Politik
Vereine werden sich wehren

Krienser Vereine müssen wohl bald Billettsteuer bezahlen

Wer im Kleinfeld ein Spiel des SC Kriens schauen will, muss wohl bald eine Billettsteuer zahlen. (Bild: zvg)

Das Krienser Parlament hat sich für eine Ausweitung der Billettsteuer-Pflicht ausgesprochen. Davon sind mehrere Vereine betroffen. Diese werden sich jetzt wehren.

Eine Mehrheit des Krienser Einwohnerrates will ein Zeichen setzen, um die Stadtfinanzen wieder ins Gleichgewicht zu bringen. So hat das Stadtparlament einer Anpassung des Reglements zum Einzug der Billettsteuer zu. Die Anpassung zielt darauf ab, dass bisherige Privilegien von lokalen Veranstaltern im Profi- und Halbprofibereich abgeschafft werden sollen. Somit werden auch diese Vereine eine Billettsteuer zahlen müssen (zentralplus berichtete).

Die Stadt Kriens erhofft sich dadurch zusätzliche Einnahmen in der Höhe von rund 150'000 Franken in die Stadtkasse. Von der Änderung betroffen sind insbesondere die beiden Sportvereine SC Kriens und HC Kriens-Luzern, aber auch das Kulturlokal Südpol und das Luzerner Sinfonieorchester.

Zwar stellten sich bei der Debatte im Parlament viele Einwohnerrätin hinter die Vereine. Gleichzeitig betonte die Mehrheit des Parlaments, dass die Stadt Kriens in der Vergangenheit viel für die Vereine gemacht habe – beispielsweise die Sanierung des Stadions Kleinfeld für den SC Kriens oder den Neubau der Pilatus Arena für den Handballclub. Dass die Vereine nun mit einer Billettsteuer die Finanzlage der Stadt verbessern sollen, sei eine angemessene Gegenleistung.

Roger Erni sagt, Finanzen gehen vor

Auch Finanzvorsteher Roger Erni betont in der Debatte die Wichtigkeit der Massnahme. Gleichzeitig rechnet er mit Widerstand seitens der Vereine: «Der Stadtrat ist sich bewusst, dass wir damit dem ein oder anderen Verein keine Freude bereiten. Diese Vereine werden zusammenstehen und das Referendum ergreifen.»

Gleichzeitig weist er auf die Verantwortung hin, die der Stadtrat und das Parlament tragen: «Der Stadtrat und eigentlich auch der Einwohnerrat müssen in erster Linie zu der Stadt Kriens schauen und in zweiter Linie natürlich zu einem attraktiven Kriens. Da gehen jedoch die Finanzen dem attraktiven Kriens vor. Die Stadt Kriens braucht diese Einnahmen.»

Letztlich hat sich die Änderung mit 20 zu 8 Stimmen durchgesetzt. Diese ist aber noch nicht definitiv, weil die Vereine wie von Erni angekündigt voraussichtlich das Referendum ergreifen werden.

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