Wurde der Email-Account gehackt? Zürcher Kapo ermittelt
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Die Zuger Polizei hat zwei Mitarbeitende freitgestellt, nachdem die Stalking-Vorwürfe bekannt wurden. (Bild: Symbolbild, ber)

Stalkingvorwürfe bei der Zuger Polizei Wurde der Email-Account gehackt? Zürcher Kapo ermittelt

2 min Lesezeit 13.01.2020, 16:28 Uhr

Zwei Frauen erheben in einem Email-Verlauf schwere Vorwürfe gegen einen Kadermann der Zuger Polizei. Drei Wochen nach Bekanntwerden der Mails hat dieser seinen Job noch immer nicht zurück. Die Ermittlungen dauern an.

Aus dem besagten Email-Verlauf ergibt sich, dass ein Kadermann der Zuger Polizei gleichzeitig ein Verhältnis mit zwei Frauen gehabt haben könnte. Eine davon arbeitet als Polizistin.

Die beiden Damen tauschen sich per Mail aus, dass der Kadermann eine von ihnen mit dem Feldstecher beobachte und mit Nachrichten belästige (zentralplus berichtete). Sie habe «fast ein bisschen Angst» vor ihm, schreibt die Betroffene. Sie wolle nicht «irgendwann eine Kugel im Körper.»

Das Ende des Mailverkehrs bildet ein Journaleintrag der Zuger Polizei zu einem Unfall. Weil dieser vertraulich war, die Mails aber an sämtliche Medienhäuser weitergeleitet wurden, hat die Kantonspolizei Zürich Ermittlungen wegen einer Amtsgeheimnisverletzung aufgenommen (zentralplus berichtete).

Beide Mitarbeitende sind weiterhin freigestellt

Die nach der Veröffentlichung des Mailverkehrs in die Wege geleitete Strafuntersuchung dauert noch immer an, wie es nun auf Nachfrage heisst. Die Ermittlungen wurden inzwischen ausgeweitet. «Im Rahmen der Ermittlungen wird geprüft, ob möglicherweise die Straftatbestände der Amtsgeheimnisverletzung, des unbefugten Eindringens in eine Datenverarbeitungsanlage oder andere strafrechtliche Handlungen erfüllt sind beziehungsweise eine Täterschaft eruiert werden kann», schreibt Judith Aklin, Sprecherin der Zuger Polizei.

Es ist also noch immer nicht klar, ob es tatsächlich die ebenfalls freigestellte Mitarbeiterin der Zuger Polizei war, welche die Mails an die Medien schickte. Sowohl der Kadermann als auch die Polizistin bleiben bis auf weiteres freigestellt, wie Judith Aklin bestätigt.

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