Wirtschaft
Weil familieninterne Nachfolgerin fehlt

Baarer Investmentfirma übernimmt Luzerner Schurter-Gruppe

Die Schurter-Gruppe mit Sitz in Luzern beschäftigt über 2000 Mitarbeiter. (Bild: zvg)

Der Luzerner Elektrokomponentenhersteller Schurter ist in neuen Händen. Die Gründerfamilie hat die Mehrheit des Unternehmens an die Baarer Investmentfirma Capvis verkauft.

Der Verkauf werde voraussichtlich im Frühjahr 2023 vollzogen, wie die Firma mitteilt. Über die Summe haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Die Familie Schurter begründet den Verkauf mit einer fehlenden Nachfolgelösung. Nach dem tragischen Unfalltod von Cyrill Schurter habe sich keine andere familieninterne Nachfolge abgezeichnet. Um die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens sicherzustellen, habe sich die Eigentümerfamilie «nach intensiven Diskussionen» für den Verkauf entschieden.

Die Baarer Capvis spezialisiere sich auf Mehrheitsbeteiligungen bei «führenden mittelständischen Unternehmen». Trotzdem betont das Unternehmen, dass der Verkauf am Management und der Führung wenig ändern werde. Die Marke Schurter bleibe bestehen, der Firmensitz bleibt in Luzern und die über 2200 Arbeitsplätze würden nicht beeinflusst.

Schurter ist weltweit tätig und stellt unter anderem Komponenten für die Industrie-Elektronik, die Medizintechnik, die Automobiltechnologie und die Energietechnik her. Mit Erfolg: Im Geschäftsjahr 2022 hat das Unternehmen einen Umsatz von rund 330 Millionen Franken erzielt.

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