Luzerner Unterlachen-Quartier

Stadtparlament streicht noch mehr Parkplätze

An der Fruttstrasse gibt es künftig keine Parkplätze mehr. (Bild: google maps)

Das Luzerner Stadtparlament hat am Donnerstag beschlossen, sämtliche Parkplätze an der Fruttstrasse aufzuheben. Dies im Rahmen der Debatte um die Sanierung des Unterlachen-Quartiers.

Die städtische Regierung sah vor, lediglich 22 von 35 Parkplätzen an der Fruttstrasse zu streichen. Dies als Teil der Sanierung und Aufwertung des Unterlachen-Quartiers (zentralplus berichtete).

Das Parlament geht nun einen Schritt weiter und beschliesst, alle Parkplätze aufzuheben. Nicht betroffen sind die Parkplätze der SBB im südlichen Teil der Strasse. Das Parlament folgte damit einem Antrag der Baukommission, welche die Aufhebung vorschlug.

«Kahlschlag nicht akzeptabel»

Vorausgegangen war am Donnerstag eine intensive Debatte. Die SVP stellte sich grundsätzlich gegen eine Streichung von Parkplätzen. Fraktionsvertreter Patrick Zibung sagte, sie würden den «Kahlschlag für nicht akzeptabel» halten. Er selbst arbeite im Unterlachen-Quartier, und seine Kunden hätten heute schon teils Mühe, Parkplätze zu finden. Auch die Mitte-Fraktion und die FDP schätzten den Abbau als kritisch ein.

Ebenso für eine zusätzliche Streichung war der Stadtrat. Er wollte ursprünglich nur 36 Parkplätze im ganzen Quartier abbauen. Stadtrat Adrian Borgula (Grüne) sagte in der Debatte, es würden schon viele Parkplätze abgebaut, und es solle dabei bleiben.

SP und Grüne für Abbau

Die SP hingegen sprach sich für die Aufhebung aus. Mario Stübi hielt fest, dass im Rahmen der Klima- und Energiestrategie Parkplätze gestrichen werden müssten. Das entspreche auch dem Volksentscheid.

Rückendeckung gab es von den Grünen. Martin Abele von der Fraktion der Grünen/Junge Grüne sagte, dass in den betroffenen Gebieten Velo und der ÖV zu bevorzugen seien und es daher einen Abbau vertrage.

Schliesslich entschied sich das Stadtparlament knapp mit 23 zu 22 für die Streichung. Anträge der SVP, die Parkplatzaufhebung zu streichen oder reduzieren, lehnte das Parlament ab. Weiter folgte es einem Antrag der SP, den westlichen Teil der Unterlachenstrasse zu einer autofreien und begrünten Begegnungszone zu machen. Ebenfalls bewilligte das Parlament den Kredit in der Höhe von elf Millionen Franken für die Sanierung des Quartiers.

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18 Kommentare
  • Profilfoto von Karin
    Karin, 04.02.2024, 10:42 Uhr

    Wieso diese Strasse verkehrsfrei werden soll, versteht wohl niemand

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  • Profilfoto von Karin
    Karin, 03.02.2024, 19:18 Uhr

    Motorbotshafen wie auch Alpenquai( Sackgasse ,) kann man die Parkplätze morgen schon aufheben
    90% Auswärtige die mit ÖV anreisen können

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  • Profilfoto von Ronja
    Ronja, 02.02.2024, 14:57 Uhr

    Diesen Entscheid kann ich auch überhaupt nicht verstehen. Abgesehen von den Handwerkern etc. gibt es in der Stadt Luzern tatsächlich auch Anwohner, die auf ein Auto angewiesen sind. Dann z.B. wenn der Job ein Auto voraussetzt oder der Arbeitsplatz mit ÖV schlicht nicht erreichbar ist. Wo sollen diese Leute noch parkieren? Ich habe übrigens kein Auto, finde diesen Autohass in Luzern aber echt abartig.

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  • Profilfoto von Simone
    Simone, 02.02.2024, 13:58 Uhr

    Mario Stübi hat weder Auto noch Führerschein.

    Und Parkplätze auflösen ohne Alternative schafft nur noch mehr Verkehr, das sieht man im Hirschmattquartier, wo alle ewig Runden drehen bis sie dann mal einen der Gratisparkplätze ergattern.

    Die Anwohner würden im Übrigen auch gern in ihrem Viertel parken.

    Alle reden ja immer von Barcelona, nur da sind neue Parkplätze im Untergrund geschaffen worden und offensichtlich gross genug, dass auch SUV-fahrende Bewohner aus der Agglo dort parkieren können. In Helsinki funktioniert das genauso.

    Nur so lange es kein funktionierendes Konzept gibt wie die Menschen aus der Agglo (egal ob Handwerker oder Shopper) bequem in die Stadt kommen können, verursacht jeder aufgelöste Parkplatz noch mehr Verkehr zum Leidwesen von Anwohnern (insbesondere den Schul- und Kinksikindern) und den Geschäften.

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    Handwerker, 02.02.2024, 06:30 Uhr

    Je mehr Parkplätze verschwinden desto mühsamer wird es für die Handwerker. Ins Parkhaus kommt der Bus nicht rein da über 2 m und je nach dem zu weit entfernt zum Kunde.

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  • Profilfoto von Lusti
    Lusti, 02.02.2024, 06:01 Uhr

    Die Parkplätze an der Fruttstrasse aufzulösen verstehe ich nicht. Wo bitte gibt es denn in der Region Alternativen um zu parkieren? Da ist die Schür, die Lokale am Bundesplatz (Kleintheater) die Besucher der Mieter in der Region. Wo kann mann denn da noch Parkieren. Man ist ja immer noch nicht fähig ein anständiges P+R anzubieten. Im Mattenhof/Allmend/Seetalplatz wäre dies nötig, damit die Menschen nicht mehr mit dem Auto in die Stadt kommen. Aber solange dies nicht möglich ist, kann man nicht noch mehr Parkplätze auflösen. Ich komme vom Land um mit dem Zug nach hause zu kommen, muss ich um 22:00 in Luzern auf den Zug. Wenn es noch weniger Parkplätze gibt, wird es fast unmöglich noch eine Abendveranstaltung in der Stadt zu besuchen.

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  • Profilfoto von Handwerker
    Handwerker, 01.02.2024, 20:04 Uhr

    Als Handwerker Aufträge in der Stadt Luzern. Nein Danke. Dann lieber in der Agglo oder auf dem Land. Die ewige Parkplatz Suche kostet unsere Firma so viel Geld, was niemand zahlen will. Jähno, selber Schuld!

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      Hanspeter Flueckiger, 02.02.2024, 09:08 Uhr

      Danke!

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  • Profilfoto von Philipp
    Philipp, 01.02.2024, 16:44 Uhr

    Für mich ist das ein Gewerbequartier. Das war früher so und ist auch heute noch so. Natürlich nicht zum Shoppen und so, aber sehr viele Firmen sind da zu Hause.
    Nun baut man wie an so vielen Orten ohne Ende Wohnhäuser und will nun ein autofreie «Oase» daraus machen. Das Gewerbe kann einmal mehr schauen wo es bleibt. Der blöde Satz, das Quartier ist gut mit ÖV und Rad erreichbar ist ein Witz. All die Leute die von Auswärts für Firmenbesuche nach Luzern kommen sollen also also Zeitraubend mit der Bahn anreisen und dann mit Ihrem ganzen Garsumpel in den Bus oder zu Fuss dahin?
    Aber hey, was erwartet man von Parteien wo die Mitglieder Ihre Bildung vom Staat finanziert erhalten haben und das halbe Leben nix gearbeitet haben. Die sind wohl der Ansicht das Geld wächst auf den Bäumen.

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  • Profilfoto von Dani
    Dani, 01.02.2024, 16:36 Uhr

    Man sollte in Zukunft auf Elektro-Autos umsteigen, hiess es einmal. Ich überlege mir gerade, ob diese E-Autos keine Parkplätze mehr brauchen. Zudem habe ich das Gefühl, dass die Stadt gar keine Besucher mehr möchte. Immer weniger Parkplätze ergibt immer weniger Besucher und dies ergibt auch weniger Umsatz in den Geschäften und die Schlussfolgerung daraus ist, man überlege mal, „Ladensterben und Arbeitslose“. Aber macht nur weiter so, denn am Schluss ziehen auch mehr Leute weg aus Luzern. Bravo Stadt. So seit Ihr nicht mehr attraktiv.

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  • Profilfoto von Wir haben die Wahl!
    Wir haben die Wahl!, 01.02.2024, 16:25 Uhr

    Gut so!

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    • Profilfoto von Hegard
      Hegard, 01.02.2024, 16:33 Uhr

      ich bin für Velosteuer

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      • Profilfoto von Wir haben die Wahl!
        Wir haben die Wahl!, 02.02.2024, 09:17 Uhr

        Ich bin für obligatorische Deutschkurse für Kommentarspaltenschreiberlinge…..

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  • Profilfoto von Hegard
    Hegard, 01.02.2024, 16:10 Uhr

    seitwann fährt in der Fruttstrasse der ÖV und wenn es ein erholungs gebiet geben soll,kann man ja auch ein fahrverbot gegen die Velorowdis Signaliesieren! Da sind vorallem die Rentner froh! Zudem wie soll man sich dort erholen,wenn allport das Martinshorn alles übertönt! Aber wie gewohnt von den linken, wieder so fadenscheinige Gründe,um ihr Goldenen Dratesel zu provielieren!

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  • Profilfoto von Jerome Halter
    Jerome Halter, 01.02.2024, 16:01 Uhr

    Streichen, bitte noch mehr streichen! Der Onlinehandel dankt!

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    • Profilfoto von Manuel
      Manuel, 01.02.2024, 16:56 Uhr

      Genau, ausbauen, noch mehr ausbauen. Die Geschäfte werdens danken!
      (schliesslich hat eine Stadt primär für diese da zu sein, nicht für Einwohnende) .

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  • Profilfoto von Autofahrer
    Autofahrer, 01.02.2024, 15:22 Uhr

    Wenn man sonst nichts zu Stande bringt, wenigstens immer wieder ein paar Parkplätze streichen. Das PRIZZI und die Schüür werden euch dankbar sein.

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    • Profilfoto von Wir haben die Wahl!
      Wir haben die Wahl!, 04.02.2024, 09:28 Uhr

      Ein aufgehobener Parkplatz ist ein guter Parkplatz.

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