Flüchtlinge statt Rentnerinnen

Kanton Luzern nutzt Haus in der Stadt als Asylunterkunft

Nahe des Alters- und Pflegeheim Eichhof in Luzern kommen bald Flüchtlinge unter. (Bild: Archivbild: zvg)

Der Kanton Luzern richtet in der Stadt Luzern ein neues Durchgangszentrum her. Er nutzt das Haus Diamant auf dem Areal von Viva Luzern Eichhof temporär um.

Mitten in der Stadt Luzern plant der Kanton ein neues Durchgangszentrum für Asyl- und Schutzsuchende. Dafür nutzt der Kanton das Haus Diamant auf dem Areal von Viva Luzern Eichhof um, wie er am Freitag mitteilt. Während zweieinhalb Jahren sollen dort bis zu 100 Personen unterkommen. Untergebracht werden Familien, alleinreisende Frauen, ältere Menschen, Personen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen sowie unbegleitete Minderjährige. Zudem sollen darin Jugendliche und junge Erwachsene aus dem Asylbereich beschult werden. Die Flüchtlinge werden rund um die Uhr durch Mitarbeiterinnen der Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen betreut.

Eigentlich wollte die Viva Luzern das Gebäude mittelfristig für Alterswohnungen nutzen. Doch die Asyllage im Kanton ist immer noch herausfordernd (zentralplus berichtete). Bis Ende Jahr rechnet der Kanton mit 2700 weiteren Flüchtlingen, die er aufnehmen muss. Er bemühe sich daher, nebst dem «Diamant» noch weitere Unterkünfte zu schaffen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Flüchtlinge in der Nähe des Areals Viva Luzern Eichhof unterkommen. In den Jahren 2012 und 2016 lebten Flüchtlinge in der Zivilschutzanlage Eichhof direkt daneben. Um ein gutes Nebeneinander zu gewährleisten, hat der Kanton eine Begleitgruppe gebildet, die den Austausch zwischen dem Altersheim und dem Durchgangszentrum gewährleistet. Bei Bedarf könne so beispielsweise der Sicherheitsdienst rasch ausgebaut werden.

Verwendete Quellen
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