Sie haben das Restaurant da Carmen in die «Barakka» verwandelt
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Gaudenz Hitz (l.) und Thomas Sergi sind die Pächter des Clubhauses Zug 94, die «Barakka», wie sie es liebevoll nennen.

Das ehemalige «Clublokal Zug 94» hat neue Pächter Sie haben das Restaurant da Carmen in die «Barakka» verwandelt

3 min Lesezeit 1 Kommentar 02.08.2019, 05:00 Uhr

Aus dem ehemaligen Restaurant da Carmen in der Herti haben zwei Gastronomen das «Barakka» geschaffen. Das bisherige Angebot wurde angepasst, das Lokal aufgemöbelt. Auch wenn die Jungen aktuell mitten in Umbauarbeiten stecken, wird hier in wenigen Wochen der Bär steppen.

Das «Clubhaus Zug 94» gibt’s nicht mehr. Dies jedenfalls entnimmt man einer kürzlich erschienenen Meldung des Handelsregisters. Infolge Konkurses sei das Unternehmen, das unter dem Namen Ristorante da Carmen bekannt war, aufgelöst worden, liest man weiter.

Die frühere Besitzerin Carmen Hitz, die das Lokal während elf Jahren geführt hatte, führt per Telefon knapp aus: «Ich habe aus gesundheitlichen Gründen aufgehört.» Lang reden kann sie nicht, da sie im Ausland in den Ferien weilt.

Der sichere Hafen der «Tschutti-Jugend»

Das Clubhaus Zug 94 ist idyllisch zwischen Schrebergärten gebettet und diente während vieler Jahre als Vereinslokal der Zuger Fussballjunioren. Ist nun Schluss damit? Müssen sich die Jungen eine neue Vereinsbleibe suchen? Nicht doch. Denn wohl ist es so, dass Carmen Hitz ihre Schürze an den Nagel gehängt hat, doch wurde diese gleich von jemand Neuem übergezogen.

Seit Januar nämlich betreibt Carmen Hitz’ Sohn Gaudenz (31) das Lokal. Dies gemeinsam mit seinem Kindheitsfreund Thomas Sergi (33). Ein Besuch im «Barakka», wie das Lokal neu heisst, zeigt: Sehr viel Herzblut steckt in diesem Projekt. Während das Lokal gerade eine Woche geschlossen hat, bauen die beiden eine neue Bar. Bevor das Restaurant im Januar neu eröffnet wurde, wurde der Innenraum neu gestaltet. Ausserdem haben sie die Gartenbeiz erweitert.

Innovation und frische Küche als Trumpf

«Das Lokal kommt nun viel moderner daher. Man muss innovativ und aktiv sein, um Erfolg zu haben», sagt Gaudenz Hitz. Versichert aber im gleichen Atemzug, dass das Angebot an Speisen ähnlich geblieben sei. «Wir setzen auf mediterrane, frische Speisen, machen vom Pizza- über den Pastateig bis hin zum Dessert alles selber.» Der Koch ist der gleiche wie während der Ära von Carmen Hitz.

«Als mich meine Mutter gefragt hat, ob wir das Restaurant übernehmen wollen, haben wir sofort zugesagt. Und das, obwohl wir uns das vorher gar nie überlegt hatten», führt Gaudenz Hitz aus. Denn sowohl er als auch Thomas Sergi hatten beruflich ganz andere Wege eingeschlagen. Während Hitz, gelernter Koch, Maurer und Versicherungsfachmann, eine eigene Firma hat, arbeitet Sergi als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der HSLU Technik und Architektur.

Das ehemalige Restaurant da Carmen heisst neuerdings «Barakka».

«Meine Mutter hatte wegen ihrer gesundheitlichen Probleme die nötige Energie nicht mehr. Irgendwann wurden die Kosten höher als die Einkünfte», sagt Gaudenz Hitz. Nun jedoch laufe es gut. «Wir haben vieles beim Umbau selber gemacht, die Tische, die Webseite. Ausserdem haben uns Freunde bei der Gestaltung geholfen. So konnten wir die Kosten tief halten.» Generell fokussiere man sich auf ein einfaches, aber gutes Angebot.

In zwei Wochen steppt hier der Bär

«Wir bewirten die gleichen Stammkunden wie zuvor, ja eigentlich noch fast mehr. Ihnen scheint die Veränderung zu gefallen», so Hitz. «Die Fussballjunioren kommen ausserdem immer vor dem Match, um Pasta zu essen. Manchmal auch nach den Trainings. Hie und da kommen auch Spieler der 1. Liga vorbei.» Geöffnet hat das «Barakka» von Dienstag bis Samstag, jeweils mittags und abends.

Noch ist es – abgesehen vom Umbaulärm im Lokal – ziemlich ruhig rund um das «Barakka». Das wird sich in zwei Wochen drastisch ändern. Das Lokal befindet sich nämlich mitten in der Hauptzone des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests. «Für den Anlass stellen wir eine 24-Meter-Bar, Festbänke und ein Zelt auf. Ausserdem wird es drei Foodstände mit Pizza, Bratwurst und Paella geben.

Noch gibt es einiges zu tun bis dahin. «Wir haben so viele Ideen, das hört nicht auf», sagt Hitz und schmunzelt. Es ist offensichtlich, dass Sergi und er sich auf den langfristigen Erfolg der «Barakka» fokussieren. «Klar. Wir haben schliesslich auch einen 10-Jahres-Vertrag mit der Korporation», so der gelernte Koch.

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1 Kommentare
  1. Brokkoli, 24.08.2020, 17:40 Uhr

    «Der Koch ist der gleiche wie während der Ära von Carmen Hitz.»
    Könnte es sein, dass es sogar derselbe Koch ist, oder gleicht er nur dem der Ära von Carmen Hitz?

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