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Streit im FCL-Verwaltungsrat erreicht die Politik
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Die Swissporaena in Luzern. (Bild: sah)

Stadt-Politiker verlangen Antworten Streit im FCL-Verwaltungsrat erreicht die Politik

3 min Lesezeit 28.10.2019, 15:23 Uhr

Nach dem Streit unter den FCL-Investoren: Städtische Politiker von Grünen und CVP sorgen sich um die Unabhängigkeit der Stadion Luzern AG vom FC Luzern. Sie verlangen vom Stadtrat Antworten.

In der FCL-Chefetage haben sich in den letzten Tagen die Ereignisse überstürzt (zentralplus berichtete). Vergangene Woche wurde kommuniziert, dass Bernhard Alpstaeg als Investor beim FC Luzern die Aktienmehrheit der Stadion Luzern AG übernommen hat. Danach folgten etliche Rücktrittsmeldungen von Verwaltungsräten der FC Luzern Holding AG (zentralplus berichtete).

Nach dem Hahnenkampf unter den FCL-Investoren fragen sich Angestellte, Nachwuchsspieler, Fans und Geschäftspartner was zum sportlichen und finanziellen Wohl des FCL unternommen wird (zentralplus berichtete). Und nun schaltet sich auch die Politik ein.

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Die Stadtparlamentarier Christian Hochstrasser (Grüne) und Michael Zeier-Rast (CVP) fordern mit einem Vorstoss vom Stadtrat Antworten über die Turbulenzen im Umfeld des FC Luzern und dessen Investoren.

Ist Unabhängigkeit gewahrt?

«Beim Bau des neuen Stadions auf der Allmend wurde beabsichtigt, dass die Stadion Luzern AG möglichst unabhängig vom FC Luzern funktioniert», schreiben die Politiker.

Im Parlamentsprotokoll vom 25. September 2008 sei festgehalten, dass die Stadion AG die Eigentümerin der Fussballanlage sei und der FCL respektive FCL- nahe Kreise nicht mehrheitsbeteiligt sein dürfen.

Bereits 2012 wurde in der Interpellation 220 beim Stadtrat nachgefragt, ob und wie dies sichergestellt werden kann. Der Stadtrat stellte sich auf den Standpunkt, dass damals die Aktienmehrheit mit 60 Prozent bei der Eberli Generalunternehmung AG lag und darum nicht direkt FCL-nahe Kreise die Stadion AG dominieren würden.

Öffentliches Interesse sicherstellen

Heute scheinen die Unternehmen und Personen im Umfeld des FC Luzerns «in hohem Mass miteinander verbunden», so der Vorstoss. «Es scheint mit den öffentlich einsehbaren Dokumenten schwierig, eine Übersicht über die verschiedenen Abhängigkeiten zu erlangen.»

So seien etwa die Namensrechte des Stadions seit Eröffnung des Stadions an die Unternehmung des heutigen Präsidenten des Verwaltungsrats der Stadion Luzern AG und Investors sowie ehemaligen Verwaltungsrats der FC Luzern Holding AG, Bernhard Alpstaeg, vergeben.

Christian Hochstrasser und Michael Zeier-Rast wollen vom Stadtrat wissen, wie die mit dem Bau des Stadions verbunden öffentlichen Interesse längerfristig sichergestellt werden können.

Soll die Stadt das Aktienpaket kaufen?

«Wie beurteilt der Stadtrat die Situation, dass die Stadion Luzern AG inzwischen mehrheitlich von FCL-nahen Kreisen, im Besonderen offenbar persönlich durch Bernhard Alpstaeg kontrolliert wird, der neuerdings zu 80 Prozent an der Swissporarena beteiligt ist, nachdem die Eberli Generalunternehmung AG ihm ihre Aktienmehrheit von 60 Prozent verkauft hat?», wollen die Politiker wissen.

Auch das Risiko, dass die Stadion Luzern AG von strukturellen, betrieblichen und finanziellen Schwierigkeiten des FC Luzern betroffen sein könnte, bringen Grüne und CVP mit ihrem Vostoss aufs Tapet.

Ob die Stadt in der Person der städtischen Kultur- und Sportchefin Rosie Bitterli Mucha – die somit Mitglied des Verwaltungsrats der Stadion Luzern AG ist – mehr Einfluss auf das Unternehmen nehmen kann, fragen Hochstrasser und Zeier-Rast. Und: «Die Stadt hat bei Änderungen der Aktienstruktur der Stadion Luzern AG offenbar ein Vorkaufsrecht. Warum kam die Stadt Luzern zum Schluss, das Aktienpaket der Eberli AG nicht zu kaufen?»

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