Luzerner FDP fürchtet um Passanten

Stadt soll auf Carhaltekante vor dem Bahnhof verzichten

Wo heute Autos stehen, sollen bald Cars ihre Gäste ausladen. Jedoch nicht, wenn es nach der FDP geht. (Bild: mst)

Ein Ingenieur hat Sicherheitsbedenken zu den geplanten Carhaltekanten vor dem Bahnhof Luzern. Die städtische FDP nimmt seine Sorgen auf: Sie fordert vom Stadtrat einen Verzicht auf die umstrittene Haltekante «Y».

Die Kritik an der geplanten Carhaltekante «Y» vor dem Bahnhof Luzern reisst nicht ab. Vor kurzem hat zentralplus über die Sicherheitsbedenken eines Ingenieurs berichtet (zentralplus berichtete). Er befürchtet unter anderem, dass die Ausfahrt nach rechts – also in Richtung Inseli – für die Cars zu knapp sei.

Für die Kurve müssten sie das Trottoir befahren oder zumindest darüber schwenken. Zudem könnte das ausschwenkende Heck beim Abbiegen Fussgänger und Velofahrer treffen. Nicht zuletzt befänden sich Fussgängerinnen vor dem Zebrastreifen zum Teil im toten Winkel der Fahrzeuge. Diesen Ball nimmt nun die städtische FDP-Fraktion auf. Sie hat der Stadt bereits einige kritische Fragen zur Haltekante gestellt (zentralplus berichtete). Am Mittwoch doppelt sie nun mit einem Postulat nach.

Stadt schaffe neue Sicherheitsprobleme

Darin fordern die FDP-Grossstadträte Rieska Dommann und Alexander Stadelmann vom Stadtrat namens der Fraktion «auf die Realisierung der Haltekante Y zu verzichten». Die Achse Schweizerhofquai-Seebrücke-Bahnhofplatz sei universell als gefährlich für Velofahrer bekannt. «Es ist deshalb für die Unterzeichnenden umso unverständlicher, dass der Stadtrat gerade auf dem Bahnhofplatz neue Sicherheitsprobleme schaffen will.» Deshalb habe auch Pro Velo eine Einsprache gegen das Projekt eingereicht, so die Postulanten.

Letztlich berge die neue Carhaltekante mehr Risiken als Nutzen. Bevor die Stadt Luzern im Juni mit den Baggern auffährt, soll sie auf die Haltekante «Y» verzichten und eine besser geeignete Alternative umsetzen.

Verwendete Quellen
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