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Zu teuer: Zuger Restaurant setzt neu auf Vintage statt Italianità
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«You like you need a drink.» Der alte und neue Chef des Hauses, Massimo Bartolini, posiert in der zukünftigen Arbeitsmontur. (Bild: lob)

Aus «Ana Capri» wird «Hops One» Zu teuer: Zuger Restaurant setzt neu auf Vintage statt Italianità

3 min Lesezeit 30.07.2017, 12:21 Uhr

Es tut sich was in der Zuger Gastro-Szene. Im Restaurant Ana Capri ruht man sich trotz Betriebsferien nicht aus, sondern werkelt fleissig. Denn: Ab dem 1. August wird alles neu – Name, Konzept, Speisekarte. Und auch das Klientel, hoffen die Betreiber. Denn dieses blieb bisher zu oft aus.

«Eigentlich bleiben fast nur die Mitarbeiter die selben», erzählt Fritz Bader von Fritz Gastro, die nebem dem Ana Capri auch das San Marco nebenan betreibt. Sonst soll alles neu werden: Englischer Name, internationale Speisekarte, Möbel im Vintage-Look, Blechschilder und Papier-Tischsets statt schicker Einrichtung. Wieso eigentlich?

Zu wenig besucht

Das Ana Capri sei zwar ein beliebtes Lokal, aber unter dem Strich habe man zu wenig Frequenz gehabt. «Vermutlich haben wir uns preislich schlicht zu hoch positioniert und so fast ausschliesslich eine Klientel aus besser Betuchten oder Geschäftsleuten angezogen», erklärt Bader.

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Überall wird noch letzte Hand angelegt: Der Vintage-Stil ist allerdings schon erkennbar.

Überall wird noch letzte Hand angelegt: Der Vintage-Stil ist allerdings schon erkennbar.

(Bild: lob)

Zu teuer für Zug? Lag es vielleicht auch daran, dass man im Ana Capri als italienisches Restaurant keine Pizza, sondern andere mediterrane Speisen angeboten hat? «Natürlich läuft Pizza immer», meint Betreiber Bader. Man habe es sich auch kurz überlegt, am  Ende aber dagegen entschieden: «Einerseits hätten wir uns selbst konkurrenziert, da wir auch das San Marco betreiben. Andererseits wollten wir statt in eine Pizzastation lieber in etwas komplett Neues investieren.»

Food, Wein und vor allem Bier

Wie der Name «Hops» (engl. Für Hopfen) vielleicht erahnen lässt, setzt man künftig auf Bier. Zum Baarer Bier im Offenausschank und einem saisonalen Monatsbier gesellt sich eine Karte mit einer Auswahl an zehn Hopfensäften aus aller Welt. Und ein kleineres, fixes Wein-Angebot mit Tropfen aus Europa.

Elvira Capparelli vor der neuen Sitzlounge des «Hops One.» Im Hintergrund eine Vorschau des Weinangebots.

Elvira Capparelli vor der neuen Sitzlounge des «Hops One.» Im Hintergrund eine Vorschau des Weinangebots.

(Bild: lob)

Wie lässt sich die neue Speisekarte zusammenfassen? In etwa so, verrät ein Blick in die Karte: Fleisch, internationale Appetizer und Fisch. Beim Fleisch gibt es neben Burger und Schnitzel zum Beispiel auch Entrecôte und Souvlaki. Die Vorspeisen kommen aus vielen Ecken: Zu Klassikern wie Rindstatar und Caesar Salad gesellen sich Tapas, Tzatziki oder das Auberginen-Tatar «Baba Ganoush». Ebenfalls auf der Karte stehen drei Fischmenus. Insgesamt kommt sie übersichtlich daher.

Beim zweiten Blick fällt auf: Es ist doch das eine oder andere Gericht aus der alten Speisekarte auf die neue gewandert. Deren Preise sind – ganz nach der Idee, sich in einem tieferen Segment zu positionieren – teilweise günstiger geworden.

Veränderung beim Chef willkommen

Nebst vielem Neuen gibt es im Hops auch Altbewährtes: Der alte Geschäftsführer ist auch der Neue. Wird der italienischstämmige Massimo Bartolini die Italianità im Lokal nicht vermissen?

«Nein, ich freue mich auf die Umstellung», meint er lächelnd. Er habe bereits für 5-Sterne-Häuser mit französischer Küche gearbeitet, dann lange Italienisch serviert. «Jetzt ist die Zeit reif für etwas Neues, und ich bin sehr gespannt darauf.»

 

Das Restaurant am Fischmarkt 2 in Zug heisst neu «Hops One.»

Das Restaurant am Fischmarkt 2 in Zug heisst neu «Hops One.»

(Bild: lob)

Was soll das «Hops» in seinen Augen werden? «Ein Lokal für jedermann, wo man sich wohlfühlen kann. Und auch nach 18 Uhr nur auf einen Drink vorbeikommen kann, was in vielen anderen Restaurants oft nicht erwünscht ist.» Weiter hofft Bartolini auch auf eine buntere Mischung an Gästen.

Mit dem Vintage-Look und dem grösseren Bier-Angebot will man vor allem Junge ins Boot holen. Für die ehemaligen Gäste des Ana Capri, die dem Fisch nachtrauern, gibt es Trost: Auf Vorbestellung kann man ganze Meeresfische auch im neuen Restaurant geniessen. Auch spezielle Fleischstücke werden auf Vorbestellung eingekauft und zubereitet.

Mittagsmenu ab 18.50 Franken

Ab dem 1. August wird das «Hops One» seine Pforten von Dienstag bis Samstag öffnen. Über Mittag gibt’s ein Menu zwischen 18.50 und 23.50 Franken, ab 17 Uhr steht das Lokal dann für Feierabendbier und Abendessen offen.

Allerdings nicht bis in die Puppen: «Obwohl wir auf Wein und Bier setzen, soll das Hops keine Bar, sondern ein Restaurant sein», sagt Fritz Bader. Bis Mitternacht dürfen die Gäste aber gerne auf der Leder-Sitzbank des Ecktischs verweilen.

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