Wahlen 2024

Urban Frye will Stadtpräsident werden

Urban Frye will in den Luzener Stadtrat. (Bild: ida)

Der Parteilose Urban Frye will in die Exekutive der Stadt Luzern. Frye machte vergangenen Herbst Schlagzeile, als er bei den Grünen austrat.

«Für eine ausgewogene Stadtregierung braucht es eine unabhängige Stimme, die frei von Ideologien die Zukunft der Stadt gestaltet», schreibt Urban Frye in einer Mitteilung. Als parteiloser Stadtrat wolle er diese Stimme sein, so der Kulturwissenschaftler.

Frye ist damit der dritte Kandidat für das Luzerner Stadtpräsidium. Kommenden Frühling treten weiter der Amtsinhaber Beat Züsli (SP) und Stefan Sägesser von der GLP an. Wie Frye gegenüber der «Luzerner Zeitung» schreibt, habe er bewusst keine Listenverbindung angestrebt. Dies, da er parteiunabhängig ist.

Dies ist er erst seit Kurzem. Vergangenen Herbst macht der Kantonsrat Schlagzeilen, als er aus der Grünen-Partei austrat. Hauptgrund dafür sei deren mangelndes Engagement für die Ukraine, wie er damals erklärte. Konkret, dass die Grünen Waffenexporte in das Land ablehnen (zentralplus berichtete).

Die SP und die Grünen seien ihm bisweilen zu realitätsfremd. Nach seinem Austritt bei den Grünen politisiert er als Parteiloser im Kantonsrat. Nun will er dies auch im Luzerner Stadtrat tun. Mit je zwei links-grünen und zwei bürgerlichen Vertretungen brauche die Exekutive eine unabhängige Stimme dazwischen, schreibt Frye.

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2 Kommentare
  • Profilfoto von Hanspeter Flueckiger
    Hanspeter Flueckiger, 27.02.2024, 09:58 Uhr

    Nach Herr Züsli ein weiterer nicht repräsentativer Zeitgenosse für das Dorf Luzern. Da schämt man sich als Stadtluzerner in Grund und Boden. Wann endlich entschliesst sich Frau Bitzi Staub dazu, als Stadtpräsidentin zu kandidieren. Die Finanzen kann sie getrost noch nebenbei in Ordnung halten. Der Grosse Stadtrat kann dazu so oder so nicht beitragen.

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  • Profilfoto von Melk Christen
    Melk Christen, 26.02.2024, 08:13 Uhr

    Wie kommt er darauf, dass genau er jetzt plötzlich die "unabhängige Stimme dazwischen" darstellen soll? Ist ja ein nett ausgedachtes Konstrukt, dieses 2-1-2, aber für viele aus dem bürgerlichen Spektrum wird er weiterhin vor allem ein Grüner sein, für viele aus dem linken Spektrum hingegen eher einfach nicht mehr wählbar, nach seinem sehr unkollegialen Austritt über die Medien. Und genau einer, dem Teamplay wohl ziemlich abgeht, der soll jetzt Stadtpräsi werden? Das wäre aber keine weise Wahl.

    Er hat sich ins Offside gespielt. Damit steht er jetzt nicht plötzlich neutral in der Mitte, sondern halt einfach irgendwo daneben. Der Mann überschätzt sich. Die ausgesprochene, auch aktive Solidarität mit der Ukraine in Ehren, aber daneben (und auch ein bisschen damit) hat er bisher in erster Linie Geltungsdrang bewiesen.

    So jedenfalls meine Meinung zu dieser Kandidatur.

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