Adios Rioja und Tapas

Am Hirschenplatz in Luzern gibt es nun doch keine Weinbar

Beim historischen Dornacherhaus auf dem Hirschenplatz sind Bauarbeiten im Gange. Aber nicht für die geplante Weinbar. (Bild: cbu)

Die Idee klang vielversprechend. An wunderschöner Lage mitten in der Luzerner Altstadt sollte eine zweistöckige Weinbar mit Feinkostladen entstehen. Wie sich nun zeigt, haben sich die Pläne aber geändert.

Im vergangenen Mai lag bei der Stadt Luzern ein Baugesuch auf, das ein spannendes Projekt ankündigte: Auf dem Hirschenplatz sollte im Haus Nummer 7, einem historischen Bau, der auch als «Dornacherhaus» bekannt ist, eine Weinbar mit dem Namen «Vinothek 1620» einziehen.

Im Erdgeschoss war die Weinbar mit 15 Plätzen angedacht. Weitere 33 Plätze waren im Obergeschoss vorgesehen, jeweils mit Blick auf den belebten Platz. Gäste sollten hier nebst – wenig überraschend – einer Vielzahl von Weinen auch hausgemachte Brote aus Urner Manufaktur, Tapas, Pizzas und «kleine Leckereien» wie Bruschetta, Plättli, Oliven, Focaccia bis zu Foie gras kaufen und essen können.

Als Vorbild für den Luzerner Betrieb diente das namensgleiche Pendant in Andermatt. Hier steht die «Vinothek 1620» mit ähnlichem Konzept in einem ebenfalls historischen Haus. Dem Nossenhaus – erbaut im Jahre 1620.

Im vergangenen Juni präsentierten sich die Schaufenster noch so. (Bild: cbu)

Angedacht war eine Eröffnung in Luzern auf Dezember. Wer heute beim Hirschenplatz an den Schaufenstern vorbeigeht, sieht allerdings nicht mehr die weissen Klebefolien, welche das Lokal ankündigten. Stattdessen wird dem geneigten Passanten ein Blick ins Innere des Lokals geboten, wo derzeit Umbauarbeiten stattfinden. Steht die Eröffnung also bald bevor? Nein. Denn auf Nachfrage von zentralplus heisst es seitens Enoteca 1620 AG: «Das Projekt in Luzern wird nicht realisiert.»

Das Konzept hätte auf einer Idee der Geschäftsführung basiert und die beiden «haben sich von dem Projekt am Standort Hirschenplatz zurückgezogen». Was nun in die Räume beim historischen Dornacherhaus einziehen wird, bleibt abzuwarten. Klar ist: Eine Weinbar wird es nicht sein.

Verwendete Quellen
  • Augenschein vor Ort
  • Schriftlicher Austausch mit Enoteca 1620 AG
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