Partei reicht Initiative ein

Fangewalt: Nun soll das Stimmvolk einen Riegel schieben

Am Freitag reichte die Mitte die Fangewalt-Initiative ein. (Bild: zvg)

4500 Personen fordern ein Ende der Fangewalt bei Fussballspielen. So viele haben eine Initiative unterschrieben, die die Mitte des Kantons Luzern am Freitag eingereicht hat.

«Die zahlreichen Ausschreitungen rund um Fussballspiele haben gezeigt, dass das dringende Problem mit den Hooligans noch nicht gelöst ist. Es kann nicht sein, dass trotz bisher ergriffener Massnahmen immer noch zahlreiche Gewaltausbrüche stattfinden, welche kaum Konsequenzen für die Verursacher nach sich ziehen.»

So schreibt es die Mitte des Kantons Luzern in einer Mitteilung. Um die Regierung zum Handeln zu bewegen, lancierte die Partei vergangenen Frühsommer eine Initiative (zentralplus berichtete).

Am Freitag reichte die Mitte diese bei den Behörden ein. Wie es in der Mitteilung der Partei heisst, hätten 4500 Personen das Anliegen unterschrieben. Konkret fordern sie damit, die Einführung einer ID-Pflicht, dass die Fussballclubs betreffend An- und Rückreise der Fans stärker in die Verantwortung genommen werden und, dass ein Kaskadenmodell im Gesetz verankert wird. Letzteres beschloss die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD) kürzlich auf die kommende Saison hin einzuführen – zum Unmut der Fans und Clubs (zentralplus berichtete).

Der Mitte gingen die bisherigen Massnahmen gegen Fangewalt zu wenig weit. Kantonalpräsidentin Karin Stadelmann sagte am Freitag bei der Einreichung: «Unsere Initiative richtet sich nicht gegen den Fussball oder gar den FC Luzern. Wir wollen mit der Initiative Massnahmen einführen, sodass Ausschreitungen in und rund ums Stadion besser bekämpft werden können und gewaltfreier Fussball möglich ist.

Nun soll das Volk der Regierung Beine machen, damit diese das Problem langfristig anpackt.

Verwendete Quellen
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