Politik
Zuger Regierungsrats-Ersatzwahlen

Martin Pfister ist gewählt!

Der Sozialdemokrat, der Pirat oder der CVP-Politiker? Heute entscheidet das Zuger Volk, wen es in der Regierung haben will. (Bild: zentral+)

Das Zuger Volk hat entschieden, wer anstelle von Peter Hegglin in den Regierungsrat eintritt. Der CVP-Mann Martin Pfister hat im ersten Durchgang das absolute Mehr erreicht.

13:52 Uhr Martin Pfister erklärt nach seiner Wahl: «Die Zeitungen haben es zwar immer prognostiziert, dass ich ein gutes Resultat erzielen würde. Doch ich freue mich natürlich sehr.» Denn ein wenig Respekt vor Dzaferis Kandidatur habe er schon gehabt. «Zari Dzaferi verkörpert ein ganz anderes Naturell als ich und holt andere Wähler ab. Ausserdem hatten wir bisher keine Erfahrungen mit Nachwahlen, wir wussten nicht, welches Wahlverhalten die Bürger an den Tag legen, wenn nicht alle Parteien antreten.»

13:08 Uhr Martin Pfister ist eingetroffen. Er wird mit einem verhaltenen Klatschen und mit Klickgeräuschen von Kameras begrüsst. Sogleich erhält er einen Blumenstrauss.

Der frisch gewählte Zuger Regierungsrat Martin Pfister erhält eine Gratulation von SP-Präsidentin Barbara Gysel.

Der frisch gewählte Zuger Regierungsrat Martin Pfister erhält eine Gratulation von SP-Präsidentin Barbara Gysel.

(Bild: mbe.)

13:05 Uhr Pfister wurde mit insgesamt 17’844 Stimmen gewählt. Dzaferi erhielt 8540 Stimmen, Stefan Thöni 1547. Die Stimmbeteiligung im Kanton lag bei 38,5 Prozent.

13:02 Uhr «Ich bin wirklich zufrieden mit dem Resultat, das ich erzielt habe», erklärt SP-Kantonsrat Zari Dzaferi. «Bei so einem Resultat kann man sagen, das ist ein Regierungsrat von morgen. Vielleicht nicht von heute, aber von morgen!», ergänzt die SP-Kantonalpräsidentin Barbara Gysel das Resultat des Zweitrangierten. Der Gewinner, Martin Pfister, indes ist noch gar nicht im Regierungsgebäude eingetroffen.

Mittlerweile ist auch das detaillierte Resultat aus Zug, Baar und Hünenberg eingetroffen.

GemeindenDzaferi ZariPfister MartinThöni StefanTotal Kandidatenstimmen
Zug247042163857071
Baar190132932545448
Hünenberg62515691272312


12:59 Uhr Martin Pfister ist gewählt! Die Zuger lassen nichts anbrennen. Um 13 Uhr ist das Endresultat schon da. Der CVP-Mann wurde im ersten Durchgang ohne Wenn und Aber in den Regierungsrat katapultiert.

Gespanntes Warten auf die Endresultate.

Gespanntes Warten auf die Endresultate.

(Bild: mbe.)

12:30 Uhr Kaum werden Politiker und Journalisten ins Regierungsgebäude hineingelassen, sind bereits die ersten Zwischenresultate da. Acht Gemeinden sind bereits ausgezählt. Martin Pfister hat die Nase klar vorne. Bereits ausgezählt sind die Stimmen von Oberägeri, Unterägeri, Menzingen, Cham, Steinhausen, Risch, Walchwil und Neuheim. Ausnahmslos überall ist Pfister klar an der Spitze. Es fehlen noch die Stimmen von Zug, Baar und Hünenberg.

GemeindeDzaferi ZariPfister MartinThöni StefanTotal Kandidatenstimmen
Zug
Oberägeri2161001611278
Unterägeri4271297811805
Menzingen342833501225
Baar
Cham107721262133416
Hünenberg
Steinhausen73712561752168
Risch48312531242168
Walchwil14064647844
Neuheim12236330515

11:00 Uhr Die Ausgangslage: Weil der Zuger Finanzdirektor Peter Hegglin künftig nicht mehr in Zug, sondern im Berner Stöckli politisieren wird, muss Ersatz her. Am Sonntag wählt das Zuger Stimmvolk deshalb seinen Nachfolger ins Amt. Im Rennen sind drei Männer.

Zum einen stellt sich der Baarer CVP-Politiker Martin Pfister zur Wahl. Der 52-jährige Historiker hatte bereits bei der Regierungsratswahl 2014 – mit 12’661 Stimmen – ein überraschend gutes Resultat erzielt. Wäre er nicht als überzählig ausgeschieden, hätte er bereits heute einen Regierungsratssitz inne.

Weiter kämpft der SP-Mann Zari Dzaferi um das Amt. Der 30-jährige Sekundarschullehrer ist derzeit in seiner zweiten Legislatur als Kantonsrat. Dzaferi, der seine ersten Lebensjahre in Mazedonien verbracht hatte, gilt als Sympathieträger für Zuger Secondos und als Vertreter der jungen Bevölkerung.

Dies, obwohl er genau gleich alt ist wie der dritte Regierungsratsanwärter Stefan Thöni. Der Steinhauser Pirat tritt nach den Wahlen im Jahr 2014 zum zweiten Mal an. Damals erzielte er 3736 Stimmen und blieb damit chancenlos. Dennoch möchte es der Informatiker dieses Jahr noch einmal wissen.

Noch ist nicht klar, wer nach der Wahl das Finanzdepartement von Hegglin übernehmen wird (zentral+ berichtete). Bei der Verteilung der Ämter gilt das Anciennitätsprinzip: Wer bereits am längsten im Regierungsrat sitzt, hat Vorrang.

Bis um 11.30 Uhr sind die Wahlurnen noch geöffnet. Erste Resultate aus den Gemeinden werden nicht vor 12.30 Uhr erwartet.

 

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