IV-Stelle Zug deshalb den regionalen ärztlichen Dienst. Zusätzlich würden oft noch externe und unabhängige Gutachten in Auftrag gegeben.

Verwendete Quellen
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