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Bypass: Krienser zücken bald  ihren grössten Trumpf
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Das ist die Visualisierung des Bundes: Die Krienser wollen aber einen Tunnel bis zum Schlund. (Bild: Visualisierung astra)

Überdachung bis zum Schlund-Tunnel Bypass: Krienser zücken bald ihren grössten Trumpf

3 min Lesezeit 20.05.2020, 18:45 Uhr

Das Milliardenprojekt Bypass wird im Juni öffentlich aufgelegt. Kriens wehrt sich gegen die offen geführte Autobahn und verlangt eine längere Überdachung. Um zu zeigen, wie das aussehen könnte, hat die Stadt eine städtebauliche Vision entworfen.

Eines der beiden Grossprojekte für den Luzerner Verkehr nimmt bald Formen an. Nach der coronabedingten Verschiebung wird das Ausführungsprojekt Bypass Luzern ab dem 8. Juni öffentlich aufgelegt.

Bereits beschlossen ist eine Einsprache der Stadt Luzern. Eine solche wird auch aus Kriens erfolgen. Der Widerstand, insbesondere gegen die teilweise offen geführte Strecke, ist gross und nach wie vor breit abgestützt.

Das hat sich auch diesen Montag im Luzerner Kantonsrat gezeigt, wo sich Krienser Vertreter aller Parteien dafür starkmachten, dass der Kanton seine Kasse für flankierende Massnahmen öffnet. Die Regierung will eine entsprechende gesetzliche Grundlage nicht sofort schaffen, aber zumindest prüfen (zentralplus berichtete).

Vision für eine Autobahn im urbanen Kontext

Am Rande der Kantonsratssitzung wurde publik, dass die Stadt Kriens im Hintergrund bereits den nächsten Schritt vorbereitet. Demnächst werde eine Vision präsentiert, die für Gesprächsstoff sorgen werde, sagte SVP-Kantonsrat Räto Camenisch. Schon länger ist klar: Die «Kriegskasse» der ansonsten finanziell arg gebeutelten Stadt ist bekanntlich gefüllt, ein Experte für den Widerstand engagiert (zentralplus berichtete).

«Wir wollen zeigen, wie ein Autobahnbau im urbanen Kontext aussehen könnte.»

Cyrill Wiget, Stadtpräsident Kriens

Auf Anfrage von zentralplus bestätigt der Krienser Stadtpräsident Cyrill Wiget (Grüne), dass eine städtebauliche Vision erarbeitet wurde. «Wir wollen zeigen, wie ein Autobahnbau im urbanen Kontext aussehen könnte.» Dabei geht es um das rund einen Kilometer lange Stück zwischen dem Südportal des Bypasstunnels und dem Tunnel Schlund, das die Stadt Kriens überdachen möchte.

Wie die städtebauliche Vision namens «Chance Bypass» daherkommt, bleibt vorerst noch unter Verschluss. Der Stadtpräsident will zurzeit noch keine Details zum Vorschlag preisgeben. Man wolle zuerst das Auflageprojekt des Bundesamts für Strassen (Astra) abwarten.

Ass wird Mitte Juni ausgespielt

Auch die Frage, wer die Vision erstellt hat und ob das Dokument Aussagen zu den Kosten einer solchen Überdachung macht, lässt Wiget noch offen. «Für uns stehen dabei weder die Kosten noch die technische Umsetzung im Vordergrund: Wir wollen vielmehr im Sinne eines konstruktiven Beitrags zeigen, dass eine bessere Lösung möglich ist», so Wiget. Anders als die Stadt Luzern bei der Spange Nord sei die Stadt Kriens nicht grundsätzlich gegen den Bypass.

Das Geheimnis lüften will die Gemeinde am 15. Juni. Dann wird die städtebauliche Vision laut Cyrill Wiget der Öffentlichkeit präsentiert.

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