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Bald machen die Gäste ihr Essen selber
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An der Waldstätterstrasse wird bald ein Do-it-yourself-Restaurant einziehen. (Bild: bra)

News aus der Luzerner Gastroszene Bald machen die Gäste ihr Essen selber

4 min Lesezeit 20.01.2016, 12:13 Uhr

In der Luzerner Neustadt entstehen gleich zwei neue Gastrobetriebe: Das «Hinicht» und ein «Genuss-Atelier», dessen Name noch nicht ganz feststeht. Bei beiden Projekten tauchen bekannte Namen auf. Und was läuft eigentlich beim «Elios»?

Da kommt Bewegung in die Stadtluzerner Gastroszene. In der Neustadt schiessen gleich zwei neue Betriebe aus dem Boden. Und apropos News: Wie steht es eigentlich um die Restaurant-Bar «Elios» an der Tribschenstrasse? Seit dem Brand vor zweieinhalb Jahren hörte man da nicht mehr viel. Wir haben mit den Verantwortlichen gesprochen.

«Es soll ein Mix werden aus Lernen, Erleben und Machen.»

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Simone Müller-Staubli, Corbeau AG


Das «Genuss-Atelier»: Ein Do-it-yourself-Restaurant

Zum Baugesuch Nummer eins: Offenbar eröffnet an der Waldstätterstrasse 18 bald etwas «noch nie Dagewesenes». In den Räumlichkeiten der ehemaligen Galerie Erni, wo sich zurzeit etliche Weinflaschen hinter verdreckten Schaufenstern türmen, plant die Corbeau AG ein Konzept-Restaurant.

Corbeau AG? Einigen mag das bekannt vorkommen. Dahinter stehen die Ideengeberin Simone Müller-Staubli zusammen mit dem Mill’Feuille-Gründer Samuel Vörös, der sich in Luzern bereits als Geschäftsführer im Dienste der Tavolago («Lutz», «Stern» etc.) einen Namen gemacht hat. Heute ist Vörös Inhaber des «Bodu» am Kornmarkt. 

Die Räume der ehemaligen Galerie Erni

Das neue Restaurant soll ein «Genuss-Atelier» werden, wie Simone Müller-Staubli erklärt. Wie das Lokal schlussendlich heissen soll, steht noch nicht fest. Man wage sich auf neues Terrain: «Es handelt sich nicht um einen Betrieb im klassischen Sinne. Es soll ein Mix werden aus Lernen, Erleben und Machen.» Das Gastrokonzept stehe auf diesen drei Beinen. 

Dazu wird die ehemalige Galerie Erni zu einer Art Werkstatt-Restaurant umfunktioniert. Im denkmalgeschützten Gebäude müssen zuerst eine neue Lüftung her, eine komplette Küche sowie eine Inneneinrichtung mit viel Holz.

Den Gästen werden im künftigen «Genuss-Atelier» zusätzlich Koch- und Barkurse angeboten. «Das Selbermachen ist heute bei vielen beliebt», sagt Müller-Staubli, die zusammen mit fünf bis sechs Mitarbeitenden für den Betrieb zuständig sein wird.

Selbermachen und dafür noch bezahlen? «Wer nur konsumieren möchte, ist selbstverständlich ebenfalls willkommen», sagt Müller-Staubli. Das kulinarische Spektrum werde breit. Mehr wolle man noch nicht verraten. Der Gastrobetrieb wird rund 50 Gästen Platz bieten. Mitte oder Ende April soll es losgehen – wenn die Bewilligungen dann vorhanden sind und der Umbau nach Plan verläuft. 

«Hinicht»: Die neue Café-Bar an der Ecke

Zum anderen Baugesuch: Nur ein paar Strassenecken weiter, an der Dornacherstrasse 3, entsteht auf nur gerade 31 Quadratmetern das zweite Gastronovum der Neustadt. Zurzeit sieht’s da noch ziemlich verlottert aus, wo vormals eine Videothek drin war. Das soll sich aber bald ändern.

«Eine kleine Pause gefällig?», steht in den Unterlagen. Die werdende Geschäftsführerin Sara Kathriner erklärt: Das Ganze wird nach dem Motto «klein aber fein» aufgezogen. Die Mini-Verpflegungsecke an der Kreuzung zur Murbacherstrasse wird «Hinicht» heissen – «Hinicht» ist Schwiierdütsch für «heute Abend», oder «bald». 

Dornacherstrasse 3: Hier kommt das neue «Hinicht» rein

«Man wird sich einfach auf die gemütliche Fensterbank setzen können und das emsige Kommen und Gehen in der Stadt geniessen», sagt Kathriner. Ihre Cafébar soll Passanten zum Verbleiben einladen und Menschen jeden Alters und Geschlechts ansprechen. «Sie wird ein buntes Zusammensein ermöglichen.»

Sara Kathriner

Die Karte im «Hinicht» werde verschiedene Café-Variationen anbieten, ein breites Sortiment an Teesorten, Bier, Wein und verschiedene kleine Imbisse stehen drauf, die vor allem mittags serviert werden. «Sie werden täglich frisch zubereitet», verspricht Katrhiner. «Und wir wollen in erster Linie auf regionale Produkte setzen.»

Der Name Sara Kathriner ist übrigens vielen Neustädtern noch ein Begriff. Die Dreissigjährige arbeitete lange im ehemaligen «Meridiani» an der Bruchstrasse und anschliessend im Bourbaki. Das Baugesuch wird bis zum 3. Februar 2016 aufliegen. «Wenn alles klappt, wollen wir auf Ende Mai eröffnen», sagt die Beizerin.  

«Elios»: Was gibt’s Neues?

Apropos Gastro-News: Bei dieser Gelegenheit fragen wir noch bei Immobilienunternehmer Jost Schumacher nach. Seit geraumer Zeit wartet man nämlich auf Neuigkeiten von der Tribschen-Quartiertbeiz «Elios». Zuerst hiess es, im Herbst sei Wiedereröffnung, nun ist noch immer nichts passiert.

Bis aber das «Elios» wieder eröffnet, wird es wohl noch länger dauern. Mehr als zweieinhalb Jahre nach dem Brand in den oberen Etagen ist das Haus an der Tribschenstrasse 24 noch immer unbewohnt (zentral+ berichtete). 

 «Wir mussten unerwarteterweise die ganze Hausfassade ersetzen», sagt Eigentümer Jost Schumacher. «Dies war eine sehr zeitraubende Arbeit. Vorabklärungen mit Denkmalschutz und Arbeitsvergaben erforderten diese zusätzliche Umbauzeit.» Die Fassade war nach dem Brand noch weiter abgeblättert, weil verschiedene sich nicht vertragende Baustoffe über die Jahre aufgetragen worden waren. Nach neusten Aussagen von Jost Schumacher wird es wohl März, bis das «Elios» seinen Betrieb wieder aufnehmen kann.

Da geht nichts: Das Restaurant «Elios» an der Tribschenstrasse

Da geht nichts: Das Restaurant «Elios» an der Tribschenstrasse


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