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Endspurt beim Himmelrich: Schon bald ziehen erste Mieter ein
  • Gesellschaft
Die ersten Wohnungen werden bereits im Juni 2019 bezogen. (Bild: sah)

Discounter und Pasta-Beiz sind mit dabei Endspurt beim Himmelrich: Schon bald ziehen erste Mieter ein

4 min Lesezeit 01.03.2019, 17:16 Uhr

Noch zeigt sich die Luzerner Himmelrich-Siedlung verhüllt. Doch schon im Juni werden in der heutigen Baustelle die ersten Mieter einziehen. Auch die Gewerbeflächen sind fast alle vergeben. Mit dabei: «Pastarazzi». Sie werden mit einem neuen Café und Restaurant den Betrieb aufnehmen.

In wenigen Monaten ziehen die ersten Mieter in die Himmelrich-Siedlung in Luzern. Äusserlich scheint das Riesenprojekt noch eine Riesenbaustelle. Doch ein Blick ins Innere zeigt ein anderes Bild. Die Küchen in den Wohnungen sind installiert, die Bäder sind gefliesst. In manchen Wohnungen wird bereits hellbrauner Parkett verlegt – man erwartet beinahe, dass sich bereits einige Umzugskartons in den Schlafzimmern befinden.

«Pastarazzi» mit zweitem Laden

Ganz so weit ist es aber noch nicht, denn die Siedlung wird ganzheitlich erst im September eröffnet (zentralplus berichtete). Doch von den Gewerbeflächen im Erdgeschoss sind praktisch alle Flächen vermietet. Neuster Zuzügler: «Pastarazzi». Die Initianten werden mit einem neuen Restaurant namens Petrus in das rund 350 Quadratmeter grosse Lokal an der Ecke der Clariden- und Bleicherstrasse ziehen, verrät Benno Zgraggen. Er ist Leiter Kommunikation bei der Allgemeinen Baugenossenschaft Luzern (ABL).

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Auch andere einziehende Lokale sind bereits seit einigen Wochen bekannt. Unter anderem expandiert die Pfistergassoptik und wird somit zur Himmelrichoptik und auch das neue Restaurant Majorelle findet einen Platz im Riesenkomplex (zentralplus berichtete). Auch mehrere Kleingewerbeläden, darunter die Glasperlenmanufaktur «Crea-arte» oder das Zürcher Warenhaus «Einzigart» werden einziehen. Und auch die ABL findet mit ihren Büros und Sitzungszimmern ab Juni in dem Neubau einen Platz.

Platz scheint hier vieles zu haben – wortwörtlich: besonders die hohen Decken und die grossräumig gestaltete Raumplanung im Erdgeschoss lassen die Räume riesig wirken. Durch die undurchsichtig abgedichteten Fenster verliert man bei einem Baustellenrundgang des öfteren die Orientierung. Erst ein Blick nach aussen lässt einen auf die vertraute Bundesstrasse oder auf das kleine Pärkli an der Bleichenstrasse blicken.

Viele Tante-Emma-Lädeli und ein Denner

Zwischen den insgesamt 24 Lokalen sticht ein zukünftiger Mieter besonders ins Auge: Denn neben all den Kleingeschäften ist auch ein Discount-Laden Denner angekündigt. «Wir zielen auf ein ergänzendes Angebot im Himmelrich, da wollten wir von Beginn an einen Grossverteiler, der ein Grundangebot für den täglichen Bedarf abdeckt», meint Zgraggen. Da es in unmittelbarer Nähe bereits Coop und Migros gibt, sind diese aus dem Rennen gestiegen, der Denner sei da auf der Hand gelegen.

Hier wird ein Grossraumbüro für die abl selbst entstehen.

Hier wird ein Grossraumbüro für die abl selbst entstehen.

(Bild: sah)

Bei den Wohnungen ist man noch nicht ganz so weit wie bei den Gewerbelokalen im Erdgeschoss. Erst diesen Freitag ist die dritte Etappe der Wohnungsvergabe gestartet. Dies sei jedoch nicht aus Mangel an Bewerbungen, sondern aus organisatorischen Gründen von Anfang an so geplant gewesen. Die Nachfrage sei, so Zgraggen, noch immer sehr hoch. Dementsprechend geniesst die ABL auch regen Zuwachs: «Seit Beginn des Projekts ist unsere Genossenschaft kontinuierlich gewachsen.» Mittlerweile seien es fast 12’000 Mitglieder, vor vier Jahren waren es rund 10’600.

4,5-Zimmer-Wohnungen sehr beliebt

«In einer vierten Etappe können sich dann auch Nicht-ABL-Mitglieder auf die noch verbleibenden Wohnungen bewerben», sagt Zgraggen. Zwei Drittel der insgesamt 179 Wohnungen sind bereits vermietet, jetzt geht’s an den Endspurt für das letzte Drittel.

«Es soll ein Mikrokosmos entstehen, in dem kreiert, gewohnt und gemütlich Kaffee getrunken werden kann.»

Benno Zgraggen, ABL

Dabei sei vor allem ein Wohnungstyp gefragt: «Besonders die 4,5-Zimmer-Wohnungen sind sehr beliebt», so Zgraggen. Bei diesen hätten jedoch Familien den Vorrang, obwohl sich auch viele Paare bewerben würden. Denn die ABL setzt auf ein Mischverhältnis aus Bewohnern. «Es soll ein Mikrokosmos entstehen, in dem kreiert, gewohnt und gemütlich Kaffee getrunken werden kann.» Die Gemeinschaft steht dabei im Zentrum und soll durch gemeinsame Aktivitäten, Plätze zum Verweilen oder einen Partyraum gestärkt werden.

«Schwemmboden» barg Schwierigkeiten

Die Gewerbevermietung war ein längerer Prozess, erzählt Zgraggen: «Das Ganze hat nun rund zwei Jahre gedauert.» Doch auch damit hätten die Verantwortlichen gerechnet, denn die Vermietung von Gewerbeflächen sei von Natur aus komplizierter als die Vermietung von Wohnungen. Da die Räume im Rohbau übernommen würden, gelte es beispielsweise, den Innenausbau zu klären. Auch die Mietverträge seien dabei viel umfassender zu gestalten.

Grössere Probleme gab es im insgesamt 170 Millionen Franken schweren Projekt bisher keine. «Zu Beginn lief der Aushub der Baugrube etwas langsamer als geplant», erzählt Zgraggen. «Die Häuser seien auf sogenanntem Schwemmland gebaut. Es kam vor, dass wir auf Zonen gestossen sind, die aus komprimiertem Sand und Wasser bestand.» Die Teile habe man entfernt und mit Ersatzmaterial ersetzt. «Deshalb haben die Aushubarbeiten rund vier Monate länger gedauert als geplant.»

Zweite grosse Bauetappe in den Startlöchern

Mittlerweile sei man jedoch gut im Zeitplan und konkretisiere bereits die zweite Bauetappe: die Zwischennutzung und den Rückbau der Gebäude an der Claridenstrasse. Diese sollen, wie bereits zuvor die Gebäude der Himmelrichstrasse im Sommer zwischengenutzt werden (zentralplus berichtete), um dann schliesslich ebenfalls abgerissen zu werden. Erst 2022 wird dann die ganze Überbauung mit insgesamt 250 Wohnungen fertig sein.

Hier einige Eindrücke aus der Baustelle der Himmelrich-Siedlung:

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