Löhne steigen bei Frauen am stärksten

So viel (oder wenig) verdienen Luzernerinnen

Mehr als ein Viertel der im Gastgewerbe Tätigen verdienen weniger als 4200 Franken pro Monat. (Bild: Symbolbild Adobe Stock)

Der Lohn der Luzernerinnen und Luzerner steigt. Die Statistik zeigt auch: In Luzern gibt es weniger Schlechtverdiener als im Rest der Schweiz. Einige Branchen haben aber noch Aufholbedarf.

Am schlechtesten dran sind Personen, die im Gastgewerbe arbeiten. Im Schnitt verdienten dort mehr als ein Viertel der Arbeitnehmer unter 4254 Franken pro Monat, der kantonalen Tieflohngrenze. Ihnen folgen Mitarbeitende von Coiffeur- und Kosmetiksalons, Wäschereien und chemische Reinigungen. 15 Prozent der Angestellten in diesem Sektor verdienten ebenfalls so wenig.

Am meisten verdienten Personen, die in der Finanz- und Versicherungsbranche tätig waren: Die Hälfte der Mitarbeitenden erhielt hier zwischen 6200 und 10'700 Franken monatlich.

Dies zeigt eine aktuelle Statistik von Lustat, der Luzerner Statistikstelle, welche die Löhne aus dem Jahr 2022 analysierte.

Gemäss dieser Auswertung liegt der Anteil der Stellen unter der Tieflohngrenze, in allen Bereichen, mit sieben Prozent unter dem schweizerischen Durschschnitt mit neun Prozent.

Insgesamt nahmen die Durchschnittslöhne seit 2020 zu. Am stärksten stiegen sie bei den Frauen. Diese verdienen im Schnitt 5'900 Franken monatlich – das sind acht Prozent mehr als bei der letzten Erhebung vor vier Jahren. Bei den Männern stieg der Durchschnittslohn um vier Prozent auf 6400 Franken an.

Nur Tessiner und Ostschweizer verdienen weniger

Wie Lustat in einer Mitteilung schreibt, sei die Lohndifferenzen zwischen Frauen und Männern teilweise damit zu begründen, dass erwerbstätige Frauen tendenziell einen weniger hohen Bildungsabschluss hätten, seltener eine Kaderstelle besetzten und häufiger Tieflohnbranchen arbeiten würden.

Im kantonalen Vergleich liegt Luzern denn eher im unteren Drittel. In der Ostschweiz und dem Tessin liegen die Löhne noch tiefer. Am meisten verdienen die Zürcherinnen und Zürcher.

Verwendete Quellen
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