Politik
Demolierte Klos in Zug

Zuger Regierung will Vandalen das Handwerk legen

Wird wegen Vandalismus nachts abgesperrt: Die Klos bei der Katastrophenbucht in Zug. (Bild: )

In der Katastrophenbucht in Zug werden regelmässig Toilettenanlagen demoliert. Vorstösse von CVP und FDP forderten nun ein Handeln seitens der Regierung. Diese plant nun Massnahmen gegen die Zerstörungswut.

Es ist ein leidiges Thema. Immer wieder werden die öffentlichen WC-Anlagen an der Zuger Flaniermeile am See von Vandalen beschädigt oder zerstört. Zuletzt im März (zentralpus berichtete). Das kostet auch den Steuerzahler eine ordentliche Stange Geld. Im Falle des jüngsten Vorfalls beträgt die Schadenssumme rund 7’000 Franken – nicht eingerechnet sind die Aufwendungen für die Werkhofmitarbeitenden.

Vertreter der CVP und FDP haben darum in zwei ähnlich gelagerten Vorstössen konkrete Massnahmen gefordert. Beispiele wie Videoüberwachung, Schliessanlagen über Münzautomaten oder App-Zugang sind ein rechtliches Minenfeld oder wären gemäss Stadtrat kein zuverlässiger Schutz. Ganz vom Tisch ist die Idee mit Videoaufnahmen jedoch noch nicht. «Er hat das Departement Soziales, Umwelt und Sicherheit allerdings beauftragt, Vorabklärungen zur Realisierung von Videoanlagen zusammen mit der Fachstelle Videoüberwachung der Zuger Polizei zu tätigen», schreibt der Gemeinderat in seiner Antwort auf die Vorstösse.

Mehr Kontrollen durch Polizei

Im Parlament beschloss man dennoch einige Massnahmen, mit denen gegen Randalierer vorgegangen werden soll. So sollen die WC-Anlagen künftig durch Sicherheitspersonal der Zuger Polizei sowie durch Mitarbeitende von privaten Sicherheitsfirmen kontrolliert und so Vandalenakte nachhaltig verhindert werden. «In Zusammenarbeit mit der Zuger Polizei wurden die Einsatzdispositive und Kontrolltätigkeiten analysiert und der aktuellen Lage angepasst», heisst es weiter.

Zudem werden die Anlagen in der zweiten Nachthälfte durch die Sicherheitsdienste geschlossen und jeweils am Morgen durch den Werkhof wieder geöffnet. Weiter werden bei der WC-Anlage in der Katastrophenbucht in der zweiten Jahreshälfte die WC-Kabinen durch eine robustere Version ersetzt. Der Grosse Gemeinderat nennt diese gar «Vandalen-resistent». Der Innenraum, der heute den Zerstörungswütigen als geschützter Aufenthaltsraum dient, fällt weg und der Zugang zu den WC-Kabinen erfolgt direkt vom Quai aus.

Das Postulat der CVP, das sich ausschliesslich um Präventionsmassnahmen für öffentliche WC-Anlagen befasste, wird im Bericht des Stadtrats zur Kenntnis genommen. Das Postulat bleibt jedoch auf der Geschäftskontrolle und wird nicht abgeschrieben. Bei der ähnlich gelagerten Interpellation der FDP wird die Antwort des Stadtrates zur Kenntnis genommen und von Geschäftskontrolle abgeschrieben.

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