Nicht alle kommen mit der neuen Steuersoftware in Luzern klar
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Nicht alle kommen mit der neuen Steuersoftware im Kanton Luzern klar. (Bild: bic)

Drähte bei der Hotline laufen heiss Nicht alle kommen mit der neuen Steuersoftware in Luzern klar

2 min Lesezeit 4 Kommentare 19.02.2021, 06:26 Uhr

Die elektronische Steuererklärung wurde nach 15 Jahren auf dieses Jahr hin komplett erneuert. Einige Steuerzahler sind damit aber überfordert – und müssen lange auf Auskunft warten.

Für die Steuerzahlerinnen aus Luzern heisst es auf dieses Jahr hin: umgewöhnen (zentralplus berichtete). Die komplett überarbeitete Steuersoftware ist zwar gemäss Paul Furrer, Geschäftsleiter bei der kantonalen Dienststelle Steuern zwar intuitiv. Doch die Umgewöhnung überfordert Nutzer zum Teil, wie «Luzerner Zeitung» berichtet. So soll es zum Teil zu Schwierigkeiten beim Speichern und Drucken der Dossiers kommen.

Auch das wäre an sich kein grösseres Problem, wenn die Hotline funktionieren würde. Nun sind der Zeitung aber mehrere Fälle bekannt, bei denen willige Steuerzahler tagelang keine Service-Person ans Telefon bekommen haben. Seitens der Software-Firma sei das Personal zwar von vier auf 12 Personen erhöht worden, trotzdem komme es immer wieder zu langen Wartezeiten.

Paul Furrer bestätigt, dass aktuell viele gleichzeitig versuchen würden, die Hotline zu erreichen. Vorübergehend sei die Hotline gar geschlossen worden. Er empfiehlt, sich per E-Mail an den Helpdesk zu wenden.

Die Verwaltung ist weiterhin von der Software überzeugt

Furrer sagt, dass es bereits Updates der Software gegeben habe, welche die Benutzerführung verbessern sollen. Weitere Optimierungen würden «zeitnah» zur Verfügung gestellt. Furrer bleibt trotz der Schwierigkeiten dabei: «Die neue Software funktioniert grundsätzlich gut.» Bisher hätten rund 6000 Steuerzahler ihre Unterlagen eingereicht.

In rund zwei Jahren soll es dann dank der 200’000 Franken teuren Neuentwicklung auch möglich sein, die Steuererklärung via Handy auszufüllen.

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4 Kommentare
  1. Frank Neumann, 05.03.2021, 14:59 Uhr

    Die neue Steuersoftware ist rundum eine Zumutung! Wenn ich mit i7-Prozessor und Win10, 64 Bit, über 1 min zum Aufstarten dieses Monsters brauche, ist doch schon etwas schief gelaufen.
    Bisher konnte man seine Einträge in die virtuellen Steuerformulare machen, warum jetzt nicht mehr?! Wer eine unübersichtliche Eingabemaske lieber hat, dem stand so etwas auch bisher zur Verfügung. Was gab es also für eine Grund, die Steuersoftware zu „erneuern“?
    Wenn es Gründe gibt, die Funktionalitäten zu verbessern, muss man es tun, aber nicht zu Lasten des Users.
    Ich habe es übrigens noch nicht geschafft, mir ein Zwischenergebnis meiner Einträge im Zusammenhang anzusehen! Die Möglichkeit ist vorgesehen, aber scheint nur theoretisch zu funktionieren.

  2. Miles, 24.02.2021, 11:52 Uhr

    Top intelligent, wie immer unser Staat. Wenn mal was einwandfrei funktioniert, schleudert man Geld raus um es zu verschlimmbessern. Einfach kurz gesagt eine Frechheit mit Steuergeldern so umzugehen.

  3. Gruesse vom Einhorn Schlachthaus, 19.02.2021, 13:07 Uhr

    Wegen genau solcher Entwicklungen fülle ich die Steuererklärung aus Prinzip immer in Papierform aus. Kann ich eintragen wo und was ich will. Und vorallem fühle ich mich deutlich weniger von irgendwelchen 0 und 1 bevormundet! So kann der Kanton seine Steuerpflichtigen nicht umerziehen. So nicht!

  4. Martin von Rotz, 19.02.2021, 09:22 Uhr

    Ich hatte mit der neuen Software keine Probleme, aber ich bin ein IT Pro und habe früher auch selber Software programmiert. Intuitiv und einfach bedienbar ist die Neue Software nach meinem Empfinden definitiv nicht. Als kleines Beispiel: Bei den Berufsauslagen gibt es die Position „übrige für die Berufsausübung nötigen Kosten“. Dort kann man entweder die effektiven Kosten angeben oder aber eine Pauschale abziehen welcher 3% des Nettolohnes aber mindestens 2000.– und max. 4000.– sein darf. In der „alten“ Software hat man die Option Pauschal gewählt und es hat alles selber gerechnet. Hier muss man seinen Abzug, also die 3% selbst errechnen und die Ober- und Untergrenzen beachten. Sollte für die meisten kein Problem sein, aber als einfache Bedienung und intuitiv bezeichne ich dies definitv nicht.

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