Sind während der vergangenen Saison kaum negativ aufgefallen: Die Fans des FC Luzern. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
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Sind während der vergangenen Saison kaum negativ aufgefallen: Die Fans des FC Luzern. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

Fans sei Dank: Nun klingelt's wohl in der FCL-Kasse

3min Lesezeit

Kaum Ausschreitungen und nur vereinzelt negative Zwischenfälle. So lautet die erfreuliche Bilanz der letzten Saison des FC Luzern. Das positive Verhalten seiner Fans und der auswärtigen Matchbesucher könnte sich für den FCL nun auch finanziell auszahlen.

Die Fussballsaison 2017/2018 ist im Hinblick auf Gewalt im Umfeld der Fussballspiele der FC Luzern-Innerschweiz AG mehrheitlich ruhig und sicher verlaufen. Dies stellen die Beteiligten des «Runden Tisch Fussball» fest, wie das Luzerner Sicherheitsdepartement in einer Mitteilung schreibt. Abgesehen von wenigen Zwischenfällen, hauptsächlich mit Gästefans, seien keine nennenswerte Ausschreitungen zwischen Fanlagern oder mit der Polizei zu verzeichnen gewesen.

Dialog war zielführend

Der «Runde Tisch Fussball» wird vom Vorsteher des Justiz- und Sicherheitsdepartements (JSD) in der Regel einmal jährlich einberufen. Zu diesem Gremium gehören der FCL, die Fanarbeit Luzern, die beiden Dachorganisationen der FCL-Fans «United Supporters Luzern» und Vereinigte FCL-Fanclubs.

Hinzu gesellen sich die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) sowie die Luzerner Polizei und die Behörden von Stadt und Kanton. Im Rahmen dieser Treffen tauschen sich die Akteure aus, besprechen anstehende Probleme und erarbeiten gemeinsam Lösungswege.

Laut dem JSD war der Austausch auch in der vergangenen Saison sehr fruchtbar: «Die gute Situation in der abgelaufenen Saison lässt sich im Wesentlichen auf den verbindlichen, institutionalisierten Dialog zwischen allen Beteiligten zurück», so die Beteiligten des «runden Tisches». 

Eher wenige Vorfälle

Zwischenfälle waren bei der Qualifikation zur Europa League, dem Cup-Spiel gegen den SC Kriens, den Heimspielen gegen den FC Zürich und dem Heimspiel gegen den FC Basel zu bewältigen. «Diese im Gesamtverhältnis wenigen Ereignisse trüben die positive Bilanz der vergangenen Spielsaison leicht», räumt das JSD ein.

Als Reaktion darauf hätten die am «Runden Tisch» versammelten Organisationen die Herausforderungen aber genau analysiert, besprochen und Verbesserungen umgesetzt. Die Kommunikation mit der Quartierbevölkerung und zwischen den Organisationen sei verstärkt worden, so die Verantwortlichen.

So viel Geld erhielt der FCL 2017 zurück

100'000 Franken aufgrund der positiven Audits in Bezug auf die Umsetzung der Auflagen und Sicherheitsstandards im Stadion

85'000 Franken aufgrund des Ausbleiben von Ausschreitungen ausserhalb des Stadions

50'000 Franken Anteil an Infrastrukturinvestitionen, die der Sicherheit dienen

110'000 Franken Bonustransfer aus den Vorsaisons

Der FCL und der Kanton Luzern stellen weiterhin mit namhaften finanziellen Ressourcen die Sicherheit im Umfeld der Fussballspiele sicher. Der FCL mit seinen privaten Sicherheitsleuten im Stadion, die Luzerner Polizei mit ihren Mitarbeitenden im Ordnungsdienst im öffentlichen Raum.

Jetzt klingelt's wohl in der Clubkasse

Gestützt auf eine Vereinbarung aus dem Jahr 2016 zahlt der FCL einen grösseren Betrag an die Polizeikosten. Eine Pauschale von 870'000 Franken wird seither jedes Jahr fällig. Kommt es in und um das Stadion zu keinen grösseren Vorfällen, erhält der Club jedoch einen Teil des Geldes zurück (zentralplus berichtete).

Dank der erneuten erfreulichen Sicherheitsbilanz kann der FC Luzern wohl wie bereits im vergangenen Jahr wieder mit viel Geld rechnen. Von den einbezahlten 870'000 Franken bekam der Club für das letzte Kalenderjahr 345'000 Franken wieder zurück (siehe Box). Der Verein musste schlussendlich also «nur» noch 525'000 Franken zur Sicherheit beisteuern.

«Wenn sich die erste Hälfte der neuen Saison analog zur letzten gestaltet, wird sich der Betrag auch Ende dieses Jahres wieder im ähnlichen Rahmen bewegen», sagt Erwin Rast, Kommunikationsverantwortlicher beim JSD auf Anfrage.

Da sich der rückerstattete Betrag indes nach dem Kalender und nicht nach der Fussballsaison richtet, kann die Summe erst am 31. Dezember definitiv beziffert werden. Beim FCL wird man also hoffen, dass dieses Jahr so zu Ende geht, wie es angefangen hat.

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