Drei junge Herren übernehmen die Buvette am Zuger Alpenquai
  • Gesellschaft
Die drei künftigen Buvette-Betreiber Jonas Mehr, Kevin Horat und Tim Steffen (v.l.). (Bild: zvg)

«Quai Pasa» soll eine nachhaltige Sommerbar werden Drei junge Herren übernehmen die Buvette am Zuger Alpenquai

3 min Lesezeit 2 Kommentare 05.06.2020, 14:58 Uhr

Den Tag gemütlich am Alpenquai mit einem erfrischenden Getränk an einer Buvette ausklingen lassen, das wird bald möglich sein. Anfang Sommerferien nimmt «Quai Pasa» am Alpenquai den Betrieb auf. Es soll ein attraktiver Treffpunkt für Jung und Alt werden, der zum Verweilen einlädt. Die Sommer-Buvette wird von drei jungen Zugern betrieben, die mit ihrem überzeugenden Konzept die Lebensqualität in Zug steigern möchten.

Ende März schrieb die Stadt Zug einen Standplatz für den Betrieb einer Buvette beim Kiesplatz Schützenmatt (Alpenquai) in einem offenen Verfahren aus. Ziel der Sommer-Buvette ist, die Seeanlagen auch in den späten Abendstunden mit einem durchmischten Publikum zu beleben, wie die Stadt Zug in einer Mitteilung schreibt.

Die Stadt Zug stützt sich auf die guten Erfahrungen mit dem Gastrokonzept beim Badeplatz Siehbach (Männerbadi). Der Betrieb des Kiosks habe sich gemäss Stadt positiv auf das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung ausgewirkt, ausserdem seien weniger Littering und Sachbeschädigungen festgestellt worden. Die Vergabe des Standplatzes erfolge vorerst für eine Sommersaison. Bei gegenseitiger Erfüllung der Erwartungen wird der Vertrag um weitere vier Jahre verlängert.

Jung, aber nicht unerfahren

Überzeugt hat das Konzept der drei jungen Zuger Kevin Horat, Jonas Mehr und Tim Steffen.

Ihr breites Know-How in den Bereichen Gastronomie, Nachhaltigkeit und Kultur bilde die optimale Voraussetzung für einen erfolgreichen Betrieb, ist die Stadt Zug überzeugt.

Wer sind die drei künftigen Buvette-Betreiber? «Wir sind alle drei im Kanton Zug aufgewachsen», erklärt Jonas Mehr. Der Umweltingenieur beschäftigt sich seit Jahren mit Nachhaltigkeitsfragen und ist nebenbei als Programmleiter beim Waldstock Festival aktiv.

«Wir haben klare Werte und Überzeugungen, welche wir mit dem Quai Pasa leben möchten.»

Jonas Mehr, einer der Betreiber des Zuger Buvette

«Wir haben alle unterschiedliche Hintergründe, welche bei diesem Projekt zusammenkommen und sich gegenseitig bereichern», so Mehr. Kevin Horat bringt als gelernter Konditor-Confiseur und Verpflegungsverantwortlicher bei einem Zuger Mittagstisch ebenso Gastro-Erfahrung mit wie der selbstständige Gastronom Tim Steffen.

Details zum Konzept will Mehr noch nicht verraten. Nur soviel: «Wir haben klare Werte und Überzeugungen, welche wir mit dem Quai Pasa leben möchten.»

Gemäss Stadt Zug setze das Gastrokonzept von «Quai Pasa», spanisch que pasa für «was läuft», konsequent auf saisonale Produkte, lokale Partnerbetriebe und wo möglich auf innovative Kleinbetriebe.

Die fairen Preise und das geplante punktuelle Kulturangebot würden eine Durchmischung verschiedener Kulturen und Generationen und somit eine gesellschaftliche Aufwertung ermöglichen.

Visualisierung der Buvette, welche anfangs Sommerferien eröffnet werden soll. (Bild: zvg)

Möglichst kein Abfall, so die Devise

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Konzepts sei der Umgang mit Abfall. Die Betreiber wollen möglichst keinen Abfall generieren. Bei Liefertransporten sowie bei der Ausgabe von Speisen und Getränken sollen ausschliesslich Mehrwegsysteme zum Einsatz kommen und Food-Waste soll mit einem gezielten Angebot und einer «Es het solangs het»-Philosophie auf ein Minimum reduziert werden.

Ähnlich also wie bei der «Volière» beim Luzerner Inseli, welche jährlich vom Jugendradio 3Fach geführt wird.

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2 Kommentare
  1. QC, 05.06.2020, 18:23 Uhr

    Sehr Kuul. Muss wohl wieder uf Zug ziehen

  2. Christoph Iten, 05.06.2020, 15:56 Uhr

    Klingt vielversprechend – ich freu› mich auf ein Bier bei euch 🙂

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