Unterkunft für Flüchtlinge

Kanton Luzern weist 74 Gemeinden Personen zu

Der Kanton Luzern teilt den Gemeinden erstmals die Anzahl Plätze zu, die sie zur Verfügung stellen müssen. (Bild: Adobe Stock)

Der Kanton Luzern hat seinen Verteilschlüssel für die Gemeinden aktiviert. Nun haben 74 Gemeinden einen Zuweisungsentscheid erhalten mit Angaben, wie viele Plätze sie für Schutz- und Asylsuchende bereitstellen müssen. Dafür haben sie zehn Wochen Zeit. Sonst müssen sie eine Busse zahlen.

Die Luzerner Gemeinden müssen mithelfen, Unterkünfte für Asylsuchende zur Verfügung zu stellen. Das hat die Regierung am 15. Juni bekannt gegeben (zentralplus berichtete). Da die Unterkünfte des Kantons ausgelastet sind und neue erst noch eingerichtet werden müssen, sollen die Gemeinden jetzt ihren Teil beitragen.

Die Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen (DAF) hat jetzt die Zuweisungsentscheide an 74 Luzerner Gemeinden verschickt. Die Gemeinden haben nun zehn Wochen Zeit, um die erforderlichen Unterkünfte für Personen aus dem Asyl- und Flüchtlingsbereich bereitzustellen. Der Verteilschlüssel ist 0.0235, was heisst, dass auf 1000 Einwohnerinnen 23,5 Plätze zur Verfügung gestellt werden müssen.

Es braucht 3’564 Plätze

Konkret heisst das für die 74 Gemeinden, dass sie insgesamt 3’564 Plätze bereitstellen müssen. Der Kanton bleibt allerdings weiterhin während der ersten zehn Jahre für die Betreuung und die Sozialhilfe zuständig und übernimmt jegliche Kosten.

Die Gemeinden sind allerdings verpflichtet, entsprechend den Mietzinsrichtlinien für Sozialhilfeempfängerinnen Wohnraum zu vermitteln oder bereitzustellen.

Luzerner Gemeinden droht Busse

Falls Gemeinden in den nächsten zehn Wochen den zugeteilten Platz nicht bereitstellen können, werden sie ab dem 1. September eine Busse zahlen müssen. In den ersten beiden Monaten sind das 10 Franken pro Tag und Person. Anschliessend steigt der Betrag alle zwei Monate um zehn Franken an. Diese Ersatzabgaben werden an jene umverteilt, die ihr Aufnahme-Soll übererfüllen.

Verwendete Quellen
  • Medienmitteilung des Kanton Luzern
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