Gesellschaft
Autonummer kommt unter den Hammer

Sechs mal die Sieben: Kennzeichen ZG 777 777 kostet über 11’000 Franken

Mehr als 11'000 Franken werden für das Kennzeichen ZG 777 777 geboten. (Bild: Screenshot)

Diese Nummer ist heiss begehrt: Im Netz wird derzeit das Zuger Kennzeichen 777 777 versteigert. Über 11’000 Franken sind bereits geboten. Der Kanton hat mit solchen Auktionen dieses Jahr schon mehr als eine halbe Million Franken eingenommen.

Besondere Autonummern sind für den Kanton Zug eine gute Einnahmequelle. Letztes Jahr ging das Kennzeichen «ZG 10» für die damalige Rekordsumme von 233’000 Franken über den Tisch. Das ist der Höchstpreis, der bis dahin in der Schweiz jemals für ein Kennzeichen geboten wurde. Den vorhergehenden Rekord erzielte letztes Jahr «VS 1», das für 160’100 Franken verkauft wurde – also rund 73’000 Franken weniger.

Kurze Kennzeichen sind Kult. Aber auch für besondere Nummernkombinationen finden sich immer wieder Interessenten, die vierstellige Beträge oder mehr bieten. Noch bis Mittwochabend um 21 Uhr läuft die derzeit heisseste Versteigerung des Kennzeichens ZG 777 777. Im Moment liegt der Preis bei 11’100 Franken, drei Bieter kämpfen um den Zuschlag.

Bis Auktionsende kann aber noch viel passieren. Bei der Versteigerung von «ZG 10» überboten sich die Interessenten am Ende im Minutentakt. Markus Feer, Leiter des Zuger Strassenverkehrsamtes, will aber keine Prognose wagen. «Jede Versteigerung hat ihre eigene Dynamik, das macht es spannend», sagt er.

Liberale Haltung zum Verkauf von Kennzeichen

Bislang ist Feer zufrieden mit den Erlösen in diesem Jahr. «Wir haben bereits über eine halbe Million Franken eingenommen», bestätigt er gegenüber zentralplus. 37’500 Franken wurden im September alleine für das Kennzeichen «ZG 57» bezahlt.

Das Zuger Strassenverkehrsamt wollte jährlich 400’000 Franken Gewinn durch solche Versteigerungen in seine Kasse erwirtschaften. Man wird also auch 2019 das Ziel übertreffen.  

Kantone versteigern seit den 90er-Jahren Wunschkennzeichnen. Allein in der Deutschschweiz sollen auf diese Weise jährlich rund 10 Millionen Franken eingenommen werden, wie SRF berichtete. Zug stieg 2018 als letzter Kanton in die Online-Versteigerungen ein,

In Zug ist der Kauf von Kennzeichen besonders attraktiv. Anders als in anderen Kantonen können die ersteigerten Nummern hier frei weiterverkauft, -vererbt oder -verschenkt werden. «Zug pflegt hier ein sehr liberales System», sagte Feer in der «Zuger Zeitung». «Wir prüfen dann, ob das Schild übertragen werden darf, also die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt sind.»

Es ist allerdings so, dass bei jedem Halterwechsel eine Bearbeitungsgebühr von 250 Franken anfällt, die auch zu bezahlen ist, wenn das Schild verschenkt wird.

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