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Aus öffentlicher Telefonkabine angerufen

Mall of Switzerland: Polizei nimmt Bombendroher fest

Die gesamte Mall of Switzerland musste vergangene Woche wegen einer Bombendrohung evakuiert werden. Nun wurde der mutmassliche «Droher» dingfest gemacht.

(Bild: hch)

Letzte Woche wurde die Mall of Switzerland wegen einer Bombendrohung evakuiert. Die Luzerner Polizei hat den mutmasslichen Täter am Wochenende in einer koordinierten Aktion festgnommen. Der 36-jährige Schweizer ist geständig. Die Sache wird ihn teuer zu stehen kommen.

Am 14. März war eine telefonische Bombendrohung bei der Mall of Switzerland in Ebikon eingegangen. Das gesamte Gebäude musste innert kurzer Zeit komplett evakuiert werden, eine Bombe wurde jedoch nicht gefunden (zentralplus berichete).

Nun hat die Luzerner Polizei den mutmasslichen Täter ermittelt und in einer koordinierten Aktion am vergangenen Samstag festgenommen. Der 36-jährige Schweizer sei geständig, teilt die Luzerner Staatsanwaltschaft mit.

In den nächsten Tagen wird er zum Motiv und zu seinem Vorgehen einvernommen. Der Mann ist der Luzerner Polizei bisher nicht einschlägig bekannt. Für seine Drohung hatte er aus einer öffentlichen Telefonkabine angerufen.

Wo die Telefonzelle genau steht und wie die Polizei dem Täter auf die Schliche kam, will Simon Kopp, Mediensprecher der Luzerner Staatsanwaltschaft, aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt geben.

Auf Täter warten hohe Kosten

Aufgrund des hohen Ermittlungsaufwandes, welcher durch die Drohung ausgelöst wurde, wird der Beschuldigte mit der Überbindung sehr hoher Kosten rechnen müssen. Laut Kopp bewegen sich die Kosten im hohen sechsstelligen Bereich.

Doch es wird nicht bei den Ermittlungskosten bleiben. «Die einzelnen Mieter in der Mall werden Schadensersatzforderungen für ihren Erwerbsausfall stellen», sagt Mall-Manager Jan Wengeler in einer Mitteilung. Ob die Mall selbst auch Schadensansprüche geltend machen wird, werde zurzeit noch abgeklärt.

Neben der Polizei standen bei der Evakuation und der anschliessenden Durchsuchung des gesamten Gebäudes auch die Feuerwehr, Rettungskräfte und Spezialisten des Forensischen Institutes aus Zürich im Einsatz.

Alle Geschäftsräumlichkeiten wurden vor Ort mit Sprengstoffhunden abgesucht. Es wurde indes keine Bombe gefunden. Das Einkaufszentrum konnte am nächsten Tag wieder geöffnet werden. Die Untersuchung führt die Staatsanwaltschaft Emmen. Der Staatasanwalt hat beim Zwangsmassnahmengericht beantragt, dass der mutmassliche Täter in Untersuchungshaft versetzt wird.

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