Sport
Spielt der FCL bald wieder vor Publikum?

FCL-Präsident Studhalter: «Erhöhung auf 300 Zuschauer bringt uns nicht weiter»

Wie lange noch werden Spiele in der Swissporarena ohne Zuschauer ausgetragen? (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

Am Freitag entscheiden die zehn Klubs in der Super und der Challenge League über eine Fortsetzung der Meisterschaft am dritten Juni-Wochenende. Kurze Zeit später könnten die Spiele vielleicht schon vor 1'000 Zuschauern stattfinden.

Vor Kurzem sah die Rechnung noch so aus: Wird die seit Anfang März unterbrochene Fussball-Saison beendet, muss das ohne zahlende Zuschauer geschehen. Denn auch bei einem Geisterspiel gibt es neben den Akteuren Beobachter: Staff, Klubleitung, Helfer, Medienschaffende. Maximal 200 sind beim FC Luzern auf der Liste, die gemäss Schutzkonzept der Swiss Football League (SFL) während eines Geisterspiels erlaubt sind.

Doch jetzt kommt Bewegung in die Thematik. Der Bundesrat hat beschlossen, ab dem 6. Juni Veranstaltungen mit bis zu 300 Teilnehmern zu erlauben (zentralplus berichtete). Theoretisch heisst das: Der FCL könnte 100 Zuschauern den Zutritt in die Swissporarena ermöglichen.

Und vielleicht werden es bald noch mehr sein: Am 24. Juni will der Bundesrat darüber befinden, ob bis zu 1'000 Besucher wieder ins Stadion dürfen.

Für Kriens kann es interessant werden

FCL-Präsident Philipp Studhalter wertet die Lockerung bei den Sportveranstaltungen als «schönes Zeichen dafür, dass es der Schweizer Bevölkerung gut geht». Aber er schränkt gleichzeitig auch ein: «Eine Erhöhung der Anzahl Personen auf 300 an einem Fussballspiel bringt uns nicht wirklich weiter.»

Wird die Limite aber auf 1'000 erhöht, kann es für einen Challenge Ligisten wie den SC Kriens interessant werden. Bei 1'475 Zuschauern liegt der aktuelle Durchschnitt der Heimspiele im Kleinfeld.

Doch bevor sich Studhalter mit der Frage auseinandersetzen mag, welche FCL-Anhänger ins Stadion gelassen werden könnten, weist er darauf hin, dass zuerst ein Schutzkonzept erstellt werden müsste. Dabei ginge es um Fragen wie: Muss jeder Besucher seine Adresse zwecks Rückverfolgung hinterlegen? Wie weit müssen die Zuschauer auseinandersitzen? Wie frei dürfen sich die Zuschauer in der Halbzeit bewegen? Wie läuft es ab vor den Verpflegungsständen und Toiletten?

«Pro 1'000 Zuschauer rechnen wir unter Einhaltung eines entsprechenden Schutzkonzeptes mit einem zeitlichen Aufwand von mindestens einer halben Stunde für den Einlass ins Stadion», sagt Studhalter.

Warum Studhalter nicht sagt, wie er abstimmt

Es zeichnet sich ab, dass sich die je zehn Vertreter der Super und der Challenge League am Freitag für eine Weiterführung des Spielbetriebes aussprechen werden. Ob der FCL, der vor Bekanntgabe staatlicher Darlehen für einen Abbruch der Saison war (zentralplus berichtete), seine Meinung geändert hat, will die Klubleitung nicht preisgeben.

«Die Klubpräsidenten haben von ihren Spielern Solidarität verlangt. Aber als Liga haben sie genau das Gegenteil gemacht und alle Entwicklungen von ihrem Standpunkt aus kommentiert. Dem Image des Schweizer Klubfussballs hat das geschadet», begründet Studhalter, der im SFL-Komitee sitzt, seine Haltung.

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