SBB planen sechsstöckiges Wohnhaus an den Gleisen
  • Gesellschaft
  • Stadtplanung
Auf der linken Seite ist das Hotel Fox zu sehen, rechts soll der SBB-Neubau hinkommen. (Bild: les)

10-Millionen-Projekt in Luzerner Neustadt SBB planen sechsstöckiges Wohnhaus an den Gleisen

2 min Lesezeit 1 Kommentar 22.11.2019, 13:00 Uhr

Entlang der Bahngleise planen die SBB in der Stadt Luzern einen markanten Neubau. Im Erdgeschoss sollen Ateliers entstehen, darüber sind Ein- bis Dreizimmerwohnungen vorgesehen. Mit Parkplätzen will man sparsam sein.

Die SBB planen direkt bei der Einfahrt in den Bahnhof Luzern, auf der gegenüberliegenden Seite des Hotel Fox, den Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses. Für das sechsstöckige Gebäude will sie knapp zehn Millionen Franken in die Hand nehmen, wie aus dem Baugesuch hervorgeht, das seit diesem Freitag bei der Stadt Luzern öffentlich aufliegt.

Mit dem Neubau, der bis 2022 realisiert werden soll, wird ein neues Eingangstor zur Stadt für die Bahnreisenden geschaffen. Schliesslich führen an dieser Stelle drei Gleise aus Zürich, Basel oder Bern in den Bahnhof Luzern.

Die SBB wollen an der Neustadtstrasse 24a einen Neubau errichten.

Kurz nach dem geplanten Neubau, den die Pendler bei der Einfahrt nach Luzern in Fahrtrichtung rechts sehen werden, rauscht links das Hotel Fox vorbei. Anschliessend geht es unter der Brücke der Neustadtstrasse hindurch, der Flaschenhals öffnet sich und man befindet sich kurz vor der Langensandbrücke.

36 kleine Wohnungen

Gemäss der Beschreibung im Baugesuch sollen im Erdgeschoss Ateliers Platz finden. Darüber sind 36 Wohnungen geplant. Insgesamt ist eine Wohnfläche von 2’287 Quadratmetern projektiert. Die Ein- bis Dreizimmerwohnungen sollen so angeordnet werden, dass die Lärmbelastung möglichst gering ist. Die Balkone der Wohnungen werden auf der Südseite angebracht, was Sonnenlicht von morgens bis abends ermöglicht.

Das Gebäude soll einen rötlich-braunen Farbton erhalten.

Bezüglich der Ateliers im Erdgeschoss schreibt die SBB, dass stilles Gewerbe und Handwerk möglich sei, um dadurch die durch die Mononutzung des Wohnquartiers geprägte Atmosphäre auch tagsüber etwas zu beleben. Die Möglichkeit, in den oberen Geschossen zu wohnen und im Erdgeschoss zu arbeiten, werde sich positiv auf die Hausgemeinschaft auswirken. In diesem Sinne bilde die gemeinsame Eingangshalle eine wichtige Begegnungszone für die zu erwartenden Kleinhaushalte.

SBB wollen möglichst wenig Parkplätze

Eine Tiefgarage ist nicht vorgesehen. Aufgrund der innerstädtischen Lage ersuchen die SBB weiter um eine Reduktion der Anzahl an vorgeschriebenen Parkplätzen. So soll es lediglich 9 statt der eigentlich vorgeschriebenen rund 28 Parkplätze geben. Diese werden dafür oberirdisch errichtet.

Aktuell werden auf dem Areal die bestehenden Gebäuden abgerissen, wie ein Augenschein vor Ort zeigt. Das Areal ist umzäunt, ein Zutritt ist nicht möglich.

Aktuell sind vor Ort Abbrucharbeiten im Gange.

War dieser Artikel nützlich für Dich?

Ja

Nein

Dieser Artikel hat uns über 400 Franken gekostet. Löse ein freiwilliges Abo und hilf uns, Artikel wie diesen auch in Zukunft anzubieten.

CHF

Deine Meinung ist gefragt!

Um kommentieren zu können, musst Du auf zentralplus eingeloggt sein. Bitte logge dich ein oder registriere dich jetzt und profitiere von den Vorteilen für z+ Community Mitglieder.

Deine Meinung ist gefragt!

1 Kommentare
  1. Müller, 24.11.2019, 17:00 Uhr

    Etwas verstehe ich nicht, man baut an die Gleise sehr nahe Ran, Wohnungen, anderseits klagt die SBB das wir ein Nadelöhr sind ,da nur 2 Gleise zur Einfahrt da sind man könnte doch schon vor dem Gütsch via Tunnel 3-4 Gleise machen, was wen es wieder kracht, man hätte ja die Gleise längst überdecken können so wäre es auch Ruhiger ,

Die zentralplus Redaktion wünscht Dir einen schönen Tag!

Wir möchten einfach kurz Danke sagen. Danke, dass du zentralplus liest.