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Wie hiess dieser Goalie nochmals? Tobias Stei… in…?
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Lino Martschini zieht den Farmteam-Spielern davon. (Bild: zVg/Felix Klaus)

Die erste, rostige Vorbereitungspartie des EVZ Wie hiess dieser Goalie nochmals? Tobias Stei… in…?

3 min Lesezeit 07.08.2017, 15:56 Uhr

Am Samstag startete der EVZ in die erste Vorbereitungspartie der neuen Saison. Gegen das eigene Farmteam, die EVZ Academy, war noch viel Rost spürbar. Dennoch reichte es zu einem komfortablen 3:0-Erfolg und einem ersten Schaulaufen der neuen Spieler.

Im Hochsommer gehört der Besuch eines Eisstadions nicht unbedingt zu den Hauptbeschäftigungen – ausser vielleicht, um eine Abkühlung zu erhalten. Im Gegensatz zur auf Zimmertemperatur temperierten Bossard Arena erfüllte die Trainingshalle diese erfrischenden Voraussetzungen vollumfänglich. Was bei so manchem leichtbekleideten Gast der insgesamt 600 Zuschauer in der «ausverschenkten» Halle für ein Gänsehautfeeling sorgte. Die Spannung und das Niveau der Partie vermochten dieses Gefühl nämlich nicht zu entfachen.

Angesichts der Ausgangslage überrascht dies nicht sonderlich. Zum ohnehin schon vorhandenen Klassenunterschied zwischen erster Mannschaft und Farmteam kam für das Academy-Team erschwerend hinzu, dass es auf fünf seiner potentiell besten Stürmer verzichten musste. Aus verletzungsbedingten Gründen fehlten die beiden Ausländer Rondahl und Holden, wobei letzterer damit einer äusserst herausfordernden mentalen Aufgabe aus dem Weg gehen konnte: In seiner ersten Partie beim NLB-Team hätte sich Josh Holden erstmals seinen langjährigen Teamkollegen stellen müssen. Daneben halfen Zehnder, Kläy und Arnold beim EVZ aus, der auf die verletzten Diem, Lammer und Alatalo verzichten musste.

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Wo sind die Automatismen?

Trotz der einseitigen Ausgangslage konnten die Jungspunde wacker mithalten und immer wieder Nadelstiche setzen. Entgegen kam ihnen, dass sie mit Torhüter Bader den mit Abstand besten Akteur in ihren Reihen wussten – und der ersten Mannschaft nach der langen Spielpause der Rost noch merklich an den Kufen und Stöcken klebte. Im ersten Drittel entschärfte Bader mehrere Grosschancen.

Der krasse Underdog, der dem Favoriten bis zu Martschinis Treffer nach 17 Minuten Paroli bieten konnte, wurde auf den Rängen mit viel Jubel entlöhnt. Gleichzeitig schürte der Widerstand der zweiten Mannschaft ein gewisses Misstrauen gegenüber den Qualitäten des Playoff-Finalisten.

Auch der Speaker ist eingerostet

Der restliche Verlauf der Partie ist schnell erzählt. Schnyder sorgte mit einem satten Schuss auf Zuspiel der beiden neuen Importspieler Roe und Stalberg kurz nach Beginn des zweiten Drittels für die Vorentscheidung. Die restliche, wenig intensiv geführte Spielzeit verdeutlichte, dass nach der langen Pause beiderseits noch einige Arbeit besteht, ehe die Automatismen wieder eingeübt sind.

Das gilt nicht nur für die Spieler, sondern auch für den Speaker, der nach Spielhälfte bei der Ankündigung des EVZ-Goaliewechsels ins Stocken geriet: «Für Tobias Stei .. i-n …» – ja, wie heisst er nun schon wieder, der Torhüter, welcher sein Team vor wenigen Monaten in den ersten Playoff-Final nach 19 Jahren gehext hatte? Für Tobias Stephan – so heisst er nämlich – stellte das Herausfahren vor seiner Auswechslung wohl den grössten Kraftakt dar. Ernsthaft geprüft wurde er kaum.

Der Farmteam-Goalie Noël Bader wird gefordert.

Der Farmteam-Goalie Noël Bader wird gefordert.

(Bild: zVg/Felix Klaus)

Humorvoller Schwede und zufriedene Gesichter

Von den neuen Spielern setzten vor allem die beiden Ausländer Roe und Stalberg, die gemeinsam mit Schnyder aufliefen, einige Duftmarken – der Schwede mit einem krachenden Check, der Amerikaner mit einer Strafe wegen übertriebener Härte. Doch die beiden deuteten nicht nur ihr physisches Potential an, sondern auch, dass sie durchaus eine spielerische Bereicherung sein könnten.

Stalberg provozierte mit seinem Tempo einige Chancen, die er jedoch nicht verwerten konnte. Der Amerikaner liess seine Übersicht und überdurchschnittliche Technik einige Male aufblitzen. Dass sie noch nicht mit aller Ernsthaftigkeit dabei waren, bewies insbesondere Stalberg. Dies, als ihm die Schiedsrichter sein eindeutiges 3:0 aberkannten und er dies mit einem breiten Grinsen quittierte. Das dritte Tor fiel dann im dritten Drittel doch noch dank einer Produktion der letztjährigen Academy-Spieler Kläy, Zehnder und Arnold.

Die freundschaftliche Partie führte zu allseits zufriedenen Gesichtern: Bei der Academy, die dem Gegner tapfer die Stirn geboten hatte. Bei den Stars, weil sie zum standesgemässen Sieg kamen. Und bei den Fans, da diese endlich wieder ihren Lieblingen zuschauen durften. Wenn die letzte Partie der soeben angelaufenen Saison mit ähnlich zufriedenen Gesichtern wie die erste zu Ende geht, hat wohl niemand etwas zu beanstanden.

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