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Skandal-Rapperin Loredana: «Meine Hand voller Money»
  • Kultur
Nicht einmal 24 Stunden online und schon bald die 1-Millionen-Grenze auf Youtube geknackt. Loredana in «Genick». (Bild: Youtube)

Luzernerin veröffentlicht ihr Debüt-Album Skandal-Rapperin Loredana: «Meine Hand voller Money»

4 min Lesezeit 13.09.2019, 18:52 Uhr

Nach den Betrugsvorwürfen meldet sich die Luzerner Rapperin Loredana mit ihrem Debüt-Album zurück. Wir haben reingehört. Über «Money, Money» und Rolex-Uhren.

Geknickt sitzt sie auf dem Bett: Loredana, XXL-Klamotten, klobige Uhr, dicke Kette, platinblondes Haar. «Wo warst du gestern Nacht schon wieder ohne mich?», hören wir Loredana. Sie schaut die Rose in ihren Händen an, zerreisst sie in zwei Teile, schmeisst sie weg.

So zeigt sich die Luzerner Rapperin Loredana in ihrem neuesten Video. Kurz darauf sieht man sie mit einer Knarre in der Hand. Sie zielt auf einen Mann.

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«Ich zähl jetzt mein Cash ganz allein hier im Bett.»

«Genick» ist seit 13 Stunden online. Bald hat sie darauf eine Million Youtube-Klicks.

«Bin jetzt meine eigene Bank – brauch dein Geld nicht.»

Die Schlagzeilen über die Rapperin, die in Emmenbrücke aufgewachsen ist, haben sich in letzter Zeit gehäuft. Die 24-Jährige soll ein Ehepaar aus dem Wallis um 700’000 Franken abgezockt haben (zentralplus berichtete). Nach wie vor gilt die Unschuldsvermutung.

Diesen Freitag ist das Debüt-Album «King Lori» der gebürtigen Kosovarin erschienen: Zwölf Songs, 33 Minuten und 50 Sekunden geballte Ladung Loredana.

«Oh Shit, was ist nur passiert, alle sind nur am reden.»

Gegenüber «Das Magazin» gab Loredana erstmals Einblick in ihr Leben. Auf die Betrugsvorwürfe angesprochen, sagt sie: «Ich könnte dazu sehr viel sagen.» Will sie aber nicht. Sie könne nicht über sich urteilen, sie sei keine Richterin. «Meine Aufgabe ist es, mich nach hinten zu lehnen, zu sagen, ich bin unschuldig, es gilt die Unschuldsvermutung», wird sie zitiert.

«Ich geh rich’ nur für Mama, mach die Hits nur für Hana

Den ersten Song auf dem neuen Album widmet die junge Mutter ihrer Tochter Hana. Es sei alles erst der Anfang, wie sie in Richtung Sonne im Ferrari Testarossa fahre, rappt Loredana. Sie bringe ihren Namen in die Charts.

Und Familie sei alles, was zähle.

«Fahr durch die Gegend wie ein Rockstar, doch nichts geht über das Lächeln meiner Tochter.»

Letzte Woche kursierten Gerüchte, dass Loredana sich von ihrem Mann Mozzik getrennt habe. Mit ihm ist sie «Bonnie und Clyde», ein Gangster-Paar. Auch wenn sich Loredana nicht als Gangsterin sieht, wie sie gegenüber «Das Magazin» sagte.

«Wir machen Money, Money, sowieso.»

Auch Mozzik ist Rapper – im Kosovo zählt man ihn zu den berühmtesten seiner Zunft.

«Rapstar Mama, Rapstar Papa.»

Aufgewachsen ist Loredana, wie oben erwähnt, in Emmenbrücke – «Emmenbronx» im Rap-Jargon – als Jüngste von zehn Kindern. Mit 42 Jahren wurde ihre Mutter mit ihr schwanger. Ihr Vater schämte sich, dass seine Frau in diesem Alter ein Kind bekommen sollte. Tagelang weigerte er sich, Frau und Kind nach der Geburt im Spital zu besuchen.

«Doch scheiss auf Geld, meine Tochter ist die Prio.»

Doch schon bald dreht sich auf dem neuen Album alles wieder um eines: Materielles. Schnelle Autos, Rolex-Uhren, Geld. Sie wolle kein Frühstück ans Bett, rappt Loredana. Nein, man soll ihr das Geld ans Bett bringen.

«Meine Hand voller Money.»

Gold an ihrem Körper, das Champagnerglas in der Hand. Noch ein paar Jahre und sie baue sich einen Palast.

«Wir sind reich, du bist broke.»

Loredana will Cash – und kein Candle-Light-Dinner, rappt sie in einem weiteren Track. Sie habe keine Sorgen mehr – sie habe ihre «Mio». Und das neue Auto habe sie mit Bargeld bezahlt.

«Was ein Zufall, bin in Dubai, während du dein Kleingeld zählst.»

Diamanten auf der Kette, ein Haus so gross wie ein Labyrinth. Sie «verdopple dopple» den Gewinn.

«Meine Gage ist ein Bündel und sieht aus wie ein Buch.»

Für die Klicks und den Erfolg habe sie sich nie ausgezogen, rappt Loredana weiter. Gegenüber «Das Magazin» sagte sie: «Ich will, dass jeder, der meinen Song anklickt oder mein Video sieht, von Anfang an denkt: Oha, krass, was ist das für eine geile Rapperin. Und nicht: was für eine geile Schnitte.»

«Ich bin auf dem Weg zum Thron, der ganze Stress hat sich gelohnt.»

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