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Nachhaltige Luzerner Stadtentwicklung

Gespräche im Hinterhof

Nachhaltigkeit, die angespannte Wohnsituationen, Mobilität und die Attraktivität der Quartiere beschäftigen Luzern. (Bild: pixabay)

In unregelmässigen Abständen ergeben sich bei Grossstadträtin Karin Pfenninger (SP) im Hinterhof spontane Treffen. Es bieten sich Gespräche über Gott und die Welt an. Über die Themen, die ihre Nachbarinnen und sie selber beschäftigen, berichtet sie in diesem Blogpost.

Es war an einem Abend Ende Oktober im Säliquartier. Jemand kochte Kürbissuppe für alle, andere brachten Würstchen und selbstgebackenes Brot. Ein warmes Feuer trug zum gemütlichen Beisammensein bei.

Zu reden gaben an diesem Abend aus aktuellem Anlass die vergangenen Nationalratswahlen, mit deren Ausgang einige mehr, andere weniger zufrieden waren. Unterschiedliche Meinungen und Haltungen kamen zusammen und wurden diskutiert. Für mich sind solche Anlässe immer auch eine Gelegenheit, Stimmungen aufzunehmen, meine Haltung bestimmten Themen gegenüber zu schärfen und zu überdenken.

Sorgen um Klima, Wohnraum und Mobilität

Lange zu diskutieren, gab an jenem Abend der warme Herbst. Zum einen wurden die warmen und sonnigen Tage während den Herbstferien als sehr angenehm empfunden und genutzt, um Zeit draussen zu verbringen und schöne Wanderungen zu unternehmen. Zum anderen wurden aber auch Bedenken ausgedrückt, dass dieser Rekordherbst uns beschäftigen sollte – auch wenn er weniger bedrohlich wirkte als ein Hitzesommer mit Tropennächten.

Diskutiert haben wir an diesem Abend auch unsere Wohnsituation in der Stadt Luzern. Meine Gesprächspartner und ich waren uns einig, dass wir uns glücklich schätzen können und es alles andere als selbstverständlich ist, an einem Ort mitten in der Stadt einen bezahlbaren Wohnraum gefunden zu haben, der uns viel bietet: Nähe zu Bahnhof und Naherholungsgebiet in einer verkehrsberuhigten Gegend, wo Kinder bedenkenlos den Schulweg selbständig bewältigen können.

Wir können uns eine nachhaltige Stadtentwicklung leisten

Solche Gespräche motivieren mich für eine klimagerechte, attraktive und lebenswerte Stadt einzustehen. Die Stadt Luzern schaut auf gute Rechnungsergebnisse der vergangenen Jahre zurück, die Steuererträge entwickeln sich besser als erwartet und es darf davon ausgegangen werden, dass in den nächsten Jahren dauerhaft höhere Steuereinnahmen gemacht werden können. Luzern hat sich zu einer ressourcenstarken Stadt entwickelt. Dies ist erfreulich und ermutigt zu einem optimistischen Blick in die Zukunft.

Nun gilt es aber auch aus der Ressourcenstärke zu schöpfen und wichtige Entwicklungen umsichtig und nachhaltig voranzutreiben. Nachhaltige Stadtentwicklung basiert auf mehreren Säulen, der wirtschaftliche Erfolg spielt hier eine wesentliche Rolle. Bedeutend ist aber auch die sozial gerechte Verteilung dieses Erfolgs. Die vorhandenen finanziellen Mittel sollen für eine gezielte Entlastung der breiten Bevölkerung eingesetzt werden.

Investitionen in Schulraum und Klimaschutz

Zudem sind wichtige Investitionen in die Zukunft notwendig. So haben sich die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Luzern für die Klima- und Energiestrategie ausgesprochen. Die Umsetzung der Ziele und Massnahmen zur Verbesserung der Umwelt in der Stadt kostet. Diesen Beitrag zum Klimaschutz müssen wir jetzt leisten, um weiterhin in einer attraktiven Stadt leben zu können und den Folgen eines unkontrollierten Klimawandels entgegenzuwirken.

Investitionen sind auch im städtischen Schulraum notwendig, um die Schulen in Bezug auf Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiterzuentwickeln und sozialen Ungleichheiten durch unterstützende und ergänzende Schulstrukturen entgegenzuwirken.

Förderungen von Kultur notwendig

In der städtischen Kulturpolitik ist die Stärkung des kulturellen Mittelbaus von grosser Bedeutung. Kultur hat einen gesellschaftlichen Wert, der über das Unterhalten hinausgeht. Sie fördert Bildung, Kreativität, soziale Integration und das Verständnis zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Vor allem mittelgrosse Kulturbetriebe sind entscheidend, um diesen gesellschaftlichen Nutzen auf städtischer und regionaler Ebene zu gewährleisten.

In den letzten zehn Jahren ist die Förderung in diesem Bereich stagniert. Um sie wieder voranzutreiben, sind finanzielle Mittel erforderlich. Investieren wir in eine Stadt Luzern, die sich für das Leben und Wohnen unserer durchmischten Gesellschaft einsetzt, kreatives Werken in Kultur und Wirtschaft ermöglicht sowie nachhaltig Sorge trägt zur Umwelt.

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Dieser Blog soll den Politikerinnen und Politikern aus den Kantonen Zug und Luzern Gelegenheit geben, ihre Sicht der Dinge darzustellen. Es wird wöchentlich Bezug genommen zur aktuellen politischen Landschaft Zentralschweiz. Die Meinung von Bloggern und Gastautoren muss nicht mit jener der Redaktion übereinstimmen.
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