Landesverweis für Serben

Schuss neben die Füsse ging nach hinten los

Das Zuger Strafgericht verurteilt den Schützen auch wegen Drogenverkaufs. (Bild: mbe.)

Das Zuger Strafgericht verurteilt einen Mann zu Freiheitsstrafe und Landesverweis. Der Grund: Er hat einem Kollegen neben die Füsse geschossen.

Sieben Jahre darf Nead K. (Namen geändert) die Schweiz nicht mehr betreten. Mit 12 Jahren kam er aus Serbien in die Schweiz, hat hier einen Job und eine Familie. Doch das Strafgericht Zug hat ihn schuldig gesprochen: wegen mehrfacher Gefährdung des Lebens, sowie mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittel- und Waffengesetz, schreibt die «Zuger Zeitung».

Der Beschuldigte hatte im Kanton Aargau nach einem Streit mit einem Kollegen eine Waffe gezückt und diesem zweimal neben die Füsse geschossen. Das Gericht entschied, dass die Schüsse, trotz einer Drohung des Kollegen, nicht gerechtfertigt waren, berichtet die «Zuger Zeitung». Nead K. habe bewusst in Kauf genommen, dass andere Personen durch abprallende Schüsse verletzt werden. Zudem habe er die Waffen weder besitzen noch bei sich führen dürfen.

Ausserdem wird der gebürtige Serbe wegen Delikten mit Kokain verurteilt. Er hat einer Bekannten die Droge zwanzigmal in drei Jahren verkauft. Und lagerte rund 200 Gramm Kokaingemisch für eine Woche in seinem Geschäftsauto, angeblich wegen einer Drohung. Das Gericht entschied, er hätte die Drohung anders abwehren müssen.

Neben dem Landesverweis verurteilt ihn das Zuger Strafgericht zu einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten, von der er 12 Monate absitzen muss. Anschliessend folgt eine Probezeit von drei Jahren. Nead K. erhält ausserdem eine Geldstrafe und eine Busse. Noch kann er Berufung einlegen.

Verwendete Quellen
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