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Umfahrung Unterägeri

Nur die Umfahrung bringt notwendige Verkehrsentlastung

Jost Arnold, Klemens Iten, Esther Monney und Matthias Buzzi vom Gründungskomitee «Pro Umfahrung Unterägeri» (v.l.n.r.)

Nach Jahren des Planens, Verhandelns und Wartens ist die Umfahrung Unterägeri zum Greifen nah. Für SVP-Kantonsrätin Esther Monney bedingt die Kleinräumigkeit des Kantons Zug ein einheitliches, ineinandergreifendes Verkehrskonzept. In dessen Mittelpunkt stehe die Entlastung der Dorfkerne, schreibt sie im Polit-Blog.

Der Grossteil des Kantonsrates hat diesen Sommer Ja gesagt zur Umfahrung Unterägeri, neun von zehn Kantonsräten aus dem Ägerital haben sich für die Umfahrung ausgesprochen. Um das zu bekräftigen, haben einige von ihnen das Komitee «Pro Umfahrung Unterägeri» gegründet. Gründungsmitglieder sind Kantonsräte der SVP, FDP, Mitte, GLP sowie SP. Auch die «IG Optimum Umfahrung Unterägeri» ist vertreten. Sie alle sind davon überzeugt, dass nur die Umfahrung die dringend notwendige Verkehrsentlastung für Unterägeri bringt.

Seit Jahrzehnten im Richtplan

Denn Unterägeri leidet seit Jahren unter dem massiven Durchgangsverkehr. Es sind bei Weitem nicht nur Autos aus Unterägeri, die den Dorfkern belasten. Täglich fahren Hunderte von Autos aus dem Kanton Schwyz durch das Ägerital. Das Problem ist also nicht hausgemacht.

Trotzdem wurde das Thema immer wieder nach hinten geschoben, weil andere Projekte im Kanton respektive im Talboden des Kantons Zug anstanden. Nach der Sanierung des Abschnittes Nidfurren–Schmittli, muss nun die logische Folge die Umfahrung Unterägeri sein. Denn durch die Kleinräumigkeit des Kantons Zug ist ein einheitliches, ineinandergreifendes Verkehrskonzept nötig.

Das Ziel dieses Konzeptes soll die Entlastung der Dorfkerne sein, damit wir im Kanton Zug wieder mehr Lebensqualität erhalten. Die Projekte müssen zeitnah umgesetzt werden, denn nur so wirkt das Gesamtkonzept. Einiges ist schon realisiert, wie etwa vor Jahren die Umfahrung Steinhausen. Projekte jüngeren Datums sind die Tangente und die Nordzufahrt Zug. Dank der Umfahrung Cham–Hünenberg ist eine Lösung im Ennetseegebiet absehbar. Nun fehlen noch die Umfahrungen Unterägeri und Zug.

Fliessender Verkehr statt Staus

Daher sind verkehrsberuhigende Massnahmen ohne die Umfahrungen nicht zielführend. Denn der Verkehr wird dadurch nicht abnehmen. Wir sind immer mehr Menschen in diesem Land und daher wird auch der Verkehr stetig zunehmen. Auch wenn Alternativen zum Auto vielleicht in Zukunft noch mehr genutzt werden, wird der Verkehr nicht weniger. Denn auch Busse, Velos und E-Autos brauchen Strassen.

Die Umfahrung ist nötig, damit Unterägeri vom Durchgangsverkehr entlastet wird. Unsere Kinder brauchen sie, damit sie wieder sicher mit dem Velo zur Schule fahren können. Unterägeri braucht sie, damit die Plätze im Dorf wieder ein Ort der Begegnung werden, wo man sich ohne störenden Strassenlärm unterhalten kann. 

Verwendete Quellen
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Dieser Blog soll den Politikerinnen und Politikern aus den Kantonen Zug und Luzern Gelegenheit geben, ihre Sicht der Dinge darzustellen. Es wird wöchentlich Bezug genommen zur aktuellen politischen Landschaft Zentralschweiz. Die Meinung von Bloggern und Gastautoren muss nicht mit jener der Redaktion übereinstimmen.
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