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Trittbrettfahrer in Zug

Mieterschutz Schweiz: Website läuft weiter, trotz Strafe

Hier am Zuger Strafgericht wurde die GmbH bereits 2020 verurteilt. (Bild: mbe.)

Eine Firma aus Zug steht im Verdacht, Mieterinnen auf ihre Websites zu locken, um Jahresbeiträge einzukassieren. Eine Gegenleistung erhalten die Mieter nicht, berichten Medien.

Anstatt beim offiziellen Mieterverband, landen viele Ratsuchende beim Mieterschutz Schweiz, einer GmbH mit Sitz in Steinhausen im Kanton Zug. Gegen knapp 100 Franken Jahresgebühr bietet das Unternehmen Rechtsberatung und Dienstleistungen für Mieterinnen an. Doch viele Kundinnen telefonieren ins Leere, berichtet am Freitagmorgen der «Beobachter».

Die Firma wurde bereits vor drei Jahren vor dem Zuger Strafgericht wegen mehrfacher Zuwiderhandlung gegen das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb verurteilt. Vorangegangen war eine Anzeige des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco). Das Obergericht bestätigte das Urteil, reduzierte die Strafe aber auf knapp 12´000 Franken. Das Urteil ist rechtskräftig.

Die Websites des Mieterschutz Schweiz wurden anschliessend teils gelöscht oder umbenannt. Doch noch immer beschweren sich Mieterinnen über die Zustände. Es gäbe keine echte Gegenleistung für die Jahresgebühr. Das Unternehmen selbst wollte sich gegenüber dem «Beobachter» nicht dazu äussern.

Der offiziellen Mieterverband ist überzeugt: Mieterschutz Schweiz ist ein Trittbrettfahrer.

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