Schwere Vorwürfe gegen Zuger Kita
  • Gesellschaft
Gegen eine Kita in Zug erheben Mitarbeiterinnen schwere Vorwürfe. (Bild: Adobe Stock)

Kinder im Keller versteckt? Schwere Vorwürfe gegen Zuger Kita

2 min Lesezeit 07.02.2020, 09:42 Uhr

Weil zu wenig Betreuungspersonen anwesend waren, sollen bei einer Kontrolle in einer Globegarden-Kita im Kanton Zug Kinder im Keller versteckt worden sein. Die Firma bestreitet den Vorwurf.

Die regionale Leitung der Firma Globegarden in Zug soll explizit angeordnet haben, dass überzählige Kinder bei einer unangemeldeten Kontrolle im Keller versteckt werden. Dies geht auf einem Bericht des Online-Magazins «Republik» hervor.

Der Zuger Sozialvorsteher Urs Raschle hat Kenntnis von dem Vorfall. Ende 2018 sei bei einer Zuger Globegarden-Kita eine unangemeldete Kontrolle gemacht worden. Kurze Zeit später habe das Amt eine Meldung aus dem Umfeld der Kita erhalten, dass sich während der Kontrolle weitere Kinder im Keller aufgehalten hätten. Aufgrund dieser Meldung habe das Amt bei dem Betrieb eine unangemeldete Kontrolle durchgeführt.

Dabei habe man dann nichts zu beanstanden gehabt, der Betreuungsschlüssel sei eingehalten worden. «Grundsätzlich ist das bei allen drei Kitas der Fall», sagt Raschle gegenüber «20 Minuten». Bei Globegarden müsse das Amt aber «immer sehr genau hinschauen».

Keine Konsequenzen von Seiten der Behörden

Globegarden weist sämtliche Vorwürfe in einer Stellungnahme zurück. «Selbstverständlich werden bei uns keine Kinder versteckt und wir fälschen oder manipulieren auch keine Präsenzlisten», sagt Geschäftsleiterin Christina Mair in dem Bericht von «20 Minuten».

Die Recherchen der «Republik» hätten keinerlei Untersuchungen oder rechtliche Konsequenzen nach sich gezogen, betont sie weiter. Das Online-Magazin beruft sich auf 24 ehemalige und aktuelle Angestellte, die sich an die Redaktion gewendet hätten. Fünf ehemalige Kita-Leiterinnen hätten die Vorwürfe unabhängig voneinander bestätigt.

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