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Wo Eidgenoss, Miss Helvetia und ein Panda 70’000 zum Tanz laden
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Im vergangenen Jahr besuchten rund 70’000 Personen das Luzerner Fest. Ist dies mit einer Demonstration vereinbar? (Bild: Emanuel Ammon/AURA)

Was man übers Luzerner Fest wissen muss Wo Eidgenoss, Miss Helvetia und ein Panda 70’000 zum Tanz laden

4 min Lesezeit 13.06.2017, 15:55 Uhr

Das Luzerner Fest steht vor der Türe. zentralplus zeigt, wo man trotz fehlendem Feuerwerk und gesperrten Strassen auf seine Feierrechnung kommt. Unser Überblick, damit Sie nichts verpassen und auch nach ein paar Benefiz-Bieren wohlbehalten nach Hause kommen.

Es rückt näher: Am Freitag und Samstag, 23. und 24. Juni, wird die Stadt wieder von Feierlustigen heimgesucht, wenn das Luzerner Fest die Stadt in seinen Fängen hält. Am Dienstag stellte das Organisationskomitee rund um Präsidentin Corinne Imbach die Neuigkeiten rund um das Luzerner Fest vor. Wir haben für Sie alles zusammengetragen, was es über die neunte Ausgabe des Benefizfestes zu wissen gibt.

90 Bands und DJs

Auf insgesamt 15 Festplätzen wird musikalische Unterhaltung geboten. Zu den Highlights gehören Mimiks, Monotales, Henrik Belden, Panda Lux, die Jodlerin Miss Helvetia oder der Handörgeler Urs Fischer alias Dr Eidgenoss.

Unser zentralplus-Geheimtipp: Der Ostschweizer Newcomer Crimer steht am Freitag um 21.00 Uhr beim Kapellplatz auf der Bühne. Der Musiker ist stets einen Besuch wert (zentralplus berichtete).

Schliesslich findet im KKL ein Benefizkonzert von Adrian Stern und Eliane Müller statt. Für den Event sind noch immer Tickets erhältlich.

10 Franken

Für diesen Betrag erhält man die Herzrondelle. Der Erwerb des Ansteckers unterstützt den guten Zweck und berechtigt für die Benutzung des Shuttle- oder des Blues-Schiffs (siehe nächster Punkt).

Für den Vertrieb werden rund 800 freiwillige Helfer im Einsatz sein. Kleines Zückerli für die Verkäufer: Wer Plaketten verkauft, kriegt 10 Prozent Provision, also einen Franken pro verkaufte Plakette. Verkaufstalente können sich so ein gutes Taschengeld dazuverdienen.

 

OK-Präsidentin Corinne Imbach gibt gegenüber den Medien Auskuft über das Luzerner Fest.

OK-Präsidentin Corinne Imbach gibt gegenüber den Medien Auskunft über das Luzerner Fest.

(Bild: pze)

1 Shuttle-Schiff

Wer die vollgepackte Seebrücke umgehen will, der darf – sofern er eine Herzrondelle besitzt – das «EWL-Shuttle-Schiff» benützen. In 10 Minuten wird man vom KKL zum Pavillon gebracht.

4 gemeinnützige Projekte

Mit dem Erlös werden in diesem Jahr vier Projekte unterstützt.

Die Stiftung «Der rote Faden» in Luzern wird beim Kauf von neuen Möbeln für demente Menschen unterstützt. Für die Stiftung Brändi geht ein Betrag an das Wohntrainingsprojekt, um unabhängiges Wohnen für Menschen mit Behinderung zu vereinfachen. Dem Verein Sunnehügel in Schüpfheim wird geholfen, das alte Kapuzinerkloster zu sanieren, in dem für Leute mit psychischer Beeinträchtigung oder in Krisensituationen strukturierte Timeouts angeboten werden. Und schliesslich wird der Stiftung Contenti geholfen, in der neuen ABL-Überbauung Himmelrich einzuziehen. Die Stiftung bietet Wohnplätze für Menschen mit einer Behinderung an – die neuen Wohnungen müssen nun behindertengerecht ausgebaut werden.

Sollte unerwartet viel Geld zusammenkommen, werden noch kleinere Beträge an andere soziale Projekte ausgeschüttet.

So sieht der Situationsplan des Luzerner Fests aus.

So sieht der Situationsplan des Luzerner Fests aus.

(Bild: zvg)

70’000 Besucher

So viele Menschen werden für das 9. Luzerner Fest erwartet wird. Das sind rund 5’000 Besucher weniger als 2016 – obwohl das Wetter im letzten Jahr nicht besonders gut war. 2015 besuchten noch 100’000 Menschen das Fest. Grund für den Rückgang ist auch der nächste Punkt:

0 Feuerwerke

Ein Novum in diesem Jahr: Das Feuerwerk wird aus Kostengründen gestrichen (zentralplus berichtete). Damit soll die neue Ausrichtung verstärkt betont werden: Die Besucher des Luzerner Fests sollen sich vermehrt mit dem karitativen Motto identifizieren.

Als Ersatz gibt es in diesem Jahr:

2 Lichtshows

Zum einen projiziert der Lichtkünstler David Hedinger Bilder auf den Luzerner Torbogen. Untermalt wird das Ganze mit atmosphärischer Musik. Zum anderen gestalten das Filmproduktionskollektiv «ahundredandten» die Fassade des KKL neu – ebenfalls mit Projektionen. Es soll ein Spiel aus Farben und Form geben, das seine Wirkung ebenfalls erst nach Sonnenuntergang entfalte.

16 Nachtzüge

Die SBB bietet während der Nacht 14 Extrazüge an, welche die Zentralschweiz bedienen. Zusätzlich verkehren die regulären zwei Nacht-S-Bahnen. Die nach Fahrplan verkehrenden Regional- und S-Bahnen werden grösstenteils aufgestockt durch verlängerte Kompositionen.

So sieht die Lichtshow am Torbogen aus:

Es sind weniger Züge im Einsatz als im letzten Jahr – die SBB begründet dies mit dem ausfallenden Feuerwerk. In Jahren, als das Spektakel um 23.00 Uhr vorbei war, nahm die Zahl der öV-Benützer kurz danach stark zu – dieser Effekt wird dieses Jahr ausbleiben, so die Bundesbahnen.

5 Franken

Trotz viel Bier, Freude und bereits gelöstem Retourbillett sollte man nicht vergessen: Wer nach 1.00 Uhr wieder in den Zug steigt, muss Nachtzuschlag bezahlen. Anders als in anderen Jahren zählt die Herzrondelle in diesem Jahr nicht als Nachtzuschlag. Dafür sind die Passepartout-Tageskarten und gelösten Billette bis 5 Uhr morgens gültig – und der Nachtzuschlag lässt sich über die App kaufen.

2 Feste

In diesem Jahr gibt es nicht nur das Luzerner Fest – gleichzeitig steigt das Luzerner Altstadtfest. Die kleine Benefizveranstaltung findet dieses Jahr zum zweiten Mal in Folge statt. Im letzten Jahr noch alleine, wird man nun ins grössere Luzerner Fest eingebunden – wo man sein Geld ausgibt, ist übrigens egal: Was übrig bleibt, kommt alles in denselben Topf und der «Luzerner helfen Luzernern»-Stiftung zugute.

Stadtpräsident Beat Züsli gibt Auskünft über den Verein «Luzerner helfen Luzernern».

Stadtpräsident Beat Züsli gibt Auskünft über den Verein «Luzerner helfen Luzernern».

(Bild: pze)

Über drei Millionen Franken

So viel wurde seit der Gründung 1972 an soziale Projekte und gemeinnützige Organisationen im Kanton Luzern verteilt. Das sind im Schnitt rund 70’000 Franken pro Jahr.

7 Strassen

Für das Fest müssen mehrere Strassen gesperrt werden. Am wichtigsten ist die Sperrung von Seebrücke und Schweizerhofquai: Von Samstag um 17 Uhr bis Sonntag um 4 Uhr ist der Bereich den Festbesuchern vorbehalten. Die Busse verkehren ab Luzernerhof (1, 6, 8, 19, 24, 73) , beziehungsweise ab Wey (7, 14) oder dem Löwenplatz (22, 23).

Die Parkplätze an der Bahnhofstrasse sind ab Freitag gesperrt, der Durchgangsverkehr ist ab Freitag um 7 Uhr nicht mehr zugelassen.

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