Jetzt Community-Mitglied werden und profitieren!
«Sie, ich ha gmeint, das esch legal»
  • Gesellschaft
  • Polizei
Kiffen ist für viele Luzerner kein Tabuthema. (Bild: Montage les)

CBD fördert Kiffen in der Öffentlichkeit «Sie, ich ha gmeint, das esch legal»

2 min Lesezeit 2 Kommentare 26.09.2019, 17:16 Uhr

Mit dem Aufkommen von legalen CBD-Produkten kommen auch die klassischen Marihuana-Raucher wieder vermehrt vor die Tür. Doch: Der Konsum des THC-starken Krauts bleibt illegal. Die Polizei büsst wieder mehr Kiffer.

Der Luzerner Stadrat setzt sich für legalen Bezug von Marihuana aus der Apotheke ein. Der Pilotversuch hat zwar noch Hürden zu überwinden, aber Luzern wäre damit eine der ersten Schweizer Städte, in der das THC-haltige Kraut straffrei erworben werden könnte (zentralplus berichtete).

Bereits legalisiert ist der Konsum von THC-freiem Marihuana, sogenanntem CBD. Hier bleibt der «Flash» weg, die entspannende Wirkung bleibt. Vom Geschmack her ist CBD-Gras kaum von seinem flashigen Zwilling zu unterscheiden.

Unterstütze Zentralplus

Liberalisierung am Horizont lockt Kiffer auf die Strasse

Die aufkeimende Liberalisierung und die zunehmende Beliebtheit von CBD-Produkten lockt nun laut dem neuesten Sicherheitsbericht der Luzerner Polizei wieder mehr klassische Kiffer auf die öffentlichen Plätze. Sie sieht darin einen Hauptgrund, weshalb die Anzahl der Betäubungsmitteldelikte im Jahr 2018 nach oben schnellte.

«Cannabis wird gemäss Beobachtung der Polizei vermehrt in einer fast selbstverständlichen Haltung konsumiert.»

Aus dem Sicherheitsbericht 2019 der Stadt Luzern

Waren es 2017 noch 763 Verstösse, wurden im Folgejahr 974 Vergehen festgestellt. Da die Polizei darin aber alle Drogendelikte mit der Ausnahme von Alkohol erfasst, ohne die Art der Droge auszuweisen, stützt sich der Bericht auf Erfahrungswerte.

Das tönt dann so: Cannabis werde gemäss Beobachtung der Polizei und der Einsatzgruppe SIP «vermehrt in einer fast selbstverständlichen Haltung» konsumiert. Oder mit den Worten Adi Achermanns, Kommandant der Luzerner Polizei: «Die Einsatzkräfte bekommen immer wieder den Satz zu hören: ‹Sie, ech ha gmeint, das esch legal›.»

Doch Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Mittels Schnelltestverfahren kann die Polizei leicht feststellen, welche Wirkstoffe in den Joints vorhanden sind. In der Regel gibts bei kleinen Mengen dann eine Busse von 100 Franken.

War dieser Artikel nützlich für Dich?

Ja

Nein

In diesen Artikel haben wir viel Zeit investiert. Löse ein freiwilliges Abo und hilf uns, Artikel wie diesen auch in Zukunft anzubieten.

CHF

Deine Meinung ist gefragt!

Um kommentieren zu können, musst Du auf zentralplus eingeloggt sein. Bitte logge dich ein oder registriere dich jetzt und profitiere von den Vorteilen für z+ Community Mitglieder.

Deine Meinung ist gefragt!

2 Kommentare
  1. Laurin Villiger, 27.09.2019, 15:20 Uhr

    Die Titelzeile hat leider einen Fehler. Nicht “Der Konsum des Krauts bleibt illegal.” sondern “Der Konsum von THC bleibt illegal.”
    Das ist nämlich genau der wichtige Unterschied! Marihuana zu konsumieren ist völlig legal, sofern es sich nur um ein CBD-Produkt handelt.

    1. Urs-Ueli Schorno, 27.09.2019, 17:08 Uhr

      Der Einstieg war in der Tat nicht ganz klar formuliert. Er wurde nun angepasst.