Fabio Celestini: «Ich habe kein Vertragsangebot von Luzern»
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Warum der Vertrag mit FCL-Trainer Fabio Celestini über die laufende Saison hinaus noch nicht verlängert worden ist, erscheint rätselhaft. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

FCL-Sportchef wollte zügig verlängern Fabio Celestini: «Ich habe kein Vertragsangebot von Luzern»

3 min Lesezeit 11.09.2020, 18:30 Uhr

Was ist denn da los? Im August kündigte Sportchef Remo Meyer an, dass die Vertragsverlängerung mit Fabio Celestini bloss noch eine Frage von wenigen Tagen sei. Darauf folgte der Kontakt des FCL-Trainers mit Basel – und seither ging in dieser Sache offensichtlich nichts mehr.

Die eigenartig anmutende Geschichte um die bislang ausgebliebene Verlängerung der Zusammenarbeit mit dem FC Luzern über die nächste Saison hinaus scheint das Seelenleben von Fabio Celestini nicht zu belasten (zentralplus berichtete). Zwei Tage vor Aufnahme des neuen Spielbetriebs mit dem Cupspiel in Thun strahlt der 44-jährige Romand Leichtigkeit aus.

Er hat mit der Mannschaft nach dem eng getakteten Schlussspurt in der im August abgelaufenen Meisterschaft 19/20 endlich wieder trainieren können. Und dabei bekam Celestini das Feedback, dass «die Spieler seine Vorstellung von Fussball spielen wollen und Spass daran haben».

Auf die Frage, warum denn der neue Vertrag einen Monat nach der Ankündigung von FCL-Sportchef Remo Meyer noch immer nicht unterschrieben sei, entgegnet Celestini lächelnd: «Der Klub ist mit mir und meiner Arbeit zufrieden und umgekehrt. Das ist das Wichtigste. Und das erkennt man auch in den Gesichtern aller, die für den FCL arbeiten.»

Machte das Intermezzo mit Basel etwas kaputt?

Aber dann gibt es ja erst recht keinen nachvollziehbaren Grund, warum das bis im Juni 2021 gültige Arbeitspapier noch nicht prolongiert worden ist. Hat etwa das Intermezzo mit dem FC Basel, der seine Fühler nach dem aktuell vielleicht spannendsten Übungsleiter in der Super League ausgestreckt hat, etwas kaputtgemacht in seiner Beziehung zur sportlichen FCL-Führung?

«Verstärkungen sind für meine Arbeit als Trainer sehr wichtig. Aber auch für den Klub.»

FCL-Trainer Fabio Celestini

«Nein», ist sich Celestini sicher und begründet: «Ich habe mit Remo Meyer immer klar und transparent kommuniziert. Und genau das habe ich auch an der Sitzung mit den Aktionären gemacht.»

Celestini strebt sechs Verstärkungen an

Liegt es etwa an seinem Verhalten, dass seiner Vertragsgeschichte das letzte Kapitel fehlt? Es ist zweifellos ein Zeichen der Wertschätzung für seine bisherige Arbeit, wenn seinem ursprünglichen Wunsch nach drei bis vier Verstärkungen für die am übernächsten Wochenende beginnende Meisterschaft entsprochen wird.

Mittlerweile redet Celestini gar von zwei Verteidigern, zwei Mittelfeld- und zwei Offensivspielern, die er gerne hätte – selbst wenn das aktuelle FCL-Kader schon mindestens 23 Spieler umfasst. Damit das Kader nicht unnötig aufgebläht wird, werden nach Blessing Eleke noch weitere Abgänge folgen müssen.

Doch einen Zuzug hat FCL-Sportchef Remo Meyer bislang nicht machen können. Vor Wochen hat er schon angekündigt, dass das Budget für die erste Mannschaft geringer werden muss (zentralplus berichtete). Das Transferfenster in der Schweiz wird am 12. Oktober schliessen.

Wartet er mit FCL-Bekenntnis ab?

Celestini gibt unumwunden zu, dass «Verstärkungen für mich als Trainer sehr wichtig sind». Schliesslich müsse er in den gut neun Monaten, in denen sein aktuelles Arbeitspapier noch laufe, Leistung erbringen, um sich für einen neuen Vertragsabschluss aufzudrängen. «Aber Verstärkungen», gibt er zu bedenken, «sind gleichzeitig auch für die sportliche Weiterentwicklung des FC Luzern wichtig.»

«Ich will mit Freude gute Arbeit abliefern – und dann bekomme ich ein Vertragsangebot.»

FCL-Trainer Fabio Celestini

Das führt zur Frage, ob er mit einem weiteren Bekenntnis zum FC Luzern zuwartet, bis er erkennen kann, was bei den Verstärkungen drin liegt. Doch Celestini betont: «Ich habe bis dato kein Vertragsangebot vom FC Luzern erhalten und wir haben auch nicht darüber geredet.»

Aber das scheint ihn auch nicht zu kümmern. «Mein Ziel ist so oder so das gleiche: Ich will mit Freude gute Arbeit abliefern – und dann bekomme ich ein Vertragsangebot. Entweder von Luzern oder einem anderen Interessenten.»

Fortsetzung folgt.

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