Wahlen Stadt Luzern

Keine Luzernerin will Stadtpräsidentin werden

Diese Stühle werden Ende April neu besetzt: Luzern wählt dann neue Politikerinnen in den Grossen Stadtrat, den Stadtrat und ins Stadtpräsidium. (Bild: mst)

Wer möchte ins Stadtparlament und in den Stadtrat ziehen? Die Stadt Luzern veröffentlicht am Montag erste Informationen zu kandidierenden Politikerinnen.

Ob Beat Züsli seinen Posten bei den Wahlen in der Stadt Luzern verteidigen kann oder nicht, spielt keine Rolle: Auch für die nächsten vier Jahre wird der Stadtpräsident ein Mann sein. Unter den Kandidaten für das höchste Amt der Stadt Luzern befindet sich keine Frau, wie aus der Medienmitteilung der Stadt Luzern zu den Wahlen hervorgeht.

So kandidieren für das Stadtpräsidium nebst Züsli, der von seiner eigenen Partei, der SP und den Grünen unterstützt wird, nur Stefan Sägesser von der GLP und der parteilose Urban Frye. Die Wahl Sägessers empfehlen auch die Mitte und die FDP. Derweil kämpft Urban Frye ohne Unterstützung einer Luzerner Partei. Frye sorgte im vergangenen Jahr für Schlagzeilen, nachdem er im vergangenen Herbst aus der Grünen-Partei ausgetreten ist (zentralplus berichtete).

Nur SVP ohne Jungpolitiker

Das Trio, das sich um das Stadtpräsidium bemüht, ist auch auf den Listen für den Stadtrat vertreten. Zehn weitere Politiker wollen dort ebenfalls Einsitz nehmen. Es sind dies, geordnet nach Parteizugehörigkeit:

  • Marco Baumann (FDP)
  • Anna-Sophia Spieler (JFSLU)
  • Stefan Sägesser (GLP)
  • Anna-Lena Beck (JGLP)
  • Korintha Bärtsch (Grüne)
  • Julian Gerber (JG)
  • Franziska Bitzi Staub (Mitte)
  • Benedikt Aregger (JM)
  • Beat Züsli (SP)
  • Melanie Setz (SP)
  • Zoé Stehlin (JUSO)
  • Peter With (SVP)
  • Urban Frye (parteilos)

Die Politiker sind auf ganzen 18 Wahllisten aufgeführt. Etwa auf derjenigen der «Jungen Zentrumsallianz», welche die Namen von Benedikt Aregger (Junge Mitte), Anna-Lena Beck (Junge GLP) und Anna-Sophia Spieler (Jungfreisinnige) aufführt. Oder der Liste «Gesundheit und Pflege», wo mit Pflegefachfrau Melanie Setz und Medizinstudentin Zoé Stehlin für (künftige) Fachkräfte der Branche geworben wird.

Auffällig ist zudem, dass auch Jungpolitikerinnen aus allen Parteien für die Exekutive kandidieren. Mit Ausnahme der SVP Stadt Luzern, die für die Wahlen in den Stadtrat einzig auf Peter With setzt.

Jeder Siebte wird Grossstadtrat

Für die 48 Sitze im Grossen Stadtrat bewerben sich insgesamt 341 Kandidaten auf 16 Listen. Die Listen seien aber noch nicht bereinigt, die Zahlen also noch provisorisch, merkt die Stadt Luzern an. Jede Siebte würde die Wahl schaffen, sofern die Zahlen unverändert bleiben.

Die bereinigten Listen samt Namen der Kandidatinnen für den Grossen Stadtrat wird die Stadt voraussichtlich am Freitag veröffentlichen.

So sieht die momentane Sitzverteilung des Grossen Stadtrats aus. In Klammern sind die Sitzgewinne bzw. -verluste, die aus den Wahlen 2020 resultierten:

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2 Kommentare
  • Profilfoto von Roli Greter
    Roli Greter, 04.03.2024, 22:33 Uhr

    Mit dem ersten Abschnitt werden mehrere Personen mit "Die Stadt Luzern veröffentlicht am Montag erste Informationen zu kandidierenden Politikerinnen." misgendert.

    Ist das in der Schweiz ein Straftatbestand?

    👍0Gefällt mir👏0Applaus🤔0Nachdenklich👎2Daumen runter
  • Profilfoto von Hegard
    Hegard, 04.03.2024, 18:56 Uhr

    Ich finde die Frauenquote einfach blötsinn! Kein Geschäft stellt eine unqualivizierte Person ein, ob männlich oder weiblich!
    in diesem Chaotischen Zustand ,brauchts jetzt eine Pragmatische Persönlichkeit

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