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Centro Español eröffnet vermutlich an Ostern neu
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Das Vereinsheim des «Centro Español» in der Zuger Kollermühle wurde Ende August 2017 durch einen Kabelbrand bis auf die Grundmauern zerstört. (Bild: woz)

Der neue Standort ist auch der Alte Centro Español eröffnet vermutlich an Ostern neu

3 min Lesezeit 30.01.2018, 12:03 Uhr

Derzeit überwintert der spanische Verein Zug bei den türkischen Kollegen. Aufgrund eines Kabelbrandes brannte das «Centro Español» im letzten August vollständig ab. Nun wurden Pläne für einen provisorischen Ersatzbau eingereicht, welche die Stadt überzeugt haben – das Baugesuch liegt auf.

Momentan gibt’s Paella in der alten Kantine des ehemalien Kantonsspitals: Über den Winter erhalten Zugs Spanier Obdach beim türkischen Kulturverein, der Eröffnungsapero fand anfangs Dezember statt (zentralplus berichtete).

Rückkehr an alten Standort gewünscht

Trotzdem: Der eigentliche Wunsch des Vereins war es immer, an den alten Standort zurückzukehren – das betonte der Präsident Antonio Rodriguez mehrmals (zentralplus berichtete). Deshalb wird sich das neue Centro Español vom Alten nicht gross unterscheiden.

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Es wird sich wieder an der Chamerstrasse 169 befinden, einstöckig sein und über einen Restaurantbereich, eine Küche, ein Büro und ein Lager verfügen. «Es entspricht eigentlich dem alten Centro auch bezüglich der Fläche. Die Idee ist, dass die Gäste wieder zu ihrem gewohnten Spanier gehen können», sagt Alberto Casco, Architekt aus Hünenberg, zur «Luzerner Zeitung». Anfang November letzten Jahres habe er für den spanischen Verein die Konzeptidee für das Containerprovisorium als neues Vereinslokal bei der Eigentümerin des Grundstücks, der Stadt Zug, eingereicht.

Türkische Flagge neben der spanischen im alten Zuger Kantonsspital.

Momentan vereint: Türkische Flagge neben der spanischen im alten Zuger Kantonsspital.

(Bild: mam)

Stadtrat ist überzeugt

Der Stadtrat habe das Konzept nun gutgeheissen, welches derzeit beim städtischen Baudepartement aufliegt. Die Einsprachefrist dauert noch bis und mit 14. Februar. «Wir hoffen, dass alles gut geht und das neue alte Centro schon an Ostern dieses Jahr eröffnet werden kann», sagt Casco weiter. Spätestens soll die Eröffnung aber im Sommer erfolgen können.

Nur ein Provisorium

Wie es langfristig mit dem Standort Choller weitergeht, ist allerdings nicht sicher. Schon vor dem Brand begann die Stadt mit einer Machbarkeitsstudie für das Areal. Eruiert werden sollte, wie dieses effizienter genutzt werden kann, möglicherweise als Standort von Räumlichkeiten gleich mehrerer Kulturvereine. Deswegen wird das Centro Español ein Provisorium sein.

«Der Stadtrat hat sich für dieses ausgesprochen bis zum Zeitpunkt einer Realisierung eines definitiven Vereinshauses oder ähnlicher Nutzung an dem Standort», so Christian Weber, Leiter Immobilien bei der Stadt Zug. Dies dauere mit allen politischen Prozessen erfahrungsgemäss zirka sieben Jahre. Dass gute an der Containerlösung sei, dass diese problemlos im Anschluss anderswertig weiterverwendet werden könnte, ergänzt Casco weiter gegenüber der LZ.

Mietzins verdoppelt sich

Die Kosten für das Provisorium – zirka 350’000 Franken – werde die Stadt Zug übernehmen. Dies entspreche der Gebäudeversicherungssumme. «Wir werden die Kosten fürs Provisorium dann bis zum Ende der Mietdauer durch die Miete refinanzieren», so Casco. Der Zins werde dadurch rund doppelt so hoch sein wie bisher. «Das sollten wir aber schaffen.» Viel wichtiger sei es, dass der Verein über das Centro wieder zu Einnahmen komme, denn diese würden auch dazu verwendet, hilfsbedürftige spanische Familien im Kanton Zug zu unterstützen.

Die Feuerwehr bei den Löscharbeiten am «Centro Españo» an der Chamerstrasse.

Ein Kabelbrand war schuld am Feuer im «Centro Español»: Totalschaden am Gebäude und ein Bahnstrecken-Unterbruch waren die Folge.

(Bild: zvg/Zuger Polizei)

Mit Einsprachen rechne die Bauherrin, die Stadt Zug, nicht. «Das Centro geniesst hohe Akzeptanz», so Weber. Allerdings sei es möglich, dass die SBB aufgrund der Nähe zu den Bahnanlagen gewisse Auflagen machen würden. Denn der Brand im August hatte auch zu einem zweistündigen Unterbruch auf der wichtigen Strecke Luzern–Zürich geführt.

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