Sicherer ohne Fussgängerstreifen

Zebrastreifen auf Sinserstrasse wird nicht mehr markiert

Der Fussgängerstreifen am Knoten «Matten» ist verschwunden. (Bild: Kanton Zug)

Der Fussgängerstreifen an der Kreuzung «Matten» ist verschwunden. Ein Gutachten der Beratungsstelle für Unfallverhütung hat gezeigt, dass die Überquerung der Strasse ohne Fussgängerstreifen sicherer ist.

Nach der Sanierung der Sinserstrasse zwischen Cham und Hünenberg wurde der Fussgängerstreifen bei der Kreuzung «Matten» nicht wieder markiert. Die Sicherheitsdirektion und die Baudirektion hatten dies aus Sicherheitsgründen entschieden, wie die Sicherheitsdirektion in einer Medienmitteilung schreibt.

Dieser Entscheid wird nun durch ein externes Gutachten der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) bestätigt. Der Übergang, der auf einem Schulweg liegt, müsse aber mit geeigneten Massnahmen verbessert werden. Der Kanton Zug und die Gemeinde Hünenberg seien im Gespräch, um diese Verbesserungen zu realisieren. 

Beleuchtung und Mittelinsel statt Fussgängerstreifen

Die Beratungsstelle empfiehlt, aus Sicherheitsgründen keinen Fussgängerstreifen zu markieren. Mit der Mittelinsel und mit der neu erstellten LED-Beleuchtung wird die bestmögliche Sicherheit für Fussgänger und querende Zweiradfahrerinnen erzielt, so die Beratungsstelle.

Im Gutachten der BFU werden verschiedene Massnahmen zur zusätzlichen Verbesserung der Verkehrssicherheit empfohlen, welche die Sicherheitsdirektion und die Baudirektion umsetzen. Die Höchstgeschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde wird an der Stelle gemäss den Messungen häufig überschritten.

Polizei plant Geschwindigkeitsanzeigen im Bereich des Knotens

Angesichts dessen plant die Zuger Polizei Geschwindigkeitsanzeigen anzubringen, um die Geschwindigkeiten zu kontrollieren. Gleichzeitig prüfen die beiden Direktionen, wie das Überqueren der Strasse für Fussgängerinnen verbessert werden kann. Die BFU empfiehlt dazu, Strassenmarkierungen anzubringen und Hecken zurückzuschneiden. Der Kanton wird sich dazu mit der Gemeinde Hünenberg weiter austauschen, wie die Sicherheitsdirektion weiter schreibt.

Das Gutachten der BFU stellt jedoch fest, dass die Überquerung bei der Kreuzung «Matten» für Kinder im Kindergarten- und Primarschulalter aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und Komplexität des Knotens nicht selbstständig bewältigbar ist. Die BFU empfiehlt darum entsprechende Massnahmen. Die Umsetzung dieser Massnahmen sei aber Sache der Einwohnergemeinde. Auch diesbezüglich wird der Kanton auf die Gemeinde zugehen, so die Sicherheitsdirektion.

Anwohner wollten wieder einen Fussgängerstreifen

Nach der Sanierung der Sinserstrasse kamen die Sicherheitsdirektion und die Baudirektion zum Schluss, dass der Übergang mit Mittelinsel mehr Sicherheit für Fussgänger bietet, wenn der frühere Fussgängerstreifen nicht wieder markiert wird. «Diese Haltung stützt sich auf schweizweite Erkenntnisse und geltende Normen und Richtlinien im Strassenverkehrsrecht», so die Sicherheitsdirektion in einer Medienmitteilung. Die Überquerung wird von Kindern auf ihrem Schulweg benutzt.

Besorgte Anwohner forderten, dass der Fussgängerstreifen wieder markiert werde. Die Sicherheitsdirektion liess die Situation darum noch einmal von unabhängiger Stelle, der BFU, überprüfen. Sie hat die Anwohnerinnen über die Ergebnisse der Untersuchung und über das weitere Vorgehen informiert.

Verwendete Quellen
  • Medienmitteilung der Baudirektion
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